Gute Nachrichten: erfolgreiche OP in Zürich
Verfasst: 30.09.2012, 20:20
Gute Nachrichten : Erfolgreiche OP in der Schweiz
Zunächst möchte ich mich herzlich bei Guido Fluri und seiner Stiftung bedanken für diese informative Seite, die mir anfänglich sehr geholfen hat, mich zu orientieren, informieren und natürlich den Austausch zwischen den Betroffenen ermöglicht.
Nachfolgend werde ich meine persönliche Geschichte kurz darstellen, in der Hoffnung, dass dies vielleicht jemandem in der Entscheidungsfindung weiterhelfen kann.
Chronologie:
14 Feb. 2011 : Ich treibe viel Sport, immer wieder auftretender Schwindel bei Bewegung. Habe auch das Gefühl, gestresst zu sein und ständig zuviel um die“Ohren“ zu haben.
23 Mai 2011: Nach diversen Abklärungen, Diagnose An 11 x 6 x 7 durch Neurologin links intrameatal
Juli 2011 Konsultation Unispital ZH, Dr. A. Huber, Dr. U. Krayenbühl nach verschiedenen Test, watch & wait strategie
Juli – Oktober 2011, mein Körper kompensiert Schwindel, jedoch neu dauernder Tinnitus
Okt 2011. MRI, kein Wachstum
April 2012 erneute Schwindel und Druck im Kopf, Zitterbilder
18. Juni 2012 MRi zeigt Wachstum auf 13x7x7, jetzt intra- und extrameatal: Dr. Huber rät zur OP in den nächsten Monaten
Obwohl ich mich sehr gut und kompetent betreut und fühle von Dr. Felix Huber am USZ, möchte ich noch andere Meinungen einholen:
13. Juli Konsultation Prof. Sepehrnia, Cham, er rät mir zu OP, er macht einen sehr professionellen Eindruck
16. Juli Prof. Reisch, Hirslanden Zürich: rät mir zur OP, sehr guten Eindruck, rät mir ebenfalls zu OP
20. Juli Prof. Dolenc, Dr. Sgier, St. Anna Luzern, sehr kompetente Beratung, mir wird zu OP geraten
Résumée:
Folgende Fakten haben mich jedoch bewogen, mich für die OP bei Prof. Dr. Robert Reisch durchführen zu lassen:
- Er bietet als Einziger einen minimalinvasiven Eingriff an (weniger Verletzungen der Gefässe,
schnellere Erholung)
- OP in liegender Stellung, nicht im Sitzen
- Spital Hirlsanden Zürich für mich örtlich am nächsten, auch für die Nachbehandlung etc.
Am 11. September fand die OP statt. Vorher habe ich den Sommer noch ausgiebig genossen, mit viel Sport und allem was Spass macht.
Die OP ist erfolgreich verlaufen, der Tumor konnte restlos entfernt werden. Der Gehörnerv konnte erhalten werden. Ich höre im Moment zwar nichts auf dem linken Ohr, da der Nerv beim Ablösen des Tumors strapaziert wurde, aber man wir in ca. 3 Monaten sehen, ob es sich erholt. Mein Gehör war vorher noch sehr gut, aber wenn es so wäre, dass ich nur noch teilweise hören würde oder gar nicht, damit kann man glaube ich leben. Facialis absolut intakt, keine Probleme mit Lidschluss, Liquor o.a. Am 5. Tag bin ich bereits nach Hause gegangen. Im Spital schlief ich nicht gut, vertrage das Cortison nicht so gut, deshalb fühle ich mich zuhause besser aufgehoben.
Ein Ast des linken Gleichgewichts musste durchtrennt werden, dadurch ist natürlich jetzt das Gleichgewicht stark beeinträchtigt. Das ist im Moment mein grösstes Problem. Da ich vor der OP den Schwindel durch viel Training kompensiert hatte (der Vestibularis war ja beeinträchtigt, jedoch noch nicht durchtrennt) und nun ein plötzlicher totaler Ausfall des Gleichgewichtsorgans da ist, ist dies eine grosse Umstellung für den Körper. Mir ist dauernd sehr schwindlig, ich bin sehr lärmempfindlich, habe ständig ein Rauschen auf dem linken Ohr, obwohl ich nichts höre. Auch das Sehen empfinde ich als sehr anstrengend. Vertrage Fernsehen, Telefon, Computer, Radio etc. schlecht bis gar nicht. Aber erfahrungsgemäss sollte sich das bis in 2-3 Monaten stabilisieren.
Obwohl ich in der nächsten Zeit noch viel Geduld und Übung brauchen werde, bin ich sehr überzeugt von der fantastischen Leistung von Prof. Reisch.
Also liebe Leidensgenossen, ich möchte Euch Mut machen. Ihr braucht nicht ins Ausland zu fahren, wir haben hier in der Schweiz sicher eine der besten ärztlichen Versorgungen. Der Standard der Spitäler ist sicher noch eher etwas besser als im Ausland. Ich durfte eine sehr persönliche Betreuung erfahren, sowohl durch die Praxisasistentinnen, wie auch durch Prof. Reisch. Er war mehrmals direkt telefonisch und persönlich innert kürzester Frist erreichbar, wenn ich Fragen hatte. Das schafft Vertrauen und beruhigt.
Nun bin ich positiv, dass ich diese AN Episode nach eineinhalb Jahren hinter mir lassen kann und mich bald wieder neuen Herausforderungen im Leben widmen kann.
Herzlichen Dank und alles Gute an alle AN Betroffenen und besonders natürlich an diejenigen, mit denen ich mich ausgetauscht habe. Ich hoffe, es geht Euch auch allen den Umständen entsprechend gut.
