Vorstellung, Einordnung der Beschwerden zum Befund AKN
Verfasst: 04.10.2011, 17:48
Lieber ANFux,
liebe Teilnehmer(innen) des Forums,
vielen Dank, dass ich an diesem Forum teilnehmen darf und für die herzliche Aufnahme.
Ich freue mich auf einen Austausch mit Euch (ich hoffe, die persönliche Anrede ist okay?).
Zunächst möchte ich mich vorstellen:
Ich bin weiblich, 43 Jahre alt und wohne im Münsterland.
Zum Verlauf:
Im November 2009 - während eines schönen Urlaubs an der Nordsee – habe ich erstmalig merkwürdige, „metallische Klickgeräusche“ im linken Ohr wahrgenommen. Eine Woche später kam es zu einem totalen Hörverlust , der innerhalb von 24 Stunden verschwunden war, dafür stellte sich ein Tinnitus ein; Weihnachten 2009 und an einem Sonntag im März 2010 wieder Hörstürze, sowie ein Taubheitsgefühl der rechten Wange. Mein behandelnder HNO-Arzt (ein Lob auf ihn!) schlug eine MRT-Untersuchung vor.
Im Mai 2010 (wartend auf den ambulanten MRT-Termin) verschlechterte sich das Taubheitsgefühl der rechten Wange, es kam wieder zu einem Hörsturz, zur Wahrnehmung von Doppelbildern und zu einer Fazialisparese rechts (die heute noch ein wenig sichtbar ist). CT und Notfall-MRT ergaben keinen Befund.
Da bereits im Jahr 2008 schon einmal Sensibilitätsstörungen in Form von Kribbeln und Brennen auf der linken Schädeldecke und im linken Fuß auftraten, erfolgte im August 2010 in der Uniklinik Münster die stationäre Aufnahme zur Abklärung einer möglichen MS-Erkrankung. Eine bleiernde Müdigkeit und Schwächegefühle in beiden Beinen rechts > links kamen hinzu, sowie eine Augenmuskelparese. Eine MS wurde glücklicherweise ausgeschlossen. Im MRT zeigte sich damals ein AKN links intrameatal mit einer Größe von 6 x 9 mm als „Zufallsbefund“. Darüber hinaus lag eine Nervenentzündung mehrerer Hirnnerven vor (Polyneuritis cranialis), die mit einer Stoßtherapie Cortison behandelt wurde. Unmittelbar nach der Lumbalpunktion kam es zum 5. Hörsturz und wieder zu Doppelbildern. Für einen kurzen Zeitraum konnte ich auf dem linken Auge nichts mehr sehen. Ich nehme zunehmend „Schwindel“ wahr, in Form eines unsicheren Ganges, eines Schwankens. Mir wurde „Wait and Scan“ in einem Jahr empfohlen, da es sich doch um einen Zufallsbefund handele und meine Beschwerden eher nicht durch das AKN verursacht seien.
Mein HNO-Arzt schlug eine kürzere Scan-Zeit vor und behandelte den 6. und 7. und 8. Hörsturz(Oktober 2010, Januar 2011 und Juni 2011) jeweils mit Cortison, welches glücklicherweise immer zu einer Remission innerhalb von 24 Stunden führte.
Ein erneutes MRT zeigt im April 2011 ein Größenwachstum des AKN links auf 6 x 11 mm. Der Schwindel nimmt zu und das Hörvermögen ist, auch für mich deutlich spürbar, eingeschränkt.
Im August 2011 kam es zum 9. Hörsturz, der wiederum mit Cortison behandelt wurde. Diesmal war er zunächst nicht rückläufig, die Sehstörungen verschlechterten sich und die Schwäche in den Beinen nahm so erheblich zu, dass ich wiederum stationär behandelt werden musste. Es ergab sich wieder kein richtungsweisender Befund (MRT ohne Kontrastmittel). Auch BERA und „Schwindeltest“ seien eher unauffällig. Ich solle in einem Jahr nochmal zur Kontrolle aufgenommen werden, bei weiterer Verschlechterung jederzeit. Nach vier Tagen erholte sich das Hörvermögen wieder, jedoch gefühlt weit unter dem Stand von vorher. Da das AKN eine Wachstumstendenz zeigt, wurde mir zur Therapie geraten.
Bitte verzeiht mir die ausführliche Vorgeschichte, aber ich denke, diese ist notwendig für ein besseres Bild.
Ich bin sehr froh, dass außer dem AKN keine schwerwiegende Diagnose (MS oder Tumorerkrankung) nachweisbar ist, jedoch bin ich auch sehr verunsichert, wie ich weiter verfahren soll und bitte Euch herzlich um Rat.
Ich weiß nicht, inwiefern die anderen Beschwerden mit dem AKN zusammen hängen könnten? Die Hörminderung und die Hörstürze sicherlich ohne Zweifel. Aber der Schwindel? Man sagte mir, Schwindel, der von einem AKN verursacht wird, ist immer Drehschwindel?
Als Therapie-Optionen wurde mir das Gamma-Knife-Zentrum in Krefeld empfohlen oder eine neurochirurgische OP. Ein Gespräch in Krefeld hatte ich schon. Bin begeistert von den ausschließlich positiven Aussichten, habe aber kein gutes Bauchgefühl.
Vielen Dank für das Lesen bis hierher
.
Ich freue mich auf Eure Nachrichten, Denkanstöße, Kritiken und Ratschläge.
