Drei erfolgreiche AN-OP in Tübingen
Verfasst: 05.12.2009, 13:10
Erfolgreiche Operation bei videoa
Hallo zusammen,
heute möchte ich Euch von meiner Akustikusneurinom-Operation am 17.11.2009 in Tübingen bei Prof. Tatagiba berichten .
Die Diagnose auf ein Akustikusneurinom links habe ich am 12.10. bei einer MRT erhalten. Eine Woche später, am 19.10. hatte ich bereits einen Termin zu Privatsprechstunde bei Prof. Tatagiba und habe mich direkt danach am 21.11. für die OP am oben genannten Termin angemeldet.
Ich habe im Vorfeld versucht alle offenen Punkte zu klären, so dass ich völlig befreit in die Klinik fahren konnte. Dazu gehörte zunächst die Klärung der Kostenfrage, sowie die Anfertigung einer Vorsorgevollmacht, Kommunikation mit Krankenkasse/Arbeitgeber/Klinik/Reha usw... Meine Familie und vor allem meine Freundin hat mich während der gesamten Zeit so wunderbar unterstützt, dafür bin ich sehr dankbar und das hat mir sehr geholfen. Sie haben sich für die Zeit der Operation eine Ferienwohnung direkt unterhalb der Kliniken genommen und konnten mich so jeden Tag besuchen, da Tübingen von meinem Heimatort ungefähr 300 KM entfernt liegt.
Ich bin in der Zeit bis zum OP-Termin weiter Arbeiten gegangen. Durch die Einnahme von Cortison hatte ich nach wie vor kaum Symptome. Lediglich ein Gefühl wie Watte vor dem Ohr auf der entsprechenden Seite, was mich auch dazu veranlasst hatte zum HNO zu gehen, der mich dann zur MRT schickte. Schwindel oder andere Symptome hatte ich nicht und gehört habe ich auch sehr gut. Die Hörtests (inkl. AEP) waren ohne Befund. Somit fiel mir das Arbeiten nach wie vor nicht schwer und es war eine sehr gute Ablenkung.
Am Montag, d. 16.11. sollte ich mich dann in der Klinik einfinden, um an diversen Vorgesprächen und -untersuchungen als Vorbereitung auf die Operation teilzunehmen. Um Stau und Stress zu vermeiden, bin ich mit meiner Freundin bereits am 15.11. nach Tübingen gefahren, um jeglichen Stress und Aufregungen im Vorfeld der OP zu vermeiden. Wir haben dann in der oben genannten Ferienwohnung übernachtet und konntet so am nächsten morgen nochmal in Ruhe gemeinsam frühstücken, anstatt im Stau zu stehen. Wie sich herausstellte war dies eine goldrichtige Entscheidung, da meine Eltern für die Fahrt fast 5 (statt ca. 3) Stunden benötigten...
Gegen 10.30 Uhr sind wir dann zur Klinik hochgelaufen und haben uns am Schalter für die stationäre Aufnahme angemeldet. Dort kam es zu ersten Unstimmigkeiten, die die Abrechnung und die Krankenkasse betrafen. Man hatte mich von seiten meiner Krankenkasse mal wieder falsch beraten bzw. informiert. Aber bereits dort am Schaltere fiel mir auf, wie freundlich die Menschen in der Klinik waren. Die nächste Station war dann das Sekretariat von Prof. Tatagiba. Seine Sekretärinnen haben uns aufgenommen und uns den weiteren Ablauf erklärt. Und auch dies erledigten sie mit einer Freundlichkeit und Einfühlsamkeit, die ich in dieser Form selten erlebt hatte. Meine Freundin war permanent den Tränen nahe und die Dame hat es verstanden, uns wirklich die erste große Angst zu nehmen.
Danach sind wir dann auf die Station gekommen und wurden in das Zimmer geführt. Der Nachmittag war dann ausgefüllt mit diversen Tests. Herzecho, Vermessung des Gehörs inkl. Hirnströme (AEP), CT, Blutabnahme, die Eingangsuntersuchung mit Reflextests usw...
Anschließend fand dann noch das Aufklärungsgespräch bei der Stationsärztin statt, zu dem dann auch Prof. Tatagiba hinzu kam. Und spätestens da wusste ich, dass meine Entscheidung für Tübingen goldrichtig war. Er hat uns mit seinen Worten soviel Mut gemacht und speziell mir die Angst vor der Operation fast gänzlich genommen.