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Zunächst möchte ich mich herzlich bei Guido Fluri und seiner Stiftung bedanken für diese informative Seite, die mir anfänglich sehr geholfen hat, mich zu orientieren, informieren und natürlich den Austausch zwischen den Betroffenen ermöglicht.
Nachfolgend werde ich meine persönliche Geschichte kurz darstellen, in der Hoffnung, dass dies vielleicht jemandem in der Entscheidungsfindung weiterhelfen kann.
Chronologie:
14 Feb. 2011 : Ich treibe viel Sport, immer wieder auftretender Schwindel bei Bewegung. Habe auch das Gefühl, gestresst zu sein und ständig zuviel um die“Ohren“ zu haben.
23 Mai 2011: Nach diversen Abklärungen, Diagnose An 11 x 6 x 7 durch Neurologin links intrameatal
Juli 2011 Konsultation Unispital ZH, Dr. A. Huber, Dr. U. Krayenbühl nach verschiedenen Test, watch & wait strategie
Juli – Oktober 2011, mein Körper kompensiert Schwindel, jedoch neu dauernder Tinnitus
Okt 2011. MRI, kein Wachstum
April 2012 erneute Schwindel und Druck im Kopf, Zitterbilder
18. Juni 2012 MRi zeigt Wachstum auf 13x7x7, jetzt intra- und extrameatal: Dr. Huber rät zur OP in den nächsten Monaten
Obwohl ich mich sehr gut und kompetent betreut und fühle von Dr. Felix Huber am USZ, möchte ich noch andere Meinungen einholen:
13. Juli Konsultation Prof. Sepehrnia, Cham, er rät mir zu OP, er macht einen sehr professionellen Eindruck
16. Juli Prof. Reisch, Hirslanden Zürich: rät mir zur OP, sehr guten Eindruck, rät mir ebenfalls zu OP
20. Juli Prof. Dolenc, Dr. Sgier, St. Anna Luzern, sehr kompetente Beratung, mir wird zu OP geraten
Résumée:
Folgende Fakten haben mich jedoch bewogen, mich für die OP bei Prof. Dr. Robert Reisch durchführen zu lassen:
- Er bietet als Einziger einen minimalinvasiven Eingriff an (weniger Verletzungen der Gefässe,
schnellere Erholung)
- OP in liegender Stellung, nicht im Sitzen
- Spital Hirlsanden Zürich für mich örtlich am nächsten, auch für die Nachbehandlung etc.
Am 11. September fand die OP statt. Vorher habe ich den Sommer noch ausgiebig genossen, mit viel Sport und allem was Spass macht.
Die OP ist erfolgreich verlaufen, der Tumor konnte restlos entfernt werden. Der Gehörnerv konnte erhalten werden. Ich höre im Moment zwar nichts auf dem linken Ohr, da der Nerv beim Ablösen des Tumors strapaziert wurde, aber man wir in ca. 3 Monaten sehen, ob es sich erholt. Mein Gehör war vorher noch sehr gut, aber wenn es so wäre, dass ich nur noch teilweise hören würde oder gar nicht, damit kann man glaube ich leben. Facialis absolut intakt, keine Probleme mit Lidschluss, Liquor o.a. Am 5. Tag bin ich bereits nach Hause gegangen. Im Spital schlief ich nicht gut, vertrage das Cortison nicht so gut, deshalb fühle ich mich zuhause besser aufgehoben.
Ein Ast des linken Gleichgewichts musste durchtrennt werden, dadurch ist natürlich jetzt das Gleichgewicht stark beeinträchtigt. Das ist im Moment mein grösstes Problem. Da ich vor der OP den Schwindel durch viel Training kompensiert hatte (der Vestibularis war ja beeinträchtigt, jedoch noch nicht durchtrennt) und nun ein plötzlicher totaler Ausfall des Gleichgewichtsorgans da ist, ist dies eine grosse Umstellung für den Körper. Mir ist dauernd sehr schwindlig, ich bin sehr lärmempfindlich, habe ständig ein Rauschen auf dem linken Ohr, obwohl ich nichts höre. Auch das Sehen empfinde ich als sehr anstrengend. Vertrage Fernsehen, Telefon, Computer, Radio etc. schlecht bis gar nicht. Aber erfahrungsgemäss sollte sich das bis in 2-3 Monaten stabilisieren.
Obwohl ich in der nächsten Zeit noch viel Geduld und Übung brauchen werde, bin ich sehr überzeugt von der fantastischen Leistung von Prof. Reisch.
Also liebe Leidensgenossen, ich möchte Euch Mut machen. Ihr braucht nicht ins Ausland zu fahren, wir haben hier in der Schweiz sicher eine der besten ärztlichen Versorgungen. Der Standard der Spitäler ist sicher noch eher etwas besser als im Ausland. Ich durfte eine sehr persönliche Betreuung erfahren, sowohl durch die Praxisasistentinnen, wie auch durch Prof. Reisch. Er war mehrmals direkt telefonisch und persönlich innert kürzester Frist erreichbar, wenn ich Fragen hatte. Das schafft Vertrauen und beruhigt.
Nun bin ich positiv, dass ich diese AN Episode nach eineinhalb Jahren hinter mir lassen kann und mich bald wieder neuen Herausforderungen im Leben widmen kann.
Herzlichen Dank und alles Gute an alle AN Betroffenen und besonders natürlich an diejenigen, mit denen ich mich ausgetauscht habe. Ich hoffe, es geht Euch auch allen den Umständen entsprechend gut.
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