bei mir wurde am 02.10.2014 nach jahrelangen Irrwegen durch sämtliche medizinische Instanzen bei einer MRT-Untersuchung das AN gefunden - intrameatal 7x5x5 mm - und ich war erleichtert. Die Ärztin konnte meine Reaktion kaum glauben und die Verwirrung war ihr anzusehen. Aber ich war einfach nur froh, endlich eine Diagnose bekommen zu haben.
Sofort habe ich dann im Internet nach Informationen geforscht und bin auf dieses Forum gestoßen. Tagelang habe ich die Informationen in mich reingezogen, das Forum mit den einzelnen Leidensgeschichten, Ängsten und Mutmachern gelesen und möchte für diese Einrichtung hier meine allergrößte Hochachtung an die Organisatoren und Moderatoren aussprechen. Egal wo ich mich im Internet noch rumgetrieben habe, ich bin immer wieder hier gelandet.
Ich möchte mich hiermit kurz vorstellen:
Ich bin 52 Jahre jung, habe zwei erwachsene Kinder (25 und 33 Jahre), bin seit 1998 verwitwet, war mein ganzes Leben lang vollbeschäftigt in meinem Beruf als Verwaltungsangestellte tätig, habe sehr viele Schicksalsschläge hinter mir, mich danach immer wieder aufgerappelt und lernte dann meinen jetzigen Lebensgefährten kennen, mit dem ich seit 2 Jahren zusammenlebe. Und ausgerechnet jetzt kippe ich laufend aus den Latschen
In diesen letzten 2 Jahren hatte ich zwei Ohnmachtsanfälle und 2 Stürze, vom täglichen Schwindel rede ich schon gar nicht mehr. Erst der letzte Ohnmachtsanfall veranlasste die Ärzte dann zu intensiveren Untersuchungen, obwohl ich auch hierbei sehr energisch vorgehen musste und den Ärzten teilweise konkret sagen musste, welchen Schritt ich von ihnen erwarte. Leider ist es immer noch so, dass man als übergewichtiger Mensch auf die damit verbundene Symptomatik beschränkt wird und sich doch etwas mehr bewegen solle, später kam dann noch die Äußerung, dass vielleicht alles nur psychosomatisch sei. Seit 2 Jahren verläuft mein Arbeitsleben auch zunehmend stressiger (wer kennt das nicht?) und so war ich im berühmten Hamsterrad gefangen. Schwindel, Übelkeit, Ohrenrauschen, Pfeifen in den Ohren, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Probleme beim Treppensteigen, schwankender Gang mit Fallneigung nach links, waren an der Tagesordnung. Aber das lag ja alles am Stress.
Zunehmend litt ich an Konzentrationsstörungen, da mein Tagesablauf immer wieder durch die Symptome gestört wurde und ich mich kaum noch auf meine Arbeitsabläufe konzentrieren konnte.
Mein Arbeitgeber bot Anfang des Jahres ein Sportprogramm an und der zuständige Arzt erkannte meine depressive Phase und riet mir eine sofortige Reha anzutreten, die natürlich prompt abgelehnt wurde. Mein Hausarzt schickte mich dann am 10.07.2014 in den Krankenstand, ich solle erst einmal zur Ruhe kommen. Ich danke ihm dafür. Der Ohnmachtsanfall im August war dann der Beginn einer weiteren ärztlichen Irrfahrt mit dem jetzt bekannten Ergebnis.
Für mich war sofort klar, dass nur eine OP in Frage kommt. Ich vertrete die Meinung: Trenn dich von allem, was dich krank macht. Damit sind nicht nur medizinische sondern auch persönliche Dinge betroffen. Also begab ich mich hier im Forum auf die Seiten der Mitglieder, die das schon hinter sich gebracht hatten. Danke dafür!
Ich entschied mich für das INI Hannover, Prof. Samii (obwohl ich Kassenpatient bin). Die Kostenübernahmeanfrage bei meiner Krankenkasse läuft. Da ich nicht weiß, welche Zusatzkosten auf mich zukommen werden, habe ich noch weitere Ärzte gesucht. Zwischenzeitlich habe ich aber zusätzlich noch Kontakt mit der UKH, Prof. Strauß aufgenommen, dort habe ich bereits am 22.10.2014 einen Gesprächstermin.
Was ich als Neuling allen nach mir kommenden Neulingen nur mit auf den Weg geben kann, ist eigentlich mein obiger Betreff: Entscheidungsfindung ist das Wichtigste. Glaubt mir, wenn man erst eine Entscheidung getroffen hat, fühlt man sich richtig gut. Und danach kann man mit den nächsten Fragen fortfahren und die nächste Entscheidung treffen.
Das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Ich wollte mich hiermit nur kurz vorstellen und nicht immer nur im Hintergrund die Informationen aufsaugen sondern auch einmal dafür DANKE sagen.
Jetzt bin ich dabei meinen Fragenkatalog für das Gespräch mit Prof. Strauß zu erstellen und werde mich sicherlich dann hier nochmals melden und berichten.
Viele Grüße
Lola
noch eine Bitte an die Moderatoren:
Ich habe wahrscheinlich das typische Anfängerproblem und habe diesen Beitrag als neuen Forenbeitrag eingestellt. Sollte dies nicht korrekt sein, dann hängt mich bitte irgendwo dran. Vielen Dank
