Hallo ANFux,
das mit der Bestrahlung wusste ich gar nicht. Mir hatte man gesagt die Schwellung könne bis zu einem halben Jahr andauern. Na dann kann ich ja noch hoffen, dass das blöde Ding vielleicht doch "stillgelegt" wurde..
Ja, na dann probiere ich mal alles zusammen zu bekommen
Also wirkliche Symptome, außer starke Kopfschmerzen hatte ich eigentlich nicht bewusst. Mir was schon manchmal schwindelig, aber darüber hab ich mir nie Gedanken gemacht. Dachte dann zu wenig getrunken oder so.. Zum Arzt bin ich wirklich nur gegangen wegen meiner starken Kopfschmerzen, die ich schon über Jahre hatte. Doch mir wurde immer nur gesagt, ich hätte Migräne. Habe dann immer Schmerzmittel bekommen.
Im August 2009 bin ich dann wieder zum Arzt gegangen, weil ich mittlerweile einen ganzen Monat, jeden Tag starke Kopfschmerzen hatte und ich nicht jeden Tag weiter Tabletten nehmen wollte.
Meine Hausärztin überwies mich zum Orthopäden und zum Neurologen. Sie war aber eher der Meinung, ich hätte wegen meines Übergewichtes Nacken- und Rückenprobleme. Etwas anderes wäre ja fast ausgeschlossen, weil ich ja noch so jung bin. (23 damals).
Naja ich bin dann trotzdem zuerst zum Neurologen gegangen, weil mein Vater darauf bestand, der ein halbes Jahr zuvor ebenfalls am Kopf operiert wurde, weil er einen gutartigen Tumor hatte.
Der verordnete sofort ein MRT. Ja dort wurde dann ein über 3cm großes AN festgestellt. Da der so groß war musste dann alles schnell gehen irgendwie. Mein Neurologe riet mir ins Berliner Vivantes Klinikum Neukölln zu gehen.
Ja dort bin ich dann auch hin. Ich sollte so schnell wie möglich operieren, eine andere Wahl hatte ich gar nicht. Eine Bestrahlung wäre bei der Größe nicht gegangen und drin bleiben konnte er auch nicht, weil mein Zustand wohl schon kritisch betrachet wurde. Ich hatte dann 3 Wochen später einen OP-Termin beim Chefarzt PD Dr.med. Andreas Jödicke.
Ja wie gesagt, so getan. Ich hatte dann am 17.Sept.2009 meine Operation. Sie dauerte ungefähr 10 Stunden. Nach deren Aussagen gab es keine Komplikationen, sie mussten nur einen Resttumor drinnen lassen, weil sie sonst meine Gesichtsnerven hätten beschädigen müssen. 2 Tage lag ich auf der Intensiv, eine Woche dann noch auf der normalen Station. Mir ging es sehr schlecht die ersten Tage. ich konnte meine Augen nicht öffnen, da mein Gleichgewichtsnerv kaputt gegangen war und ich mich, wenn ich die Augen öffnete, sofort übergeben musste, weil mir so schwindelig war und ich keinen festen Blick fassen konnte. Ich könnte es so beschreiben, als wenn ich dauerhaft schnell gedreht wurde.
Also die Schäden nach der OP sind:
- Rechtsseitig taub
- Gleichgewichtsverlust, rechts / Schwindel
- starke Lichtempfindlichkeit bei Sonne
- plötzlich auftetende, starke Kopfschmerzen.
- Tinnitus, dauerhaft
Nach dem Krankenhausaufehthalt war ich etwa 3 Wochen zu Hause und bin dann zu einer ambulanten Reha gegangen einen Monat lang. Laufen viel mir sehr schwer, da mir immernoch sehr schwindelig war. Den Schwindel habe ich heute übrigends immernoch. Nicht mehr so schlimm, aber er ist noch da.
Arbeitsunfähig war ich dann bis Februar 2010. Da ich mich in meiner Ausbildung befand, wollte ich unbedingt wieder arbeiten. Das war eine sehr schwere Zeit, da ich mich nur schlecht konzentrieren konnte und mir immer wieder schlecht und schwindelig wurde, sodass ich nach Hause fahren musste. Im Mai hatte ich meine Abschlussprüfung, die habe ich noch durchgezogen und zum Glück auch bestanden.
Im Juni glaube ich hatte ich dann wieder ein Kontroll MRT, wo dann zu erkennen war, dass der Resttumor gewachsen war. Nach der OP war es wirklich nur ein kleiner, länglicher Rest, doch nun war es wieder eine kleine Kugel. 4mm Durchmesser ungefähr.
Wir beschlossen bei mir eine Bestrahlung durchzuführen. Auch dies konnte ich im Krankenhaus Neukölln, Berlin machen. Etwa einen Monat lang bin ich dann täglich bei dieser Betrahlung gewesen. Nebenwirkungen dieser bestrahlung waren teilweise starke Kopfschmerzen, starker plötzlicher Schwindel, leichte Übelkeit und stellenweise Haarausfall. Aber auch das habe ich geschafft und erhoffte mir einen Erfolg.
Seit November 2010 arbeite ich jetzt wieder. So richtig ist die Konzentrationsfähigkeit noch nicht da und ich hab seit der OP Probleme mir Sachen zu merken. Das fordert mich sehr und ich setze mich auch ziemlich unter Druck, glaube ich. Naja..
Also ich muss seit der OP alle 6 Monate zum MRT und einmal im Jahr zur Kontrolle zu dem Bestrahlungsarzt, welcher am 26.Aug.11 war, wo der Bestrahlungsarzt mich so verunsichert hat, wegen meiner Bilder aus März11. Der Resttumor hatte dort einen Durchmesser von 9mm.
So.. Morgen habe ich nun mein nächstes MRT. Den Befund bekomme ich aber erst nächsten Dienstag. Bis dahin muss ich noch aushalten.
Ich hoffe, ich habe jetzt alles genannt, was wichtig war

..
Falls nicht, könnt ihr mir gerne Fragen stellen, ich beantworte euch gern alles

...
Bis dahin, liebe Grüße und auch alles Gute...
lolo1986