Den Rest des Tages habe ich dann mit meiner Familie verbracht und bin dann relativ zeitig zu Bett gegangen.
Am nächsten morgen war meine OP als erstes angesetzt (7.30 Uhr) und ich wurde dann von meiner Familie noch zum OP-Saal begleitet. Von dort an erinnere ich mich nur noch daran, dass der Anästhesist zu mir sagte: "Sie schlafen gleich ein....."
Ca. 8 Stunden später bin ich dann auf der Intensivstation aufgewacht bzw. geweckt worden. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten meine Augen zu öffnen, da ich so fertig war.
Zuerst habe ich überprüft, was mit meinem Gesicht los ist.... Kann ich noch alles bewegen? Ist da irgendwas gelähmt? Und wie durch ein Wunder konnte ich alles bewegen. Die einzige Einschränkung (die aber vorher auch schon immer vorhanden war) ist, dass ich mein linkes Auge nicht so fest zumachen kann, wie das rechte. Und zumachen heißt hier mit aller Kraft zusammenpressen... In Anbetracht der Tumorgröße von knapp über 3 cm waren sogar Prof. Tatagiba und der Oberarzt begeistert von diesem Ergebnis. Die Operation verlief ohne Komplikationen.
Das Ohr war/ist aber taub und mit einem sehr starken Tinnitus versehen. Dies war mir aber zunächst egal. Ich wollte irgendwie die Zeit auf der Intensivstation überstehen. Dort war es so laut und wie in einer Bahnhofshalle, dass es eine regelrechte Qual war. Mir ging es aber von Stunde zu Stunde besser und die Betreuung dort war erstklassig.
Bereits am nächsten morgen wurde ich wieder auf die Normalstation verlegt, nachdem man nochmal eine CT gemacht hatte. Der Tumor war restlos entfernt und der Hörnerv erhalten worden (!). Am Nachmittag bin ich dann das erste Mal aufgestanden, da das Bett getauscht werden musste. Ich bin dann auch direkt das erste Mal ins Bad gegangen und habe mich gewaschen. Der Schwindel war zu diesem Zeitpunkt noch sehr stark ausgeprägt, aber das Gehen fiel mir trotzdem nicht so schwer, dass es unmöglich gewesen wäre.
Am zweiten Tag nach der OP ging es mir nochmals deutlich besser und ich bin mit der Physiotherapeutin das erste Mal auf den Gang hinaus gegangen. Die ersten Gleichgewichtsübungen bereiteten mir keinerlei Probleme worüber ich sehr erstaunt war.
Und von da an ging es mir von Tag zu Tag immer deutlich besser. Ich war zwar nach jedem Ausflug sehr müde und musste mich dann ausruhen, aber es war jedes Mal ein sehr gutes Gefühl, wieder eigenständig laufen zu können. Irgendwann konnte ich dann auch mit meinen Verwandten zur Cafeteria gehen.
Am Montag, d. 23.11. wurde ich dann schon entlassen. Ich hatte zunächst etwas Angst vor der langen Heimfahrt (300 KM), da ich mich nach meinen Ausflügen auf dem Flur oder zur Cafeteria immer ausruhen musste. Aber die Fahrt verlief erstaunlich gut und zu Hause ging es mir dann richtig gut vor Freude endlich wieder dort sein zu können. Bereits am Donnerstag, d. 26.11. bin ich dann zur vollstationären Reha nach Braunfels (ca. 15 KM von meinem Wohnort entfernt, liegt vor Wetzlar/Gießen) gefahren.
Dort bin ich seitdem in Behandlung und ich fühle mich - abgesehen vom Gehör - wieder genau so wie vor der OP. Der Schwindel ist fast weg und tritt nur noch bei ganz schnellen Körperbewegungen auf. Ich habe keine Kopfschmerzen und bin ich auch nicht mehr müde. Lediglich nach dem Mittagessen schlafe ich regelmäßig für eine halbe Stunde bis Stunde, sofern es mein Behandlungsplan zulässt. Über die Reha werde ich einen eigenständigen Thread im entsprechenden Forum eröffnen.
