vielen Dank erst einmal für dieses gute und umfangreiche AN-Forum! Ich habe mich im Vorfeld der OP schon hier parallel informiert und möchte jetzt gerne von meinem eigenen Krankheits- und OP-Verlauf berichten.
Vor ca. 1,5 Jahren bemerkte ich "komische" Geräusche im re. Ohr. Der HNO-Arzt hat einen Tinnitus diagnostiziert und konservative Therapie empfohlen. Eine Hörminderung war kaum spürbar, nur das Geräusch war störend.
Nach weiteren Untersuchungen wurde durch ein MRT bei mir ein
Akustikusneurinom (re. Ohr) mit einer Größe von 2,5 cm festgestellt.
Das AN wurde am 02.09.2011 durch Prof. Samii im INI Hannover vollständig entfernt. Ich wurde aus dem Krankenhaus nach 2 Wochen am 16.09.2011 entlassen und bin seitdem zu Hause.
Direkt nach der OP litt ich zunächst an Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen, die aber nach wenigen Tagen mit Hilfe von Physiotheraphie fast vollständig verschwanden.
Der Tinnitus re. hat sich nach der OP vom Geräusch her stark verändert und ist deutlich lauter geworden. Es ist ein störendes, pulssynchrones Ohrgeräusch geworden. Die Lautstärke ändert sich zeitweise und zusätzlich kommt teilweise ein unangenehmes Piepen dazu. Ich habe im re. Ohr ein Gefühl von Wasser/ Taubheit. Es besteht z.Zt. eine schwere Hörminderung re. von 80 dB.
Zusätzlich hat sich bei mir ca. 10 Tagen nach der OP eine Fazialisparese Grad II-III re. eingestellt, die nach ca. weiteren 3 Wochen aber fast vollständig wieder weggegangen ist.
Meine größte Sorge ist jetzt der weitere Heilungsverlauf:
1.) Was ist mit den Ohrgeräuschen re.?
In welchem zeitlichen Rahmen werden die Beschwerden abnehmen oder bleiben die Geräusche ggf. für immer?
2.) Ist damit zu rechnen, dass ich auf Dauer re. wieder etwas besser hören kann, wenn der Tinnitus weg ist?
Falls mir jemand Hinweise oder Tipps geben kann, wäre ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
PaulR
männl. 32 Jahre alt, AN-Größe: 2,5 cm, OP am 02.09.2011 im INI Hannover, Tinnitus re., Hörminderung re. (80dB), Fazialisparese re. Grad II-III nach 3 Wochen fast verschwunden.
