Rezidiv nach OP und nach Bestrahlung
Verfasst: 22.02.2014, 14:09
Hallo an alle!
Ich bin neu hier im Forum und möchte Euch meine Erfahrungen mitteilen. Ich freue mich auf Antworten mit Erfahrungen und Tipps....
Ich bin 1974 geboren, habe 12 Jahre in den USA gelebt, wo 1998 durch einen Unfall (ein Metallregal ist mir auf den Kopf gefallen) ein AN (linksseitig 3.6cm) gefunden wurde. In Vorbereitung habe ich 2x vorher Blut gespendet und wurde dann sehr kurzfristig nach der Diagnose in St. Louis, MO, von Dr. Backer und Dr. Kletzker operiert. Der Tumor soll komplett entfernt worden sein. 7 Tage Krankenhaus, dann ohne Nachsorge entlassen. Durch die OP bin ich seitdem linksseitig taub. Leichte Facialisparese. Leichte Gleichgewichtsstörungen. Ich habe ein konstantes Rauschen und Fiepen, sowie zeitweise ein Tinnitusgeräusch zusätzlich. Zudem habe ich Hyperakusis, was mit meinen 4 Kindern manchmal etwas schwierig ist. Kopfschmerzen sind leider seit ein paar Monaten wieder mehr präsent, sowie nun auch Übelkeit.
Kontroll-MRT in den USA haben gezeigt, dass der Tumor komplett entfernt wurde.
2009 sind wir von den USA nach Dtld. umgezogen. Ein MRT in 2009 zeigte dann ein Rezidiv von 10mm. MRT in 2011 14mm. Ich habe mich dann für das GammaKnife in Krefeld entschieden, da ich nicht nochmal operiert werden wollte und mein HNO in Bielefeld (damaliger Wohnort) sehr gute Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht hat. Ein MRT 07/2013 zeigte erneutes Wachstum 21mm.
Seit 08/2012 wohnen wir jetzt in Friedrichshafen am Bodensee.
Nach dem Umzug habe ich mich nach einem neuen HNO, Neurologen umgesehen. Das MRT von 2013 wurde in Ravensburg gemacht. Die Ergebnisse wurden mir nicht sofort mitgeteilt, sondern ich wurde an einen Neurologen verwiesen, da ich meine vorherigen Bilder nicht dabei hatte.
Der Neurologe hat mir auch nichts direktes gesagt, sondern mich gebeten, meinen Fall der neurovaskulären Konferenz in Ravensburg vorzustellen. Nach einem Telefonat mit der Sekretärin hat mein Mann dann meinen Ordner dort vorbei gebracht. Nach ein paar Wochen (Sommerferien) hatte ich immer noch nichts gehört und nachgefragt. Meine Unterlagen verschwunden. SCHOCK!! Es dauerte bis Januar 2014, bis meine Unterlagen gefunden wurden und ich die Nachricht (von Dr. Schaudacher, Neurologe in Ravensburg) bekam, dass das Rezidiv trotz Bestrahlung weiter gewachsen war und eine OP wahrscheinlich notwendig wäre.
Ich hatte am 18.02.14 einen Termin bei Dr. Fijen in Ravensburg. Der 'neue' Tumor ist nun 21mm (Stand 07/2013) und drückt komplett wieder in den Hirnstamm. Der Meinung einer neuen OP stimme ich zu. Dr. Fijen hat mir gesagt, er könne operieren, würde mir aber raten, einen Spezialisten aufzusuchen. Er hat mir die Namen Prof. Dr. Tatagiba in Tübingen und Prof. Dr. Tonn in München gegeben.
Nachdem ich hier viele Beiträge gelesen habe, bin ich Dr. Fijen dankbar, dass er mich in diese Richtung gelenkt hat. Nun habe ich in Tübingen und München angerufen, um Termine zu machen. Die Sprechstunde ist, verständlicherweise, erst nach einer neuen MRT Untersuchung möglich. Der nächstmögliche Termin für mich ist am 18.03.14 in Wangen i.A. Ravensburg bekommt eine neue Maschine und ist erst wieder im April offen.
Ich fühle mich im Augenblick ziemlich schlecht, da Dr. Fijen ein Beschädigen des Facialis als unabwendbar ansieht.
In den Beiträgen hier im Forum ist generell ein sehr gutes Feedback aus Tübingen, so dass ich aus dem Bauch heraus dort operiert werden möchte.
Zusätzlich belastet mich die Warterei, jetzt zieht sich alles noch weiter hinaus.
Ich suche nun nach Tipps, wie ich die Wartezeit gut überstehen kann. Ich kämpfe schon seit längerem mit Depressionen (die vielleicht auch mit dem Tumor an sich zusammenhängen – ich habe hier im Forum etwas über Hormone und AN gelesen). Diese Energielosigkeit macht mir sehr zu schaffen, da ich auch weiss, dass körperliche Bewegung, positive Einstellung, etc. der Situation und auch OP und Reha zu besseren Erfolgen verhelfen.
Ausserdem suche ich nach Erfahrungen bzgl. Rehabehandlungen. Nach meiner OP 1998 in den USA wurde ich nach 7 Tagen nach Hause entlassen. Zum Glück konnten mir meine Eltern eine Woche noch helfen (duschen, anziehen, spazierengehen, essen kochen, etc.), da ich alleine nicht zurecht gekommen wäre. Ich sollte vor dem Spiegel einige Muskelübungen machen. Diese haben mir solche Kopfschmerzen bereitet, dass ich sie nur sehr wenig gemacht habe. Daraufhin habe ich mich dann schlecht gefühlt, weil ich sie nicht gemacht habe...