Noch einige Worte zur Uni-Klinik Tübingen:
Die Entscheidung für Tübingen war absolut richtig! Alle Menschen dort waren so freundlich und herzlich, wie ich es bisher selten erleben durfte. Es war alles sehr gut organisiert und bei jedem Schichtwechsel war die neue Schicht bestens über den bisherigen Verlauf des Tages informiert. D.h. wenn man z.B. Schmerzen hatte wusste die nachfolgende Schicht schon genau Bescheid und wusste sogar welche Tabletten in welcher Dosis verabreicht worden waren.
Man hat auch gemerkt, dass dort, wie mir der Oberarzt mitteilte, jährlich über 800 AKNs operiert werden, da wirklich jeder Pfleger bestens Bescheid wusste. Ich hatte sogar ein anderes (spezielles) Kissen als mein Zimmernachbar, auf dem man trotz der Wunde sehr gut liegen konnte.
Alles in allem hatte ich immer das Gefühl bestens aufgehoben und in den besten Händen zu sein. Das gilt sowohl für die Schwestern, Pfleger und Ärzte, als auch für das Personal aus der Verwaltung und Prof. Tatagiba selbst.
Insgesamt bin ich mit dem bisherigen Verlauf sehr sehr zufrieden. Es hat keine Komplikationen gegeben. Die Wunde ist bereits sehr gut verheilt und erst auf den zweiten Blick sichtbar. Der Schwindel ist nur noch bei bestimmten/sehr schnellen Bewegungen vorhanden und der Tinnitus hat während der Reha-Zeit bereits stark abgenommen. Er tritt nur noch bei starker Lautstärke in den Vordergrund. Die Hoffnung, dass das Gehoer vielleicht (teilweise) nochmal wiederkommt, habe ich noch nicht aufgegeben. Prof. Tatagiba sowie die Medizinisch-Technischen-Assistenten in Tübingen haben mir gesagt, dass man erst nach 3 bis 6 Monaten Gewissheit hat, und vorher keine definitiven Aussagen treffen kann.
Für Fragen zu Tübingen, Dr. Tatagiba oder dem genaueren Ablauf der Woche und der Operation stehe ich jedem gerne zur Verfügung!
Gruß,
Andreas = videoa
Hallo zusammen,
heute möchte ich Euch von meiner Akustikusneurinom-Operation am 17.11.2009 in Tübingen bei Prof. Tatagiba berichten .
Die Diagnose auf ein Akustikusneurinom links habe ich am 12.10. bei einer MRT erhalten. Eine Woche später, am 19.10. hatte ich bereits einen Termin zu Privatsprechstunde bei Prof. Tatagiba und habe mich direkt danach am 21.11. für die OP am oben genannten Termin angemeldet.
Ich habe im Vorfeld versucht alle offenen Punkte zu klären, so dass ich völlig befreit in die Klinik fahren konnte. Dazu gehörte zunächst die Klärung der Kostenfrage, sowie die Anfertigung einer Vorsorgevollmacht, Kommunikation mit Krankenkasse/Arbeitgeber/Klinik/Reha usw... Meine Familie und vor allem meine Freundin hat mich während der gesamten Zeit so wunderbar unterstützt, dafür bin ich sehr dankbar und das hat mir sehr geholfen. Sie haben sich für die Zeit der Operation eine Ferienwohnung direkt unterhalb der Kliniken genommen und konnten mich so jeden Tag besuchen, da Tübingen von meinem Heimatort ungefähr 300 KM entfernt liegt.
Ich bin in der Zeit bis zum OP-Termin weiter Arbeiten gegangen. Durch die Einnahme von Cortison hatte ich nach wie vor kaum Symptome. Lediglich ein Gefühl wie Watte vor dem Ohr auf der entsprechenden Seite, was mich auch dazu veranlasst hatte zum HNO zu gehen, der mich dann zur MRT schickte. Schwindel oder andere Symptome hatte ich nicht und gehört habe ich auch sehr gut. Die Hörtests (inkl. AEP) waren ohne Befund. Somit fiel mir das Arbeiten nach wie vor nicht schwer und es war eine sehr gute Ablenkung.
