Erfolgreiche OP in Tübingen
Verfasst: 29.10.2012, 22:55
Hallo liebe Leser,
Bei mir wurde 2007 ein Hörsturz links diagnostiziert.
Seither habe ich eine Hörschwäche auf dem linken Ohr.
Im Februar 2012 wurde ich nochmals bei einem HNO Arzt wg. der Hörschwäche vorstellig.
Der Arzt empfahl eine MRT zu machen, um einen Tumor als Ursache für die Hörschwäche auszuschließen.
Zu meiner Überraschung, stellte sich beim MRT jedoch heraus, dass ein AKN die Ursache war.
Das AKN war mittelgroß (Stufe T2) ca. 15 mm lang und sowohl im Innenohr als auch daraus hinaus nachweisbar (in- und extrameatales AKN).
Der HNO Arzt empfahl zunächst abzuwarten und in einem halben Jahr nochmal ein MRT zu machen um zu sehen, ob der Tumor wächst.
Im April war ein vom Symposium zum Thema AKN in Freiburg. Dort wurde mir von mehreren Betroffenen Prof. Tatagiba von der Uniklinik Tübingen empfohlen.
Also machte ich einen Termin in Tübingen. Prof. Tatagiba riet mir zu einer OP. Er argumentierte, dass der Tumor auf jeden Fall langfristig wachsen würde.
Eine weitere Verminderung des Hörvermögens, sowie eine Gesichtslähmung könnten die Folge sein.
Von einer Bestrahlung des Tumors riet Prof. Tatagiba aufgrund meines relativ jungen Alters (42 Jahre) ab.
Die langfristigen Nebenwirkungnen einer Bestrahlung seien kritischer als bei einer OP.
Da Prof. Tatagiba und seine Mitarbeiter auf mich einen sehr kompetenten Eindruck gemacht haben entschloß ich mich zur OP in Tübingen.
Am Tag vor der OP wurden zahlreiche Untersuchungen gemacht.
Die OP dauerte ca. 5 Stunden.
Nach der OP verbrachte ich den ersten Tag auf der Intensivstation.
Zu meiner großen Freude konnte ich nach der OP subjektiv gleich gut hören wie vorher. Ich hatte auch keine Gesichtslähmung.
Lediglich der Schwindel störte, wurde jedoch von Tag zu Tag weniger.
Die Schmerzen waren gering. Der Nacken war verspannt.
Die Ursache für die Verspannung war vermutlich die liegende Lagerung während der OP.
Das Personal in der Klinik in Tübingen war professionell und freundlich.
Nach einer Woche konnte ich die Klinik verlassen und kam direkt in die Reha nach Bad Krozingen in die Schwarzwaldklinik Neurologie.
Dort bekam ich verschiedene Anwendungen, z. B. Physiotherapie gegen den Schwindel und Massagen gegen den verspannten Nacken.
Außerdem wurden in der Reha viele Tests von Psychologen durchgeführt um z. B. die Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit zu messen.
Zwei Wochen nach der OP bekam ich eine Gesichtslähmung auf der linken Seite. Die Ärzte in der Rehaklinik verordneten daraufhin Übungen bei
der Logopädin Frau Diehr. Diese Übungen waren sehr gut. Nach ca. einer Woche wurde die Lähmung schwächer und nach ca. zwei Wochen war die Lähmung vollständig
verschwunden. Vermutlich war die Ursache für die Lähmung eine Schwellung infolge des Heilungsprozesses, die auf den Gesichtsnerv drückte.
Insgesamt war ich 4 Wochen in der Reha Klinik.
Die Reha war insgesamt sehr positiv.
Nach der Reha war ich eine Woche krankgeschrieben zu Hause.
Danach erfolgte eine Stufenweise wiedereingliederung ins Berufsleben, d. h. 2 Wochen mit 4 Std. / Tag und 2 Wochen mit 6 Std. / Tag.
Danach konnte ich wieder vollzeit arbeiten.
Drei Monate nach der OP erfolgte eine Nachuntersuchung im MRT. Es wurde festgestellt, daß kein Tumor mehr vorhanden ist.
Die nächste Kontrolle soll in einem Jahr erfolgen.
Zusammenfassend sehe ich die OP als sehr erfolgreich an.
Aus meiner Sicht war es die richtige Entscheidung die OP in Tübingen durchführen zu lassen.
