Diagnose AN mit Schwindel
Verfasst: 13.11.2012, 09:42
Hallo,
ich schreibe für meinen Mann, der sich durch das Lesen hier im Forum nicht belasten möchte.
Am 13. Juni hatte mein Mann DMP für seinen Diabetes und ging vorher zu seinem HNO, weil er dachte, er hätte wieder eine Mittelohrentzündung. Druckausgleich ging, aber es waren Löcher im Trommelfell, aber kein Hinweis auf Mittelohrentzündung. Der HNO reinigte das Ohr und empfahl das Ohr zu ölen und die Nasendusche einzusetzen. Dieses befolgte mein Mann und am nächsten Morgen hatte er starke Benommenheit und Schwindel. Außerdem verstärkten sich die Missempfindungen, die mein Mann seit vielen Monaten hatte, wie Taubheitsgefühl hinter dem betroffenen Ohr, Kribbeln unter der gesamten Schädeldecke, stark hervorgerufen und ausgeprägt bei Harndrang. Es besteht auch eine Harndranginkontinenz. Nach ca. 2 Wochen Beschwerden ging mein Mann zur Hausärztin, zum HNO und zum Neurologen. Es wurden die einfachen Schwindelteste durchgeführt. Die Ärzte konnten allerdings nichts finden, was den Schwindel verursachen könnte. Zu den anderen Beschwerden konnte man nichts sagen. Mein Mann hatte meist Schwankschwindel, aber ab und zu auch Drehschwindel. Es hieß, dass man entweder das eine oder das andere hat. Beim abschließenden Gespräch mit dem HNO fragte mein Mann nach einem MRT. Der Arzt befürwortete das sofort und schrieb Überweisungen an eine HNO-Klinik zur Untersuchung und Schwindeltest und an die Radiologie.
Das MRT ergab dann die Diagnose: Die rechte KHBW Region zeigt intrameatal eine ca. 4 mm durchmessende glatt berandete rundliche RF mit homogener KM-Aufnahme, DD Acusticusschwannom. Der linke KHBW frei einsehbar. Unauffällige Abgrenzbarkeit des 7. und 8. Hirnnerven.
Zur weiteren Abklärung überwies der HNO an die Uni Essen. Dort waren am Anfang August ausführliche Hörteste und Schwindelteste. Das Ergebnis wurde uns mündlich mitgeteilt.
Das Hörvermögen ist nicht stark beeinträchtigt und es besteht der Verdacht auf ein Akustikusneurinom. Man könnte es operieren. Nähere Ausführungen wollte der Arzt nicht machen. Es soll Anfang September ein interdisziplinäres Konsil stattfinden, in dem der Fall vorgestellt werden soll. Danach sollten wir einen schriftlichen Bescheid bekommen und evtl. noch einmal ein Gespräch stattfinden. Die Ärzte und MTAs waren sehr freundlich, alles in allem war der Termin allerdings unbefriedigend.
Nach der Erstdiagnose hatte ich schon dieses Forum gefunden. Die Informationen, die man hier bekommt, sind sehr gut und verständlich.
Nachdem ich meinem Mann die Symtome vorgelesen hatte, ordneten sich viele Missemfindungen, die er in den letzten Monaten hatte, wie in einem Puzzle zu einem Bild.
Die Beschwerden verschlimmerten sich. Es kam jetzt auch noch Druck hinter dem rechten Auge dazu.
Er kann den Schwindel in einer bestimmten Rücken-Seitenlage produzieren bis hin zu Schmerzen und Ohnmachtsgefühlen.
Im Internet fand ich eine SHG in Köln, die wir zusammen im September besuchten. Dort bekamen wir den Hinweis auf eine Schwindelambulanz in der Uni Essen. Das Konsil war inzwischen auf Oktober verschoben und wir hatten immer noch nichts schriftiches in der Hand. Die örtlichen Ärzte mit Ausnahme der Hausärztin wollten sich mit meinem Mann nicht weiter beschäftigen, da die Krankheit zu speziell sei. Vom HNO kamen die Tips Münster oder Hannover.
Im Oktober hatten wir dann den Termin in der Schwindelambulanz. Die Untersuchung war sehr gründlich und der Arzt hatte sich sehr viel Zeit genommen. Mein Mann musste einen sehr ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Beim Ausfüllen bemerkte er dann, dass sich sein Beschwerden gewandelt hatten. Der Dauerschwindel ist jetzt weg, dafür hat er jetzt während des Tages kurze Schwindelattacken. Das Kribbeln unter der Kopfhaut ist ebenfalls weg.
Das Konsil brachte das Ergebnis, dass abgewartet wird und eine Verlaufskontrolle durch MRT im Dezember gemacht wird. Von einer OP wird erst einmal abgeraten, wegen der geringen Größe und weil das Hörvermögen zu gut ist.
