Mein Weg bis zum INI und Gammaknifezentrum Krefeld
Verfasst: 20.08.2009, 22:53
Hallo,
auf Wunsch von ANFux verlasse ich nun den vertraulichen Austausch und möchte mich dann doch im Forum mitteilen und schildere zusammenfassend meine Erlebnisse.
Ursprünglich war das nicht geplant, weil einiges doch so unglaublich ist um es öffentlich kundzutun...
Am 16.7.09 kam ich aus dem Urlaub. Ca. 5 Std. nach der Landung fing dann Zuhause plötzlich an sich alles zu drehen. Ich konnte nur liegen und ca. 48 h nicht mehr aufstehen. Nur Schwindel und Übelkeit. Keine Hörprobleme.
Der Notarzt musste kommen und hat in seiner ersten Meinung Neuropathia Vestibularis diagnostiziert.
Mein Hausarzt (EX-Hausarzt) meinte, dass er nicht wüsste, was das wäre, irgendwas mit Schwindel (hat aber auch nicht nachgelesen) und meinte bei mir sei eh alles Stress bedingt. Kreislauf! Ich habe ja zu niedrigen Blutdruck, leide etwas an Anämie und da ich ja in den letzten 2 Jahren öfters umgefallen bin, kann man wohl nicht viel machen.
Wie in den letzten zwei Jahren riet er mir, alles etwas ruhiger anzugehen, gesund ernähren, aufhören zu rauchen und immer schön Sport machen. "Es kommt und geht auch wieder weg"
Weil im Bekanntenkreis mir jemand etwas über Schwindeldiagnostik erzählt hat, bin ich dann doch mal zum HNO.
Der hat ein paar Tests durchgeführt. Keine Hörminderung festgestellt und nur bei der Schwindeldiagnostik, war es rechts etwas auffälliger als links.
Der HNO meinte dann, das Schwindel harmlos sei. Er ist unangenehm aber medizinisch harmlos. Wenn ich wollte, könnte er ja bei mir Infusionen machen.
Mehr kann man nicht machen!
Durch Zufall, weil eine Freundin, die meinen Schwindelanfall mitbekam, eine Freundin hat, die beim Radiologen arbeitet, haben die beiden mich fast überredet (!) ein MRT zu machen und ich bekam ganz schnell einen Termin.
Der Radiologe meinte dann, dass ich ein kleines AN im rechten Meatus Acusticus Internus hätte und ein Cholesterolgranulom in der rechten Felsenbeinspitze.
Was das ist, was das aussagt, hat mir keiner richtig erklärt. Weder der Radiologe, der meinte nur "da wäre was, aber keine angst ist alles gutartig", noch der HNO. Dieser meinte nur, ich bräuchte nun doch keine Infusion und das ich die zweite Patientin in seiner 20jährigen Laufbahn sei mit einem AN. Ach ja, er fand den Radiologen spitze, weil er schon einen so kleinen (4mm) AN sehen konnte.
Ich sollte ihm eine Woche Zeit lassen, er überlegt sich was weiter zu tun sei.
Als ich ihm dann sagte, dass ich immer noch nicht verstünde, was ich überhaupt hätte, sagte er: Nun, sie haben einen Tumor im Kopf!
Na ja, da hatte ich erst einmal keine Fragen mehr und ging am nächsten Tag zu meinem Hausarzt und frug ihn: Ich habe einen Tumor, was soll ich denn jetzt machen?? ER: Nun, das weiss ich auch nicht. Ich: Ich habe gestern im Internet was gefunden (die IGAN, danke, dass es Euch gibt!!) , muss ich jetzt nicht zum Neurologen oder Neurochirugen? Können sie mir einen empfehlen?
ER: Nee, kann ich nicht, aber ich schreibe ich ihnen natürlich eine Überweisung. (Er schrieb dann auf eine Überweisung beides 'drauf Neurologie und Neurochirugie)
Abschliessend frug ich ihn noch, was ich denn jetzt noch mit dem Tumor gegen die Kopfschmerzen nehmen dürfte, die ich seit dem MRT habe.
ER (Zitat!!): Das weiss ich auch nicht, vom Gefühl her würde ich sagen, kein Aspirin.
So, über die IGAN (nicht von einem Arzt!!) machte ich mich dann schlau und wusste, ich habe 3 Möglichkeiten gegen das AN im Kopf vorzugehen.
1. Bestrahlung
2. OP
3. Abwarten und Kontrollieren
Die eine Woche war dann auch um und ich durfte wieder zu meinem HNO.
Der hat sich dann tatsächlich für mich umgehört.