Genauere Symptome werde ich in einem anderen Beitrag beschreiben.
LG,
SLK
Ich bin neu hier im Forum und möchte Euch meine Erfahrungen mitteilen. Ich freue mich auf Antworten mit Erfahrungen und Tipps....
Ich bin 1974 geboren, habe 12 Jahre in den USA gelebt, wo 1998 durch einen Unfall (ein Metallregal ist mir auf den Kopf gefallen) ein AN (linksseitig 3.6cm) gefunden wurde. In Vorbereitung habe ich 2x vorher Blut gespendet und wurde dann sehr kurzfristig nach der Diagnose in St. Louis, MO, von Dr. Backer und Dr. Kletzker operiert. Der Tumor soll komplett entfernt worden sein. 7 Tage Krankenhaus, dann ohne Nachsorge entlassen. Durch die OP bin ich seitdem linksseitig taub. Leichte Facialisparese. Leichte Gleichgewichtsstörungen. Ich habe ein konstantes Rauschen und Fiepen, sowie zeitweise ein Tinnitusgeräusch zusätzlich. Zudem habe ich Hyperakusis, was mit meinen 4 Kindern manchmal etwas schwierig ist. Kopfschmerzen sind leider seit ein paar Monaten wieder mehr präsent, sowie nun auch Übelkeit.
Kontroll-MRT in den USA haben gezeigt, dass der Tumor komplett entfernt wurde.
2009 sind wir von den USA nach Dtld. umgezogen. Ein MRT in 2009 zeigte dann ein Rezidiv von 10mm. MRT in 2011 14mm. Ich habe mich dann für das GammaKnife in Krefeld entschieden, da ich nicht nochmal operiert werden wollte und mein HNO in Bielefeld (damaliger Wohnort) sehr gute Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht hat. Ein MRT 07/2013 zeigte erneutes Wachstum 21mm.
Seit 08/2012 wohnen wir jetzt in Friedrichshafen am Bodensee.
Nach dem Umzug habe ich mich nach einem neuen HNO, Neurologen umgesehen. Das MRT von 2013 wurde in Ravensburg gemacht. Die Ergebnisse wurden mir nicht sofort mitgeteilt, sondern ich wurde an einen Neurologen verwiesen, da ich meine vorherigen Bilder nicht dabei hatte.
Der Neurologe hat mir auch nichts direktes gesagt, sondern mich gebeten, meinen Fall der neurovaskulären Konferenz in Ravensburg vorzustellen. Nach einem Telefonat mit der Sekretärin hat mein Mann dann meinen Ordner dort vorbei gebracht. Nach ein paar Wochen (Sommerferien) hatte ich immer noch nichts gehört und nachgefragt. Meine Unterlagen verschwunden. SCHOCK!! Es dauerte bis Januar 2014, bis meine Unterlagen gefunden wurden und ich die Nachricht (von Dr. Schaudacher, Neurologe in Ravensburg) bekam, dass das Rezidiv trotz Bestrahlung weiter gewachsen war und eine OP wahrscheinlich notwendig wäre.
Ich hatte am 18.02.14 einen Termin bei Dr. Fijen in Ravensburg. Der 'neue' Tumor ist nun 21mm (Stand 07/2013) und drückt komplett wieder in den Hirnstamm. Der Meinung einer neuen OP stimme ich zu. Dr. Fijen hat mir gesagt, er könne operieren, würde mir aber raten, einen Spezialisten aufzusuchen. Er hat mir die Namen Prof. Dr. Tatagiba in Tübingen und Prof. Dr. Tonn in München gegeben.
Nachdem ich hier viele Beiträge gelesen habe, bin ich Dr. Fijen dankbar, dass er mich in diese Richtung gelenkt hat. Nun habe ich in Tübingen und München angerufen, um Termine zu machen. Die Sprechstunde ist, verständlicherweise, erst nach einer neuen MRT Untersuchung möglich. Der nächstmögliche Termin für mich ist am 18.03.14 in Wangen i.A. Ravensburg bekommt eine neue Maschine und ist erst wieder im April offen.
Ich fühle mich im Augenblick ziemlich schlecht, da Dr. Fijen ein Beschädigen des Facialis als unabwendbar ansieht.
In den Beiträgen hier im Forum ist generell ein sehr gutes Feedback aus Tübingen, so dass ich aus dem Bauch heraus dort operiert werden möchte.
Zusätzlich belastet mich die Warterei, jetzt zieht sich alles noch weiter hinaus.
Ich suche nun nach Tipps, wie ich die Wartezeit gut überstehen kann. Ich kämpfe schon seit längerem mit Depressionen (die vielleicht auch mit dem Tumor an sich zusammenhängen – ich habe hier im Forum etwas über Hormone und AN gelesen). Diese Energielosigkeit macht mir sehr zu schaffen, da ich auch weiss, dass körperliche Bewegung, positive Einstellung, etc. der Situation und auch OP und Reha zu besseren Erfolgen verhelfen.
Ausserdem suche ich nach Erfahrungen bzgl. Rehabehandlungen. Nach meiner OP 1998 in den USA wurde ich nach 7 Tagen nach Hause entlassen. Zum Glück konnten mir meine Eltern eine Woche noch helfen (duschen, anziehen, spazierengehen, essen kochen, etc.), da ich alleine nicht zurecht gekommen wäre. Ich sollte vor dem Spiegel einige Muskelübungen machen. Diese haben mir solche Kopfschmerzen bereitet, dass ich sie nur sehr wenig gemacht habe. Daraufhin habe ich mich dann schlecht gefühlt, weil ich sie nicht gemacht habe...
Genauere Symptome werde ich in einem anderen Beitrag beschreiben.
LG,
SLK