Nach Schlaganfall "Zufallsbefund" Akustiskusneurinom
Verfasst: 30.05.2012, 10:40
Hallo,
ich bin neu hier und .... ja, was soll ich sagen....
eigentlich was das AN betrifft schon recht gut informiert
um nicht zu sagen ...zu gut
Vor ca. 1 Jahr hatte ich einen Schlaganfall infolge dessen ein AN
in meinem Kopf gefunden wurde. Damals war es ca. 1,6 cm groß
...heute ein knappes Jahr später ca. 1,9 cm.
Nach Auskunft der Kopfklinik Heidelberg eigentlich eher eine Ausnahme,
dass es bei einem Erwachsenen in so einer Geschwindigkeit wächst .
Dieser teilte mir auch mit, dass es ab einer Größe von ca. 2 cm auf
mein Stammhirn drückt, welches dann eine Hirnblutung zur Folge haben
wird.... ja, und das wars dann mit dem lieben Bernd....
Das sagte der Arzt ganz deutlich.
Zusätzlich hierzu wurde mir mitgeteilt, dass mit einer Wahrscheinlichkeit
von ca 70-80% eine Behinderung bleiben wird, insb. mit einer teilw.
Gesichtslähmung sowie Sprachverlusst zu rechnen ist.
Wegen meiner Probleme , extremer Schwindel, Kopfschmerzen,
teilw. Hörverlust auf dem rechten Ohr sowie Sehschwäche rechts bin ich
seit ca. 6 Monaten unbefristet krankgeschrieben. Mein Arbeitgeber löste
das Beschäftigungsverhältnis (ich bin Sozialarbeiter) und meine "noch" Ehefrau
trennte sich mit der Begründung das es für sie alles zuviel Stress sei,
sie noch was vom Leben haben möchte und ohne Arbeit ich Ihr den
Lebensstandart den sie haben möchte nicht mehr bieten kann.
Die Trennung kam dann 4 Tage vor der OP.... welche ich natürlich
"Geschmissen" habe....
Nun bin ich nach Hamburg (nächste Woche habe ich ein
OP Vorbereitungsgespräch in Hamburg-Altona) gezogen und mit meinen
Ängsten und Nöten eigentlich ganz alleine.... Ich fand dieses Forum und
muss mir einfach einmal was von der Seele schreiben.... :
Tja, so schnell kann es gehen... In der einen Sekunde ist man nach gut
drauf und in der anderen ist alles vorbei....
Von einem bestimmten Moment an merkst du wie sich alle distanzieren.
Du merkst langsam wie das was mal Freunde oder Ehepartner waren
doch nicht mehr als flüchtige Bekannte sind.
Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen, würde ich
versuchen vieles anders zu machen. Ich würde viel alberner sein,
alles ganz locker nehmen und nur ganz wenige Dinge wirklich ernst
nehmen. Ich würde jede Gelegenheit beim Schopfe fassen und viel
öfters auf reisen gehen.
Den höchsten Berg ersteigen und breitesten Fluss durchschwimmen.
Ich würde mehr echte Probleme haben als alle meine eingebildeten.
Ok, ich hatte meine verrückten Augenblicke, aber ich denke ich
würde jetzt, wenn ich noch eine zweite Chance hätte viel mehr davon
haben. Nun aber wird es eng um mich......
Ich weis nicht was aus dem Tumor in meinem Kopf wird....
wird er mich Quälen , wird er mich töten ? Ich weis es nicht....
Manchmal ist alles so schwer für mich. ich suche mit meinen Augen
nach ein Zeichen des Lebens..., nach einer Hand die mich hält ....
…..oder nur nach einem Herzen welches mein Wort aufnimmt
und ein offenes Ohr für mich hat.
BerndB
ich bin neu hier und .... ja, was soll ich sagen....
eigentlich was das AN betrifft schon recht gut informiert
um nicht zu sagen ...zu gut
Vor ca. 1 Jahr hatte ich einen Schlaganfall infolge dessen ein AN
in meinem Kopf gefunden wurde. Damals war es ca. 1,6 cm groß
...heute ein knappes Jahr später ca. 1,9 cm.
Nach Auskunft der Kopfklinik Heidelberg eigentlich eher eine Ausnahme,
dass es bei einem Erwachsenen in so einer Geschwindigkeit wächst .
Dieser teilte mir auch mit, dass es ab einer Größe von ca. 2 cm auf
mein Stammhirn drückt, welches dann eine Hirnblutung zur Folge haben
wird.... ja, und das wars dann mit dem lieben Bernd....
Das sagte der Arzt ganz deutlich.
Zusätzlich hierzu wurde mir mitgeteilt, dass mit einer Wahrscheinlichkeit
von ca 70-80% eine Behinderung bleiben wird, insb. mit einer teilw.
Gesichtslähmung sowie Sprachverlusst zu rechnen ist.
Wegen meiner Probleme , extremer Schwindel, Kopfschmerzen,
teilw. Hörverlust auf dem rechten Ohr sowie Sehschwäche rechts bin ich
seit ca. 6 Monaten unbefristet krankgeschrieben. Mein Arbeitgeber löste
das Beschäftigungsverhältnis (ich bin Sozialarbeiter) und meine "noch" Ehefrau
trennte sich mit der Begründung das es für sie alles zuviel Stress sei,
sie noch was vom Leben haben möchte und ohne Arbeit ich Ihr den
Lebensstandart den sie haben möchte nicht mehr bieten kann.
Die Trennung kam dann 4 Tage vor der OP.... welche ich natürlich
"Geschmissen" habe....
Nun bin ich nach Hamburg (nächste Woche habe ich ein
OP Vorbereitungsgespräch in Hamburg-Altona) gezogen und mit meinen
Ängsten und Nöten eigentlich ganz alleine.... Ich fand dieses Forum und
muss mir einfach einmal was von der Seele schreiben.... :
Tja, so schnell kann es gehen... In der einen Sekunde ist man nach gut
drauf und in der anderen ist alles vorbei....
Von einem bestimmten Moment an merkst du wie sich alle distanzieren.
Du merkst langsam wie das was mal Freunde oder Ehepartner waren
doch nicht mehr als flüchtige Bekannte sind.
Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen, würde ich
versuchen vieles anders zu machen. Ich würde viel alberner sein,
alles ganz locker nehmen und nur ganz wenige Dinge wirklich ernst
nehmen. Ich würde jede Gelegenheit beim Schopfe fassen und viel
öfters auf reisen gehen.
Den höchsten Berg ersteigen und breitesten Fluss durchschwimmen.
Ich würde mehr echte Probleme haben als alle meine eingebildeten.
Ok, ich hatte meine verrückten Augenblicke, aber ich denke ich
würde jetzt, wenn ich noch eine zweite Chance hätte viel mehr davon
haben. Nun aber wird es eng um mich......
Ich weis nicht was aus dem Tumor in meinem Kopf wird....
wird er mich Quälen , wird er mich töten ? Ich weis es nicht....
Manchmal ist alles so schwer für mich. ich suche mit meinen Augen
nach ein Zeichen des Lebens..., nach einer Hand die mich hält ....
…..oder nur nach einem Herzen welches mein Wort aufnimmt
und ein offenes Ohr für mich hat.
BerndB