OP/Reha + Vater werden

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Kudelka
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OP/Reha + Vater werden

Beitrag von Kudelka » 31.01.2017, 15:41

Hi ihr Lieben,

ich hatte gerade mein Beratungsgespräch in der Tübinger Neurochirurgie. Sehr schnell war an Hand meines MRTs klar: Mein gerade-nicht-mehr-ganz-kleiner Tumor liegt sehr günstig und sollte relativ einfach zu entfernen zu sein. Eine gute Prognose (mit den üblichen Hindernissen Gehör/Gleichgewicht/Gesicht), also. Ich hole mir zeitnah noch eine zweite Meinung in Erfurt, und ich hoffe sehr, dass die Thüringer Neurochirurgen die Schwaben unterstützen. :)

Dennoch stellt sich in meinem Fall eine Frage, die nicht ganz leicht zu beantworten ist: Meine Frau ist schwanger und hat im Juni Entbindungstermin. Angenommen, dass meine OP Anfang März stattfinden könnte (laut Ärzten sehr realistisch), ist es schlauer, die OP vor der Entbindung zu machen, oder warte ich besser bis August?

Selbst tendiere ich ganz klar dazu, die OP so schnell wie möglich aus dem Weg zu haben, damit ich mich voll aufs Kind konzentrieren kann und durch Wachstum des Tumors keinen günstigen OP-moment verpasse. Frage ist allerdings, ob ich mich bis spätestens Juni (oder Mai, falls das Kind zu früh kommt) vollständig erholt habe und meine Frau beiseite stehen kann. Die Ärzte meinen ganz klar: Ja! Aber ich bin mir dennoch nicht ganz sicher.

Was glaubt ihr?
AN links 12,5 mm x 6 mm // T3 mit kleinen Teilen im inneren Gehörgang // OP am 27. Februar 2017 durch Prof. Rosahl in Erfurt // Post-operativ: Facialisparese, Gehör teilweise erhalten, begrenzter Schwindel
Petrasch
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von Petrasch » 31.01.2017, 17:23

Hallo Kudelka
So ganz genau kann dir das keiner sagen.
Aber ich denke das du es in 3 Monaten gut hinbekommen kannst.
Und du willst es auch aus dem Kopf haben.
Ich kann dich versehen.
LG Petrasch
Geb1965 W
Diagnose 7.12.2015 AKN 1.8cm T4a
OP 22.2.2016 Dr. Ebner Tübingen
Nach 9 Tagen Facialisparese ,
3 Monaten später nicht mehr sichtbar
Tinitus
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snowdog
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von snowdog » 31.01.2017, 20:00

Lieber Kudelka,

wenn die Entscheidung zur OP getroffen ist, gibt es für die
"lange Bank" keinen triftigen Grund. Zwar lässt die Prognose
i.d.R. eine Wahlmöglichkeit, d.h. es besteht keine Terminnot
im Sinne einer Akutoperation, aber der Zeitpunkt für eine
Operation wird nicht besser oder günstiger.

Und doch gibt die persönliche Lebenssituation mitunter
Vorgaben - eine Abschlussprüfung, eine wichtige persönliche
Situation, die Geburt eines Kindes.
Hierauf kann der Zeitpunkt einer OP abgestimmt werden.

Für einen frühen Termin spräche:
Einen planmäßigen Heilungsverlauf vorausgesetzt (und davon
solltest Du ausgehen), hast Du dann den Eingriff, eine mögliche
Reha und die erste Heilungsphase bereits hinter Dir.
Deine gesundheitlichen Umstände sind Dir zum Zeitpunkt der
Geburt bekannt (im Sinne von vertraut), der neue Lebensabschnitt
stellt neue Herausforderungen, die mit Zuversicht und optimistisch
anzugehen sind.

Alles Gute für deine Entscheidung.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von elf » 01.02.2017, 13:25

Kudelka hat geschrieben: Meine Frau ist schwanger und hat im Juni Entbindungstermin. Angenommen, dass meine OP Anfang März stattfinden könnte (laut Ärzten sehr realistisch), ist es schlauer, die OP vor der Entbindung zu machen, oder warte ich besser bis August?

Was glaubt ihr?
Ich glaube:
JETZT operieren!
Zur Geburt frei sein!

Viel Glück!
1944,m, AN 21 x16 x 13mm, T3,
CyberKnife 06.06.2016.
MRT Nov.2016: therapieinduzierte Schwellung des AN, regressive Veränderungen,
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von Appie » 01.02.2017, 14:46

Würde mich auch jetzt operieren lassen.

Viel Glück!
M. geb. 77 AN in 2002 T4B. OP in Uniklinik Aachen Prof. Gilsbach. Einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rezidiv12/2016 1,8x1,2 cm.
Erneute OP 03/2017 durch Prof. Ebner in Tübingen.
Deutsch ist für mich eine Fremdsprache.
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von Kudelka » 01.02.2017, 17:36

Vielen Dank! Das ist ja sehr eindeutig. :)
AN links 12,5 mm x 6 mm // T3 mit kleinen Teilen im inneren Gehörgang // OP am 27. Februar 2017 durch Prof. Rosahl in Erfurt // Post-operativ: Facialisparese, Gehör teilweise erhalten, begrenzter Schwindel
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von ANFux » 02.02.2017, 13:06

Lieber Kudelka,

da will ich mich auch noch in den Chor einblenden. Warum warten, wenn Du die OP als Therapie gewählt hast?
Mich würde interessieren, ob Du diese Frage auch in Erfurt gestellt hattest und wie dort die Reaktion war.

Beste Grüße
ANFux
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)
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Re: OP/Reha + Vater werden

Beitrag von Kudelka » 02.02.2017, 13:15

ANFux hat geschrieben:Lieber Kudelka,

da will ich mich auch noch in den Chor einblenden. Warum warten, wenn Du die OP als Therapie gewählt hast?
Mich würde interessieren, ob Du diese Frage auch in Erfurt gestellt hattest und wie dort die Reaktion war.

Beste Grüße
ANFux
Sowohl in Erfurt als in Tübingen waren alle sich einig: OP jetzt sofort!

Das ist natürlich richtig, und das war auch meine Meinung. Bei mir herrschte aber dennoch die Angst, bis zur Geburt nicht erholt zu sein und meine Frau im Wochenbett nicht unterstützen zu können. Das kann natürlich durchaus sein, aber die OP in August zu machen und ein 2-Monaten altes Kind + Mutter zurückzulassen wäre natürlich genauso schwierig.
AN links 12,5 mm x 6 mm // T3 mit kleinen Teilen im inneren Gehörgang // OP am 27. Februar 2017 durch Prof. Rosahl in Erfurt // Post-operativ: Facialisparese, Gehör teilweise erhalten, begrenzter Schwindel
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