Im Januar wird mein Mann ein einwöchiges Schwindeltraining in Essen ambulant machen. Ich werde dann gerne davon berichten.
ich schreibe für meinen Mann, der sich durch das Lesen hier im Forum nicht belasten möchte.
Am 13. Juni hatte mein Mann DMP für seinen Diabetes und ging vorher zu seinem HNO, weil er dachte, er hätte wieder eine Mittelohrentzündung. Druckausgleich ging, aber es waren Löcher im Trommelfell, aber kein Hinweis auf Mittelohrentzündung. Der HNO reinigte das Ohr und empfahl das Ohr zu ölen und die Nasendusche einzusetzen. Dieses befolgte mein Mann und am nächsten Morgen hatte er starke Benommenheit und Schwindel. Außerdem verstärkten sich die Missempfindungen, die mein Mann seit vielen Monaten hatte, wie Taubheitsgefühl hinter dem betroffenen Ohr, Kribbeln unter der gesamten Schädeldecke, stark hervorgerufen und ausgeprägt bei Harndrang. Es besteht auch eine Harndranginkontinenz. Nach ca. 2 Wochen Beschwerden ging mein Mann zur Hausärztin, zum HNO und zum Neurologen. Es wurden die einfachen Schwindelteste durchgeführt. Die Ärzte konnten allerdings nichts finden, was den Schwindel verursachen könnte. Zu den anderen Beschwerden konnte man nichts sagen. Mein Mann hatte meist Schwankschwindel, aber ab und zu auch Drehschwindel. Es hieß, dass man entweder das eine oder das andere hat. Beim abschließenden Gespräch mit dem HNO fragte mein Mann nach einem MRT. Der Arzt befürwortete das sofort und schrieb Überweisungen an eine HNO-Klinik zur Untersuchung und Schwindeltest und an die Radiologie.
Das MRT ergab dann die Diagnose: Die rechte KHBW Region zeigt intrameatal eine ca. 4 mm durchmessende glatt berandete rundliche RF mit homogener KM-Aufnahme, DD Acusticusschwannom. Der linke KHBW frei einsehbar. Unauffällige Abgrenzbarkeit des 7. und 8. Hirnnerven.
Zur weiteren Abklärung überwies der HNO an die Uni Essen. Dort waren am Anfang August ausführliche Hörteste und Schwindelteste. Das Ergebnis wurde uns mündlich mitgeteilt.
Das Hörvermögen ist nicht stark beeinträchtigt und es besteht der Verdacht auf ein Akustikusneurinom. Man könnte es operieren. Nähere Ausführungen wollte der Arzt nicht machen. Es soll Anfang September ein interdisziplinäres Konsil stattfinden, in dem der Fall vorgestellt werden soll. Danach sollten wir einen schriftlichen Bescheid bekommen und evtl. noch einmal ein Gespräch stattfinden. Die Ärzte und MTAs waren sehr freundlich, alles in allem war der Termin allerdings unbefriedigend.
Nach der Erstdiagnose hatte ich schon dieses Forum gefunden. Die Informationen, die man hier bekommt, sind sehr gut und verständlich.
Nachdem ich meinem Mann die Symtome vorgelesen hatte, ordneten sich viele Missemfindungen, die er in den letzten Monaten hatte, wie in einem Puzzle zu einem Bild.
Die Beschwerden verschlimmerten sich. Es kam jetzt auch noch Druck hinter dem rechten Auge dazu.
Er kann den Schwindel in einer bestimmten Rücken-Seitenlage produzieren bis hin zu Schmerzen und Ohnmachtsgefühlen.
Im Internet fand ich eine SHG in Köln, die wir zusammen im September besuchten. Dort bekamen wir den Hinweis auf eine Schwindelambulanz in der Uni Essen. Das Konsil war inzwischen auf Oktober verschoben und wir hatten immer noch nichts schriftiches in der Hand. Die örtlichen Ärzte mit Ausnahme der Hausärztin wollten sich mit meinem Mann nicht weiter beschäftigen, da die Krankheit zu speziell sei. Vom HNO kamen die Tips Münster oder Hannover.
Im Oktober hatten wir dann den Termin in der Schwindelambulanz. Die Untersuchung war sehr gründlich und der Arzt hatte sich sehr viel Zeit genommen. Mein Mann musste einen sehr ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Beim Ausfüllen bemerkte er dann, dass sich sein Beschwerden gewandelt hatten. Der Dauerschwindel ist jetzt weg, dafür hat er jetzt während des Tages kurze Schwindelattacken. Das Kribbeln unter der Kopfhaut ist ebenfalls weg.
Das Konsil brachte das Ergebnis, dass abgewartet wird und eine Verlaufskontrolle durch MRT im Dezember gemacht wird. Von einer OP wird erst einmal abgeraten, wegen der geringen Größe und weil das Hörvermögen zu gut ist.
Im Januar wird mein Mann ein einwöchiges Schwindeltraining in Essen ambulant machen. Ich werde dann gerne davon berichten.