Es geht mir gut, trotzdem AN-Befund
Verfasst: 24.02.2013, 17:02
Hallo zusammen,
meinen Befund habe ich nun seit 4 Wochen, die erste Panik ist vorbei und das Hirn fängt an, wieder normal zu arbeiten. Ich bezeichne mein AN als einen Zufallsbefund. Ob ich darüber glücklich bin – wohl eher nicht, sollte ich aber vielleicht sein.
Wie kam es dazu? Während der Behandlung bei meiner Hausärztin erwähnte ich mehr nebenbei, dass ich in den letzten Monaten Veränderungen meines Geschmacksempfindens festgestellt habe. Mit Salz stehe ich seit Jahren auf dem Kriegsfuß, neu ist allerdings, dass ich manchmal süß nicht richtig schmecken kann. Das Ganze ist immer zeitlich begrenzt, meist am nächsten Tag verschwunden.
Meine Ärztin wollte das per MRT klären lassen, da ich auch seit mehreren Jahren Probleme mit der Nase habe (chronisch-allergische Rhinitis). Seitdem ich diese Überweisung in den Händen hatte, hatte ich schon so ein komisches Gefühl.
Am 22.1. wurde das MRT gemacht, am 25.1. konnte ich morgens den Befund abholen und die Diagnose Akustikusneurinom lesen.
Da mein Vater selbst Anfang Januar von einem HNO-Prof. an der Nase operiert wurde und recht guten Kontakt zu ihm hatte, nahm er Kontakt mit ihm auf. Ich durfte mich gleich am nächsten Montag bei ihm im KKH vorstellen. Geredet hat er nicht viel mit mir, drückte mir aber einen Laufzettel für diverse Untersuchungen in die Hand. Hörtest, etc., eigentlich alles o. B., lediglich rechts 10% Minderung bei 60 Hz (oder kHz?).
Letzte Woche war der Gleichgewichtstest, wo schon eher Abweichungen zur gesunden Seite festgestellt wurden. Alles hat bisher keine Auswirkungen auf meinen normalen Alltag, ich fühle mich gesund und hätte niemals einen Arzt konsultiert.
Wissen, was im Befund nun genau steht, tue ich aber immer noch nicht. Könnt ihr das im Ansatz?
„12x10x10 mm große kräftige kontrastmittelaufnehmende Raumforderung in der rechten Kleinhirnbrückenwinkelzisterne mit Bezug zum rechten N.trigeminus und intrameatalem Turmorausläufer. Die Raumforderung reicht bis an den rechten N.trigeminus. Bild wie bei Acusticusneurinom, DD: Meningeom. Kein raumfordernder Aspekt auf den Hirnstamm. Die übrigen cerebralen Strukturen sind unauffällig.“
Beim Versuch, mir das zu übersetzen, fielen mir auch wieder meine Schmerzattacken im Bereich des rechten Oberkiefers wieder ein, nach den Bildern zum Nervus Trigeminus zu urteilen in dessen Bereich. Die kommen unangemeldet und in einer Intensität, dass ich aufschreien muss. Bevor ich das allerdings kann, ist schon wieder alles vorüber. Das habe ich seit einigen Jahren (mehr als 6). Mal häuft es sich innerhalb von 2-3 Wochen, dann habe ich wieder Monate Ruhe. Ich war damit nicht beim Arzt.
Kann das schon mit dem AN zusammenhängen? Was ja wiederum bedeuten würde, das Ding ist schon lange da.
Und da ist sie wieder, meine Angst. Seitdem ich den Befund habe, habe ich eine Dauer-Übelkeit. Während ich das hier schreibe, krampft mein Magen. Ich soll mich mit einer Therapie auseinandersetzen, für die ich rein körperlich keinen Grund habe. Das bringt mich zu „wait and see“. Ja, worauf denn warten? Dass es tatsächlich zu Ausfällen kommt, die dann irreparabel sind?
Auf der anderen Seite eine OP? Ich mach mir doch schon vor dem Blutabnehmen in die Hose. Oder doch die Bestrahlung, von der ich, dank eurer Seite, weiß, dass die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung der Nerven bei einer anschließend notwendigen OP geringer ist als vorher.
Macht es Sinn, meinen Befund schon jetzt zu jemandem zu schicken, der sich auskennt, z. B. nach Halle (ist am nächsten für mich)? Oder habe ich doch noch viel Zeit und sollte es langsam angehen lassen? Von der Charité habe ich bei euch noch nicht so viel gelesen, als dass es bei mir als Kompetenzzentrum für ANs durchgeht.
