Entscheidung gefallen für OP in Halle
Verfasst: 21.07.2010, 14:38
Hallo Forumsmitglieder,
erst einmal möchte ich mich bedanken, denn dieses Forum mit allen seinen Beiträgen hat meine Entscheidung für eine Operation stark beeinflusst.
Ich möchte meine Erfahrungen mit Ärzten bezüglich meines AN weitergeben. Im November 2009 wurde bei mir nach einem linksseitigen Hörsturz nach einem MRT ein Akustikusneurinom diagnostiziert. Mein Ohrenarzt sagte mir nur, dass dieses sehr klein sei und das 90% aller Ohrenärzte sich das nicht operieren lassen würden. Zudem würde in meinem Alter (66 Jahre) so ein Akustikusneurinom nur sehr langsam wachsen.
Seit 1989 wurde ich immer wieder, wenn auch mit langen Ruhephasen, von Drehschwindelanfällen heimgesucht. Ich habe viele Tage an Infusionsschläuchen verbracht, aber nie wurde die Ursache erkannt. Im Januar 2010 bekam ich wieder einen Drehschwindelanfall, mein Ohrenarzt war in Urlaub und ich ging zu seinem Praxiskollegen. Dieser teilte mir mit, dass AN keine Drehschwindelanfälle verursachen würden und verschrieb mir neben durchblutungsfördernden Medikamenten Nackenwirbelmassagen. Da ich im Februar und März 2010 eine längere Auslandsreise gebucht hatte, wollte ich vor allem keine Drehschwindelanfälle und bestand auf eine Überweisung zu einem Neurochirurgen für eine zweite Meinung.
Nach meinem Urlaub ging ich an einer örtlichen Klinik zum Chefarzt der Neurochirurgie. Seine Frage nach Begutachtung der CD lautete: "Worauf wollen sie warten?" Seine Antwort auf meine Entgegnung, dass 90% der Ohrenärzte ein AN nicht operieren lassen würden war: "1. 90% der Ohrenärzte haben kein AN und 2. Sie können es nicht!"
Diese Aussage veranlasste mich, im Internet zu recherchieren und so bin ich auf die Seite der IGAN gestoßen, die hervorragend von ANfux geleitet wird.
Nachdem ich mich für eine Operation entschieden hatte und die nächstliegendste Klinik mit AN-Erfahrung die MHH Hannover war, schrieb ich am 26.04. eine E-Mail an Prof.Dr.Lenarz mit der Frage nach OP - Terminen. Am 27.04. erhielt ich eine Antwort mit einem Termin am 09.07.zur ambulanten Vorstellung bei Prof. Dr. Lenarz. Diesen Termin nahm ich wahr. Der Prof. Dr. Lenarz versicherte mir, dass meine Drehschwindelanfälle alle vom AN verursacht wurden. Es wurden auch Gehörtests vorgenommen und danach teilte mir die Chefsekrärerin mit, dass überhaupt keine OP-Kapazität vorhanden sei und ich in einem halben Jahr wieder anrufen könnte. Das hieß: Außer Spesen nichts gewesen. Es ist nicht immer von Vorteil, wenn man Privatpatient ist.
Dank der IGAN - Seite bin ich dann auf die Klinik in Halle gestoßen. Am 21.06. rief ich dort an und hatte am 23.6. einen Termin bei Prof. Dr. Strauß mit der Zusage, dass OP - Kapazität vorhanden sei. Die 420 km Fahrt hat sich gelohnt. Mein OP-Termin ist der 11.08. und ich werde Euch so schnell wie möglich nach der Operation berichten wie es gelaufen ist.
Noki
erst einmal möchte ich mich bedanken, denn dieses Forum mit allen seinen Beiträgen hat meine Entscheidung für eine Operation stark beeinflusst.
Ich möchte meine Erfahrungen mit Ärzten bezüglich meines AN weitergeben. Im November 2009 wurde bei mir nach einem linksseitigen Hörsturz nach einem MRT ein Akustikusneurinom diagnostiziert. Mein Ohrenarzt sagte mir nur, dass dieses sehr klein sei und das 90% aller Ohrenärzte sich das nicht operieren lassen würden. Zudem würde in meinem Alter (66 Jahre) so ein Akustikusneurinom nur sehr langsam wachsen.
Seit 1989 wurde ich immer wieder, wenn auch mit langen Ruhephasen, von Drehschwindelanfällen heimgesucht. Ich habe viele Tage an Infusionsschläuchen verbracht, aber nie wurde die Ursache erkannt. Im Januar 2010 bekam ich wieder einen Drehschwindelanfall, mein Ohrenarzt war in Urlaub und ich ging zu seinem Praxiskollegen. Dieser teilte mir mit, dass AN keine Drehschwindelanfälle verursachen würden und verschrieb mir neben durchblutungsfördernden Medikamenten Nackenwirbelmassagen. Da ich im Februar und März 2010 eine längere Auslandsreise gebucht hatte, wollte ich vor allem keine Drehschwindelanfälle und bestand auf eine Überweisung zu einem Neurochirurgen für eine zweite Meinung.
Nach meinem Urlaub ging ich an einer örtlichen Klinik zum Chefarzt der Neurochirurgie. Seine Frage nach Begutachtung der CD lautete: "Worauf wollen sie warten?" Seine Antwort auf meine Entgegnung, dass 90% der Ohrenärzte ein AN nicht operieren lassen würden war: "1. 90% der Ohrenärzte haben kein AN und 2. Sie können es nicht!"
Diese Aussage veranlasste mich, im Internet zu recherchieren und so bin ich auf die Seite der IGAN gestoßen, die hervorragend von ANfux geleitet wird.
Nachdem ich mich für eine Operation entschieden hatte und die nächstliegendste Klinik mit AN-Erfahrung die MHH Hannover war, schrieb ich am 26.04. eine E-Mail an Prof.Dr.Lenarz mit der Frage nach OP - Terminen. Am 27.04. erhielt ich eine Antwort mit einem Termin am 09.07.zur ambulanten Vorstellung bei Prof. Dr. Lenarz. Diesen Termin nahm ich wahr. Der Prof. Dr. Lenarz versicherte mir, dass meine Drehschwindelanfälle alle vom AN verursacht wurden. Es wurden auch Gehörtests vorgenommen und danach teilte mir die Chefsekrärerin mit, dass überhaupt keine OP-Kapazität vorhanden sei und ich in einem halben Jahr wieder anrufen könnte. Das hieß: Außer Spesen nichts gewesen. Es ist nicht immer von Vorteil, wenn man Privatpatient ist.
Dank der IGAN - Seite bin ich dann auf die Klinik in Halle gestoßen. Am 21.06. rief ich dort an und hatte am 23.6. einen Termin bei Prof. Dr. Strauß mit der Zusage, dass OP - Kapazität vorhanden sei. Die 420 km Fahrt hat sich gelohnt. Mein OP-Termin ist der 11.08. und ich werde Euch so schnell wie möglich nach der Operation berichten wie es gelaufen ist.
Noki