Hörtest zur Ermittlung eines Resthörens..

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Mimmi
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Hörtest zur Ermittlung eines Resthörens..

Beitrag von Mimmi » 17.12.2012, 00:50

Hallo

Ich muss im Januar zum Hörtest um festzustellen ob ich auf dem linken Ohr doch noch ein Rest-Hörvermögen habe. Kann mir jemand sagen wie ein solcher Test zur Feststellung der Rest-Hörvermögens abläuft? Läuft der gleich ab wie ein normaler Hörtest? :?:

Vielen Dank

Mimmi
1985, AN links, ca. 4 x 4 x 3 cm. Verlagerung von Hirnstamm und 4. Ventrikel, komplette Entfernung durch OP am 18.09.2012 in Basel. linksseitige Taubheit. leichte Fascialisparese links, ausgeheilt. leichte Gesichtsschmerzen links.
Amsel
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Re: Hörtest zur Ermittlung eines Resthörens..

Beitrag von Amsel » 17.12.2012, 10:03

Hallo Mimmi,

bei mir wurden ganz "normale" Hörtests gemacht, in der Kabine mit verschiedenen Tonhöhen in ansteigender Lautstärke, außerdem ein Wort- und Zahlenverständnistest in ansteigender Lautstärke.
Schon nach diesem Tests wurde mir gesagt, dass ich quasi taub wäre. (hatte selbst diesem Zeitpunkt nur noch Geräusche wahrgenommen, die sehr laut waren)

Zusätzlich ein Test, bei dem ich mitten im Raum saß, um mich heraum mehrere Lautsprecher, auf einen wurde ein Störgeräusch gelegt in ansteigender Lautstärke, und ich mußte Wörter nachsprechen.

Bei einem anderen Test (Promontorialtest) wurde überprüft, ob mein Hörnerv noch intakt ist. Dieser Test soll allerdings nicht 100 % sicher sein.

Ich wünsche dir viel Glück für Januar! :D

Alles Gute und herzliche Grüße von

Amsel
*1962/w. Diagn. Mai 2011: AN rechts, 13mm x 8mm x 7mm, intra- und extrameatale Anteile, rechts taub und Tinnitus, OP: September 2011, Uni-KH Erlangen - Otochirurgie (Prof. Iro/Prof. Zenk), translabyrinth. Zugang
nä. Kontr.-MRT: März 2021 [verschoben]
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Re: Hörtest zur Ermittlung eines Resthörens..

Beitrag von snowdog » 17.12.2012, 11:01

Hallo Mimmi,

die Aussagefähigkeit eines Hörtests ist relativ -
in deinem Fall geht es zum einen um die Feststellung des
Resthörvermögens (absoluter Wert anhand von Testtönen und
Frequenzen, die durch die Testperson mittels Signalgeber
quittiert werden), aber auch um die eingetretene Veränderung
seit der Operation.

Um möglichst relevante Ergebnisse zu erzielen, sollte der
Hörtest exakt so ausgeführt werden, wie vor der Operation
(Vergleichbarkeit).

Aus eigener Erfahrung habe ich hier sehr starke schwankende
Rahmenbedingungen vorgefunden -
der Kontrolltest beim HNO in einer nicht wirklich schalldichten
Kabine, das Verfahren über Kopfhörer einseitig gesendeter
Signale (auf der gesunden, dann auf der operierten Seite),
die Knochenschallübertragung (Mikro an den Schädelknochen) -
verlief ganz anders als der Test in der HNO-Klinik
(wirklich schallisolierter Raum, diverse Schallsignale Töne,
Rauschen, Piepsen, Sprache), der wohl "echtere" Ergebnisse
erbracht hat.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
Tobi

Re: Hörtest zur Ermittlung eines Resthörens..

Beitrag von Tobi » 18.12.2012, 18:02

Hallo Mimmi,

du kannst mit zwei Kopfhörern schon einen kleinen Minihörtest selber machen. Auf youtube (zum Beispiel) kannst du "Rauschen" suchen, das laut stellen (nicht zu laut!!!) und den Kopfhörer auf die gesunde Seite stecken. Damit verhindest du die Wahrnehmung auf der Seite. Den zweiten Kopfhörer steckst du dann an ein anderes Gerät (Handy zum Beispiel) und steckst den Knopf in das beschädigte Ohr. Darauf spielst du dann in zunehmender Lautstärke irgendwelche Töne wie Musik etc.! Beachte aber bitte auch hier nicht zu laut zu werden, denn auch wenn das Ohr nicht mehr hört, so schadet Lautstärke trotzdem und kann zu Schmerzen oder noch mehr Tinnitus führen. So wirst du bemerken, ob du subjektiv überhaupt noch was brauchbares wahrnehmen kannst. Objektiv wird das dann in verschiedenen Tonlagen beim HNO überprüft.

Das in professionell wird mit dir dann auch wahrscheinlich im HNO Bereich der Klinik gemacht. Ich war in zwei Kliniken und bei beiden war es so wie von mir beschrieben, nur natürlich mit professionellen Werkzeug. ;-)

Viele Grüße
Tobi
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