Am Montag, d. 16.11. sollte ich mich dann in der Klinik einfinden, um an diversen Vorgesprächen und -untersuchungen als Vorbereitung auf die Operation teilzunehmen. Um Stau und Stress zu vermeiden, bin ich mit meiner Freundin bereits am 15.11. nach Tübingen gefahren, um jeglichen Stress und Aufregungen im Vorfeld der OP zu vermeiden. Wir haben dann in der oben genannten Ferienwohnung übernachtet und konntet so am nächsten morgen nochmal in Ruhe gemeinsam frühstücken, anstatt im Stau zu stehen. Wie sich herausstellte war dies eine goldrichtige Entscheidung, da meine Eltern für die Fahrt fast 5 (statt ca. 3) Stunden benötigten...
Gegen 10.30 Uhr sind wir dann zur Klinik hochgelaufen und haben uns am Schalter für die stationäre Aufnahme angemeldet. Dort kam es zu ersten Unstimmigkeiten, die die Abrechnung und die Krankenkasse betrafen. Man hatte mich von seiten meiner Krankenkasse mal wieder falsch beraten bzw. informiert. Aber bereits dort am Schaltere fiel mir auf, wie freundlich die Menschen in der Klinik waren. Die nächste Station war dann das Sekretariat von Prof. Tatagiba. Seine Sekretärinnen haben uns aufgenommen und uns den weiteren Ablauf erklärt. Und auch dies erledigten sie mit einer Freundlichkeit und Einfühlsamkeit, die ich in dieser Form selten erlebt hatte. Meine Freundin war permanent den Tränen nahe und die Dame hat es verstanden, uns wirklich die erste große Angst zu nehmen.
Danach sind wir dann auf die Station gekommen und wurden in das Zimmer geführt. Der Nachmittag war dann ausgefüllt mit diversen Tests. Herzecho, Vermessung des Gehörs inkl. Hirnströme (AEP), CT, Blutabnahme, die Eingangsuntersuchung mit Reflextests usw...
Anschließend fand dann noch das Aufklärungsgespräch bei der Stationsärztin statt, zu dem dann auch Prof. Tatagiba hinzu kam. Und spätestens da wusste ich, dass meine Entscheidung für Tübingen goldrichtig war. Er hat uns mit seinen Worten soviel Mut gemacht und speziell mir die Angst vor der Operation fast gänzlich genommen.
Den Rest des Tages habe ich dann mit meiner Familie verbracht und bin dann relativ zeitig zu Bett gegangen.
Am nächsten morgen war meine OP als erstes angesetzt (7.30 Uhr) und ich wurde dann von meiner Familie noch zum OP-Saal begleitet. Von dort an erinnere ich mich nur noch daran, dass der Anästhesist zu mir sagte: "Sie schlafen gleich ein....."
Ca. 8 Stunden später bin ich dann auf der Intensivstation aufgewacht bzw. geweckt worden. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten meine Augen zu öffnen, da ich so fertig war.
Zuerst habe ich überprüft, was mit meinem Gesicht los ist.... Kann ich noch alles bewegen? Ist da irgendwas gelähmt? Und wie durch ein Wunder konnte ich alles bewegen. Die einzige Einschränkung (die aber vorher auch schon immer vorhanden war) ist, dass ich mein linkes Auge nicht so fest zumachen kann, wie das rechte. Und zumachen heißt hier mit aller Kraft zusammenpressen... In Anbetracht der Tumorgröße von knapp über 3 cm waren sogar Prof. Tatagiba und der Oberarzt begeistert von diesem Ergebnis. Die Operation verlief ohne Komplikationen.
Das Ohr war/ist aber taub und mit einem sehr starken Tinnitus versehen. Dies war mir aber zunächst egal. Ich wollte irgendwie die Zeit auf der Intensivstation überstehen. Dort war es so laut und wie in einer Bahnhofshalle, dass es eine regelrechte Qual war. Mir ging es aber von Stunde zu Stunde besser und die Betreuung dort war erstklassig.
Bereits am nächsten morgen wurde ich wieder auf die Normalstation verlegt, nachdem man nochmal eine CT gemacht hatte. Der Tumor war restlos entfernt und der Hörnerv erhalten worden (!). Am Nachmittag bin ich dann das erste Mal aufgestanden, da das Bett getauscht werden musste. Ich bin dann auch direkt das erste Mal ins Bad gegangen und habe mich gewaschen. Der Schwindel war zu diesem Zeitpunkt noch sehr stark ausgeprägt, aber das Gehen fiel mir trotzdem nicht so schwer, dass es unmöglich gewesen wäre.
