ich möchte euch nun von meiner OP in Tübingen und der anschließenden Reha berichten, da mir solche Berichte damals sehr hilfreich waren.
Meine OP ist nun 8 Wochen her. Ich wurde von Herrn Prof. Tatagiba operiert. Um 8:20 Uhr bekam ich meine Narkose und um 12:20 Uhr war ich wieder wach. Nach 2 Stunden Intensivstation wurde ich auf mein Zimmer verlegt, allerding noch mit einigen Schläuchen/Maschinen, etc. Gegen 16 Uhr bekam ich meinen ersten Besuch, war aber zu schwach, um mit ihnen zu sprechen. Mein Kopf tat sehr weh. Die erste Nacht war schlaflos, da ich nicht genau wusste wie ich mich hinlegen soll, weil der Kopf so weh tat. Am nächsten Morgen ab ca. 8 Uhr war es schon wieder einiger maßen in Ordnung, jedoch bekam ich auch Schmerzmittel. Ich war schwach auf den Beinen, aber es ging mir für solch eine OP relativ gut. Auch meine Verwandten wunderten sich, dass ich so „fit“ war. Natürlich haben Schmerzmittel geholfen, aber mir ging es wirklich relativ gut. Als am nächsten Tag die Maschinen und Kabel und Schläuche entfernt wurden, versuchte ich die ersten Schritte zu machen. Zu Beginn mit einer Physiotherapeutin, die ich aber nicht gebraucht habe, weil ich keinerlei Gleichgewichtsstörungen oder Schwindel hatte. Mein rechtes Auge konnte ich nicht ganz schließen, dies bemerkte ich aufgrund der Trockenheit im Auge. Mein linkes Auge ging ganz leicht zu. Also musste ich regelmäßig Augentropfen nehmen. Nach nun 5 Wochen (+ täglichen Augentropfen) kann ich es fest schließen. Leider ist es immer noch ab und zu gereizt.. Facialisparese hab ich auf der rechten Seite, aber laut Ärzten sollte sich das in ca. 3 Monaten zurückbilden. Und tatsächlich heute nach 2 Monaten ist es schon viel besser. Ich wurde planmäßig nach 5 Tagen bereits aus dem Krankenhaus entlassen und nach 10 Tagen konnte ich bereits freihändig Fahrrad fahren
Ein Teil (5 %) des Tumors wurden jedoch nicht entfernt, da dieser Teil zu stark mit dem Gesichtsnerv verwachsen war. Tatagiba entschied also diesen Teil drinne zu lassen, da 5 % sehr wenig sind. Diese 5 % werden jetzt halbjährlich über ein MRT beobachtet. Einer solch großen Operation – auch wenn der Tumor wieder wachsen sollte wovon Tatagiba nicht ausgeht – muss ich mich jedoch nicht unterziehen. Der kleine Teil kann auf andere Weise entfernt werden.
Im Großen und Ganzen bin ich sehr froh wie es gelaufen ist. Prof. Tatagiba ist ein toller Arzt, der mir sehr geholfen hat. Ich bin froh, dass ich es hinter mir habe und dass ich mich so toll fühle. Mein nächster Termin in Tübingen ist im Juli. Vorab muss ich mich einem MRT unterziehen, mit der Hoffnung, dass die 5 % auch nicht gewachsen sind.
Alles Gute an all diejenigen, die die OP noch vor sich haben. Ich fand es wichtig, meine Geschichte mitzuteilen, da wie schon oben erwähnt, mir solche Beiträge zu Beginn sehr hilfreich waren.
Und vielen Dank an dieses Forum im Allgemeinen. Die Betreiber und diejenigen, die ihre Erfahrungen hier mit uns teilen.
Liebe Grüße
roro62