Herzlichst
Mozart
liebe Teilnehmer(innen) des Forums,
vielen Dank, dass ich an diesem Forum teilnehmen darf und für die herzliche Aufnahme.
Ich freue mich auf einen Austausch mit Euch (ich hoffe, die persönliche Anrede ist okay?).
Zunächst möchte ich mich vorstellen:
Ich bin weiblich, 43 Jahre alt und wohne im Münsterland.
Zum Verlauf:
Im November 2009 - während eines schönen Urlaubs an der Nordsee – habe ich erstmalig merkwürdige, „metallische Klickgeräusche“ im linken Ohr wahrgenommen. Eine Woche später kam es zu einem totalen Hörverlust , der innerhalb von 24 Stunden verschwunden war, dafür stellte sich ein Tinnitus ein; Weihnachten 2009 und an einem Sonntag im März 2010 wieder Hörstürze, sowie ein Taubheitsgefühl der rechten Wange. Mein behandelnder HNO-Arzt (ein Lob auf ihn!) schlug eine MRT-Untersuchung vor.
Im Mai 2010 (wartend auf den ambulanten MRT-Termin) verschlechterte sich das Taubheitsgefühl der rechten Wange, es kam wieder zu einem Hörsturz, zur Wahrnehmung von Doppelbildern und zu einer Fazialisparese rechts (die heute noch ein wenig sichtbar ist). CT und Notfall-MRT ergaben keinen Befund.
Da bereits im Jahr 2008 schon einmal Sensibilitätsstörungen in Form von Kribbeln und Brennen auf der linken Schädeldecke und im linken Fuß auftraten, erfolgte im August 2010 in der Uniklinik Münster die stationäre Aufnahme zur Abklärung einer möglichen MS-Erkrankung. Eine bleiernde Müdigkeit und Schwächegefühle in beiden Beinen rechts > links kamen hinzu, sowie eine Augenmuskelparese. Eine MS wurde glücklicherweise ausgeschlossen. Im MRT zeigte sich damals ein AKN links intrameatal mit einer Größe von 6 x 9 mm als „Zufallsbefund“. Darüber hinaus lag eine Nervenentzündung mehrerer Hirnnerven vor (Polyneuritis cranialis), die mit einer Stoßtherapie Cortison behandelt wurde. Unmittelbar nach der Lumbalpunktion kam es zum 5. Hörsturz und wieder zu Doppelbildern. Für einen kurzen Zeitraum konnte ich auf dem linken Auge nichts mehr sehen. Ich nehme zunehmend „Schwindel“ wahr, in Form eines unsicheren Ganges, eines Schwankens. Mir wurde „Wait and Scan“ in einem Jahr empfohlen, da es sich doch um einen Zufallsbefund handele und meine Beschwerden eher nicht durch das AKN verursacht seien.
Mein HNO-Arzt schlug eine kürzere Scan-Zeit vor und behandelte den 6. und 7. und 8. Hörsturz(Oktober 2010, Januar 2011 und Juni 2011) jeweils mit Cortison, welches glücklicherweise immer zu einer Remission innerhalb von 24 Stunden führte.
Ein erneutes MRT zeigt im April 2011 ein Größenwachstum des AKN links auf 6 x 11 mm. Der Schwindel nimmt zu und das Hörvermögen ist, auch für mich deutlich spürbar, eingeschränkt.
Im August 2011 kam es zum 9. Hörsturz, der wiederum mit Cortison behandelt wurde. Diesmal war er zunächst nicht rückläufig, die Sehstörungen verschlechterten sich und die Schwäche in den Beinen nahm so erheblich zu, dass ich wiederum stationär behandelt werden musste. Es ergab sich wieder kein richtungsweisender Befund (MRT ohne Kontrastmittel). Auch BERA und „Schwindeltest“ seien eher unauffällig. Ich solle in einem Jahr nochmal zur Kontrolle aufgenommen werden, bei weiterer Verschlechterung jederzeit. Nach vier Tagen erholte sich das Hörvermögen wieder, jedoch gefühlt weit unter dem Stand von vorher. Da das AKN eine Wachstumstendenz zeigt, wurde mir zur Therapie geraten.
Bitte verzeiht mir die ausführliche Vorgeschichte, aber ich denke, diese ist notwendig für ein besseres Bild.
Ich bin sehr froh, dass außer dem AKN keine schwerwiegende Diagnose (MS oder Tumorerkrankung) nachweisbar ist, jedoch bin ich auch sehr verunsichert, wie ich weiter verfahren soll und bitte Euch herzlich um Rat.
Ich weiß nicht, inwiefern die anderen Beschwerden mit dem AKN zusammen hängen könnten? Die Hörminderung und die Hörstürze sicherlich ohne Zweifel. Aber der Schwindel? Man sagte mir, Schwindel, der von einem AKN verursacht wird, ist immer Drehschwindel?
Als Therapie-Optionen wurde mir das Gamma-Knife-Zentrum in Krefeld empfohlen oder eine neurochirurgische OP. Ein Gespräch in Krefeld hatte ich schon. Bin begeistert von den ausschließlich positiven Aussichten, habe aber kein gutes Bauchgefühl.
Vielen Dank für das Lesen bis hierher
Ich freue mich auf Eure Nachrichten, Denkanstöße, Kritiken und Ratschläge.
Herzlichst
Mozart