Am zweiten Tag nach der OP ging es mir nochmals deutlich besser und ich bin mit der Physiotherapeutin das erste Mal auf den Gang hinaus gegangen. Die ersten Gleichgewichtsübungen bereiteten mir keinerlei Probleme worüber ich sehr erstaunt war.
Und von da an ging es mir von Tag zu Tag immer deutlich besser. Ich war zwar nach jedem Ausflug sehr müde und musste mich dann ausruhen, aber es war jedes Mal ein sehr gutes Gefühl, wieder eigenständig laufen zu können. Irgendwann konnte ich dann auch mit meinen Verwandten zur Cafeteria gehen.
Am Montag, d. 23.11. wurde ich dann schon entlassen. Ich hatte zunächst etwas Angst vor der langen Heimfahrt (300 KM), da ich mich nach meinen Ausflügen auf dem Flur oder zur Cafeteria immer ausruhen musste. Aber die Fahrt verlief erstaunlich gut und zu Hause ging es mir dann richtig gut vor Freude endlich wieder dort sein zu können. Bereits am Donnerstag, d. 26.11. bin ich dann zur vollstationären Reha nach Braunfels (ca. 15 KM von meinem Wohnort entfernt, liegt vor Wetzlar/Gießen) gefahren.
Dort bin ich seitdem in Behandlung und ich fühle mich - abgesehen vom Gehör - wieder genau so wie vor der OP. Der Schwindel ist fast weg und tritt nur noch bei ganz schnellen Körperbewegungen auf. Ich habe keine Kopfschmerzen und bin ich auch nicht mehr müde. Lediglich nach dem Mittagessen schlafe ich regelmäßig für eine halbe Stunde bis Stunde, sofern es mein Behandlungsplan zulässt. Über die Reha werde ich einen eigenständigen Thread im entsprechenden Forum eröffnen.
Noch einige Worte zur Uni-Klinik Tübingen:
Die Entscheidung für Tübingen war absolut richtig! Alle Menschen dort waren so freundlich und herzlich, wie ich es bisher selten erleben durfte. Es war alles sehr gut organisiert und bei jedem Schichtwechsel war die neue Schicht bestens über den bisherigen Verlauf des Tages informiert. D.h. wenn man z.B. Schmerzen hatte wusste die nachfolgende Schicht schon genau Bescheid und wusste sogar welche Tabletten in welcher Dosis verabreicht worden waren.
Man hat auch gemerkt, dass dort, wie mir der Oberarzt mitteilte, jährlich über 800 AKNs operiert werden, da wirklich jeder Pfleger bestens Bescheid wusste. Ich hatte sogar ein anderes (spezielles) Kissen als mein Zimmernachbar, auf dem man trotz der Wunde sehr gut liegen konnte.
Alles in allem hatte ich immer das Gefühl bestens aufgehoben und in den besten Händen zu sein. Das gilt sowohl für die Schwestern, Pfleger und Ärzte, als auch für das Personal aus der Verwaltung und Prof. Tatagiba selbst.
Insgesamt bin ich mit dem bisherigen Verlauf sehr sehr zufrieden. Es hat keine Komplikationen gegeben. Die Wunde ist bereits sehr gut verheilt und erst auf den zweiten Blick sichtbar. Der Schwindel ist nur noch bei bestimmten/sehr schnellen Bewegungen vorhanden und der Tinnitus hat während der Reha-Zeit bereits stark abgenommen. Er tritt nur noch bei starker Lautstärke in den Vordergrund. Die Hoffnung, dass das Gehoer vielleicht (teilweise) nochmal wiederkommt, habe ich noch nicht aufgegeben. Prof. Tatagiba sowie die Medizinisch-Technischen-Assistenten in Tübingen haben mir gesagt, dass man erst nach 3 bis 6 Monaten Gewissheit hat, und vorher keine definitiven Aussagen treffen kann.
Für Fragen zu Tübingen, Dr. Tatagiba oder dem genaueren Ablauf der Woche und der Operation stehe ich jedem gerne zur Verfügung!
Gruß,
Andreas = videoa