Seiner Meinung nach, sei die INI in Hannover die beste Klinik für diese Art der OPs, ist aber eine Privat-Klinik, sonst wüsste er keine mit Erfahrung für OPs dieser Art. Da ich ja bei der TK versichert bin, könnte ich auch zum Gammaknife Zentrum nach Krefeld, die TK übernimmt die Kosten komplett. Die hat auch einen guten Ruf.
Na ja, so habe ich mir dann bei beiden einen Termin geholt.
In Krefeld war alles easy. Sehr nette Arzthelferin, überaus freundliche Beratung vom Dr. Horstmann. Hörte sich alles irgendwie einfach an. Schmerzfreie Bestrahlung, kann nach 2-3 Tagen wieder arbeiten, nur 20% Risiko für Hörminderung und nur 3 % Risiko für Spätfolgen auf das zentrale Nervensystem.
Das hörte sich für mich erst einmal gut an.
Nächster Termin Privatklinik INI in Hannover.
Direkt bei Prof. Samii. Man sagte mir aber, ich sollte Wartzeit mitbringen. OK, kein Problem.
Ich fuhr also 300 km nach Hannover, und sprach dann erst einmal bei seinem Oberarzt vor.
Nach über 7 Stunden Wartezeit kam dann der Professor. Ein sehr vertrauensvoller Mann, mit Ausstrahlung. Leider war das Gespräch mit ihm sehr kurz, weil noch mind. 15 weitere Patienten auf ein Gespräch ebenso lange wie ich auf ihn warteten.
Der Oberarzt stellte mich dem Professor mit einem AN links (meiner ist rechts) und meinte auch, dass bei mir keine audiometrische Untersuchung durchgeführt wurde (wurde aber) vor.
Da wusste ich, dass meine Unterlagen von ihm nicht genau durchgelesen wurden.
Sollte ich mich aber für eine OP entscheiden, könnte ich mir dennoch vorstellen, dass Prof. Samii mich operiert, den fand ich echt klasse, obwohl ich für eine OP in dieser Klinik einen Kredit aufnehmen müsste.
Aber von dem Oberarzt war ich enttäuscht.
Anmerken sollte ich noch, dass beide Ärzte eine Bestrahlung ablehnten.
Anmerken möchte ich auch, dass in dem Arztbericht, das AN auf der richtigen Seite beschrieben wurde.
Jetzt bin ich erst einmal müde und K.O. von meinen Erlebnissen.
Momentan weiss ich immer noch nicht, was ich tun soll. Erst einmal warten und in 2-3 Monaten Kontroll-MRT durchführen. Nächste Woche gehe ich mal wieder zu meinem HNO, werde mit ihm die Geschichte mit dem offenen MRT besprechen (habe ja schreckliche Klaustrophie). In Dortmund gibt es einen Radiologen mit Kassenzulassung für offenen MRT.
Ach ja, und ob ein Cholesterolgranulom nun schlimm ist oder nicht, weiss ich immer noch nicht so richtig.
Und was ist mit der Diagnose von dem Notarzt? Kann eine neuropathia Vestibularis nicht auch durch einen Virusinfekt ausgelöst werden? Wie reagiert dann ein Kontrastmittel beim MRT auf eine Entzündung?
Vielleicht sollte ich meinen ehem. Hausarzt fragen.... (
ein Scherz sei mir erlaubt)
Liebe Grüsse Euch allen
auf Wunsch von ANFux verlasse ich nun den vertraulichen Austausch und möchte mich dann doch im Forum mitteilen und schildere zusammenfassend meine Erlebnisse.
Ursprünglich war das nicht geplant, weil einiges doch so unglaublich ist um es öffentlich kundzutun...
Am 16.7.09 kam ich aus dem Urlaub. Ca. 5 Std. nach der Landung fing dann Zuhause plötzlich an sich alles zu drehen. Ich konnte nur liegen und ca. 48 h nicht mehr aufstehen. Nur Schwindel und Übelkeit. Keine Hörprobleme.
Der Notarzt musste kommen und hat in seiner ersten Meinung Neuropathia Vestibularis diagnostiziert.
Mein Hausarzt (EX-Hausarzt) meinte, dass er nicht wüsste, was das wäre, irgendwas mit Schwindel (hat aber auch nicht nachgelesen) und meinte bei mir sei eh alles Stress bedingt. Kreislauf! Ich habe ja zu niedrigen Blutdruck, leide etwas an Anämie und da ich ja in den letzten 2 Jahren öfters umgefallen bin, kann man wohl nicht viel machen.
Wie in den letzten zwei Jahren riet er mir, alles etwas ruhiger anzugehen, gesund ernähren, aufhören zu rauchen und immer schön Sport machen. "Es kommt und geht auch wieder weg"
Weil im Bekanntenkreis mir jemand etwas über Schwindeldiagnostik erzählt hat, bin ich dann doch mal zum HNO.
