die Abstände in denen ich nach meiner OP hier war sind lang gewesen. Das hängt auch damit zusammen, dass es mir einfach zeitweise zu schlecht geht.
Ich habe hier bisher wenig über Fälle wie mich gelesen, deshalb denke ich, ist es wichtig auch in einer negativen Entwicklung nach einer OP zu berichten.
Meine OP in Halle war vor 14 Monaten. Seitdem habe ich Dauerschmerzen. Das heißt ich habe immer Kopfschmerzen (mittlerweile auch Nackenschmerzen durch Schonhaltung), morgens, mittags, Abends, nachts. Ich war in der Zeit zweimal notfallmässig Stationär, weil die Schmerzen manchmal so schlimm sind, dass ich komplett durchdrehe und nur noch schreie.
Keine Ahnung wie meine Familie das mit mir aushält, aber ohne meine Lieben, die um mich kämpfen und einfach nicht aufgeben, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr. Ich liess mich auch psychotherapeutisch beraten, war bei verschiedenen Osteopathen und Heilpraktikern, Orthopäden, Kieferorthopäden usw. und habe mich in insgesamt 4 Schmerzkliniken vorgestellt.
U.a. in Kiel bei unserem deutschen Kopfschmerzguru. Dort wurde ich als chronisch entlassen, unheilbar, mit folgender Medikation täglich: Opiod-Einstellung, 90mg Arcoxia, Antidepressiva und als Notfallmedikament Tavor. Damit möchte ich verdeutlichen, dass es für mich wohl zukünftig nur zwei Lebensarten gibt. Entweder Schmerzen irgendwie aushalten, oder zugedröhnt mit katastrophalen Leberwerten dahin zu vegetieren.
Ein Mitglied hat hier geschrieben, ihr wurde von ärztlicher Seite zur Bestrahlung geraten, sie könnte nach der OP zum Pflegefall werden. Ja, ist durchaus möglich!!
Hört sich alles verbittert an!? Ja, stimmt, bin ich.Von der Powerfrau ist nicht mehr viel übrig geblieben. Fast 30kg Gewichtszunahme, seit der OP krank geschrieben, viel Lebensqualität verloren...
Aber das Allerschlimmste ist und war, dass ich nach der OP quer durch die Republik irrte um Hilfe zu finden. Die meisten Ärzte und besonders die Schmerztherapeuten waren total überfordert. Ein Schmerztherapeut ist oftmals Anästhesist und stellt dich nur mit Medikamenten ein.
Keiner sucht mehr nach der Ursache, wenn das MRT unauffällig ist. Außer vielleicht ein paar Privatärzte.... die nehmen sich etwas mehr Zeit, aber auch ohne Ergebnis, weil viele Ärzte einfach keine Erfahrung mit AN-Operierten haben.
Interessant ist auch, dass ab 6 Monaten nach OP meine Beschwerden nicht mehr postoperativ sind, sondern chronisch.. Aha, und was heißt das jetzt!?
Ich habe mich damals durch die Seite hier, nicht nur, aber auch zur OP beeinflussen lassen.
Vielleicht gibt es ja auch Ideen und Möglichkeiten, wie man Patienten begleiten kann, bei denen es nach der OP nicht so gut läuft. Wo finden wir Hilfe, welche Ärzte kennen sich mit postoperativen Problemen nach einer AN-OP aus?
Ich hätte mir echt gewünscht, irgendwo an einen kompetenten Arzt zu geraten, der mich nach der OP begleitet hätte und mir weitere Untersuchungen verordnet hätte und und und....
Viele Grüße
BellaNRW