Danke an alle, die meinen Roman gelesen haben. Es sollte wirklich nicht so lang werden…
Liebe Grüße,
Eure Blondie
meinen Befund habe ich nun seit 4 Wochen, die erste Panik ist vorbei und das Hirn fängt an, wieder normal zu arbeiten. Ich bezeichne mein AN als einen Zufallsbefund. Ob ich darüber glücklich bin – wohl eher nicht, sollte ich aber vielleicht sein.
Wie kam es dazu? Während der Behandlung bei meiner Hausärztin erwähnte ich mehr nebenbei, dass ich in den letzten Monaten Veränderungen meines Geschmacksempfindens festgestellt habe. Mit Salz stehe ich seit Jahren auf dem Kriegsfuß, neu ist allerdings, dass ich manchmal süß nicht richtig schmecken kann. Das Ganze ist immer zeitlich begrenzt, meist am nächsten Tag verschwunden.
Meine Ärztin wollte das per MRT klären lassen, da ich auch seit mehreren Jahren Probleme mit der Nase habe (chronisch-allergische Rhinitis). Seitdem ich diese Überweisung in den Händen hatte, hatte ich schon so ein komisches Gefühl.
Am 22.1. wurde das MRT gemacht, am 25.1. konnte ich morgens den Befund abholen und die Diagnose Akustikusneurinom lesen.
Da mein Vater selbst Anfang Januar von einem HNO-Prof. an der Nase operiert wurde und recht guten Kontakt zu ihm hatte, nahm er Kontakt mit ihm auf. Ich durfte mich gleich am nächsten Montag bei ihm im KKH vorstellen. Geredet hat er nicht viel mit mir, drückte mir aber einen Laufzettel für diverse Untersuchungen in die Hand. Hörtest, etc., eigentlich alles o. B., lediglich rechts 10% Minderung bei 60 Hz (oder kHz?).
Letzte Woche war der Gleichgewichtstest, wo schon eher Abweichungen zur gesunden Seite festgestellt wurden. Alles hat bisher keine Auswirkungen auf meinen normalen Alltag, ich fühle mich gesund und hätte niemals einen Arzt konsultiert.
Wissen, was im Befund nun genau steht, tue ich aber immer noch nicht. Könnt ihr das im Ansatz?
„12x10x10 mm große kräftige kontrastmittelaufnehmende Raumforderung in der rechten Kleinhirnbrückenwinkelzisterne mit Bezug zum rechten N.trigeminus und intrameatalem Turmorausläufer. Die Raumforderung reicht bis an den rechten N.trigeminus. Bild wie bei Acusticusneurinom, DD: Meningeom. Kein raumfordernder Aspekt auf den Hirnstamm. Die übrigen cerebralen Strukturen sind unauffällig.“
Beim Versuch, mir das zu übersetzen, fielen mir auch wieder meine Schmerzattacken im Bereich des rechten Oberkiefers wieder ein, nach den Bildern zum Nervus Trigeminus zu urteilen in dessen Bereich. Die kommen unangemeldet und in einer Intensität, dass ich aufschreien muss. Bevor ich das allerdings kann, ist schon wieder alles vorüber. Das habe ich seit einigen Jahren (mehr als 6). Mal häuft es sich innerhalb von 2-3 Wochen, dann habe ich wieder Monate Ruhe. Ich war damit nicht beim Arzt.
Kann das schon mit dem AN zusammenhängen? Was ja wiederum bedeuten würde, das Ding ist schon lange da.
Und da ist sie wieder, meine Angst. Seitdem ich den Befund habe, habe ich eine Dauer-Übelkeit. Während ich das hier schreibe, krampft mein Magen. Ich soll mich mit einer Therapie auseinandersetzen, für die ich rein körperlich keinen Grund habe. Das bringt mich zu „wait and see“. Ja, worauf denn warten? Dass es tatsächlich zu Ausfällen kommt, die dann irreparabel sind?
Auf der anderen Seite eine OP? Ich mach mir doch schon vor dem Blutabnehmen in die Hose. Oder doch die Bestrahlung, von der ich, dank eurer Seite, weiß, dass die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung der Nerven bei einer anschließend notwendigen OP geringer ist als vorher.
Macht es Sinn, meinen Befund schon jetzt zu jemandem zu schicken, der sich auskennt, z. B. nach Halle (ist am nächsten für mich)? Oder habe ich doch noch viel Zeit und sollte es langsam angehen lassen? Von der Charité habe ich bei euch noch nicht so viel gelesen, als dass es bei mir als Kompetenzzentrum für ANs durchgeht.
Danke an alle, die meinen Roman gelesen haben. Es sollte wirklich nicht so lang werden…
Liebe Grüße,
Eure Blondie