Viele Grüße,
SiggiSor
Bei mir wurde 2007 ein Hörsturz links diagnostiziert.
Seither habe ich eine Hörschwäche auf dem linken Ohr.
Im Februar 2012 wurde ich nochmals bei einem HNO Arzt wg. der Hörschwäche vorstellig.
Der Arzt empfahl eine MRT zu machen, um einen Tumor als Ursache für die Hörschwäche auszuschließen.
Zu meiner Überraschung, stellte sich beim MRT jedoch heraus, dass ein AKN die Ursache war.
Das AKN war mittelgroß (Stufe T2) ca. 15 mm lang und sowohl im Innenohr als auch daraus hinaus nachweisbar (in- und extrameatales AKN).
Der HNO Arzt empfahl zunächst abzuwarten und in einem halben Jahr nochmal ein MRT zu machen um zu sehen, ob der Tumor wächst.
Im April war ein vom Symposium zum Thema AKN in Freiburg. Dort wurde mir von mehreren Betroffenen Prof. Tatagiba von der Uniklinik Tübingen empfohlen.
Also machte ich einen Termin in Tübingen. Prof. Tatagiba riet mir zu einer OP. Er argumentierte, dass der Tumor auf jeden Fall langfristig wachsen würde.
Eine weitere Verminderung des Hörvermögens, sowie eine Gesichtslähmung könnten die Folge sein.
Von einer Bestrahlung des Tumors riet Prof. Tatagiba aufgrund meines relativ jungen Alters (42 Jahre) ab.
Die langfristigen Nebenwirkungnen einer Bestrahlung seien kritischer als bei einer OP.
Da Prof. Tatagiba und seine Mitarbeiter auf mich einen sehr kompetenten Eindruck gemacht haben entschloß ich mich zur OP in Tübingen.
Am Tag vor der OP wurden zahlreiche Untersuchungen gemacht.
Die OP dauerte ca. 5 Stunden.
Nach der OP verbrachte ich den ersten Tag auf der Intensivstation.
Zu meiner großen Freude konnte ich nach der OP subjektiv gleich gut hören wie vorher. Ich hatte auch keine Gesichtslähmung.
Lediglich der Schwindel störte, wurde jedoch von Tag zu Tag weniger.
Die Schmerzen waren gering. Der Nacken war verspannt.
Die Ursache für die Verspannung war vermutlich die liegende Lagerung während der OP.
Das Personal in der Klinik in Tübingen war professionell und freundlich.
Nach einer Woche konnte ich die Klinik verlassen und kam direkt in die Reha nach Bad Krozingen in die Schwarzwaldklinik Neurologie.
Dort bekam ich verschiedene Anwendungen, z. B. Physiotherapie gegen den Schwindel und Massagen gegen den verspannten Nacken.
Außerdem wurden in der Reha viele Tests von Psychologen durchgeführt um z. B. die Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit zu messen.
Zwei Wochen nach der OP bekam ich eine Gesichtslähmung auf der linken Seite. Die Ärzte in der Rehaklinik verordneten daraufhin Übungen bei
der Logopädin Frau Diehr. Diese Übungen waren sehr gut. Nach ca. einer Woche wurde die Lähmung schwächer und nach ca. zwei Wochen war die Lähmung vollständig
verschwunden. Vermutlich war die Ursache für die Lähmung eine Schwellung infolge des Heilungsprozesses, die auf den Gesichtsnerv drückte.
Insgesamt war ich 4 Wochen in der Reha Klinik.
Die Reha war insgesamt sehr positiv.
Nach der Reha war ich eine Woche krankgeschrieben zu Hause.
Danach erfolgte eine Stufenweise wiedereingliederung ins Berufsleben, d. h. 2 Wochen mit 4 Std. / Tag und 2 Wochen mit 6 Std. / Tag.
Danach konnte ich wieder vollzeit arbeiten.
Drei Monate nach der OP erfolgte eine Nachuntersuchung im MRT. Es wurde festgestellt, daß kein Tumor mehr vorhanden ist.
Die nächste Kontrolle soll in einem Jahr erfolgen.
Zusammenfassend sehe ich die OP als sehr erfolgreich an.
Aus meiner Sicht war es die richtige Entscheidung die OP in Tübingen durchführen zu lassen.
Viele Grüße,
SiggiSor