Der hat ein paar Tests durchgeführt. Keine Hörminderung festgestellt und nur bei der Schwindeldiagnostik, war es rechts etwas auffälliger als links.
Der HNO meinte dann, das Schwindel harmlos sei. Er ist unangenehm aber medizinisch harmlos. Wenn ich wollte, könnte er ja bei mir Infusionen machen.
Mehr kann man nicht machen!
Durch Zufall, weil eine Freundin, die meinen Schwindelanfall mitbekam, eine Freundin hat, die beim Radiologen arbeitet, haben die beiden mich fast überredet (!) ein MRT zu machen und ich bekam ganz schnell einen Termin.
Der Radiologe meinte dann, dass ich ein kleines AN im rechten Meatus Acusticus Internus hätte und ein Cholesterolgranulom in der rechten Felsenbeinspitze.
Was das ist, was das aussagt, hat mir keiner richtig erklärt. Weder der Radiologe, der meinte nur "da wäre was, aber keine angst ist alles gutartig", noch der HNO. Dieser meinte nur, ich bräuchte nun doch keine Infusion und das ich die zweite Patientin in seiner 20jährigen Laufbahn sei mit einem AN. Ach ja, er fand den Radiologen spitze, weil er schon einen so kleinen (4mm) AN sehen konnte.
Ich sollte ihm eine Woche Zeit lassen, er überlegt sich was weiter zu tun sei.
Als ich ihm dann sagte, dass ich immer noch nicht verstünde, was ich überhaupt hätte, sagte er: Nun, sie haben einen Tumor im Kopf!
Na ja, da hatte ich erst einmal keine Fragen mehr und ging am nächsten Tag zu meinem Hausarzt und frug ihn: Ich habe einen Tumor, was soll ich denn jetzt machen?? ER: Nun, das weiss ich auch nicht. Ich: Ich habe gestern im Internet was gefunden (die IGAN, danke, dass es Euch gibt!!) , muss ich jetzt nicht zum Neurologen oder Neurochirugen? Können sie mir einen empfehlen?
ER: Nee, kann ich nicht, aber ich schreibe ich ihnen natürlich eine Überweisung. (Er schrieb dann auf eine Überweisung beides 'drauf Neurologie und Neurochirugie)
Abschliessend frug ich ihn noch, was ich denn jetzt noch mit dem Tumor gegen die Kopfschmerzen nehmen dürfte, die ich seit dem MRT habe.
ER (Zitat!!): Das weiss ich auch nicht, vom Gefühl her würde ich sagen, kein Aspirin.
So, über die IGAN (nicht von einem Arzt!!) machte ich mich dann schlau und wusste, ich habe 3 Möglichkeiten gegen das AN im Kopf vorzugehen.
1. Bestrahlung
2. OP
3. Abwarten und Kontrollieren
Die eine Woche war dann auch um und ich durfte wieder zu meinem HNO.
Der hat sich dann tatsächlich für mich umgehört.
Seiner Meinung nach, sei die INI in Hannover die beste Klinik für diese Art der OPs, ist aber eine Privat-Klinik, sonst wüsste er keine mit Erfahrung für OPs dieser Art. Da ich ja bei der TK versichert bin, könnte ich auch zum Gammaknife Zentrum nach Krefeld, die TK übernimmt die Kosten komplett. Die hat auch einen guten Ruf.
Na ja, so habe ich mir dann bei beiden einen Termin geholt.
In Krefeld war alles easy. Sehr nette Arzthelferin, überaus freundliche Beratung vom Dr. Horstmann. Hörte sich alles irgendwie einfach an. Schmerzfreie Bestrahlung, kann nach 2-3 Tagen wieder arbeiten, nur 20% Risiko für Hörminderung und nur 3 % Risiko für Spätfolgen auf das zentrale Nervensystem.
Das hörte sich für mich erst einmal gut an.
Nächster Termin Privatklinik INI in Hannover.
Direkt bei Prof. Samii. Man sagte mir aber, ich sollte Wartzeit mitbringen. OK, kein Problem.
Ich fuhr also 300 km nach Hannover, und sprach dann erst einmal bei seinem Oberarzt vor.
Nach über 7 Stunden Wartezeit kam dann der Professor. Ein sehr vertrauensvoller Mann, mit Ausstrahlung. Leider war das Gespräch mit ihm sehr kurz, weil noch mind. 15 weitere Patienten auf ein Gespräch ebenso lange wie ich auf ihn warteten.
Der Oberarzt stellte mich dem Professor mit einem AN links (meiner ist rechts) und meinte auch, dass bei mir keine audiometrische Untersuchung durchgeführt wurde (wurde aber) vor.
Da wusste ich, dass meine Unterlagen von ihm nicht genau durchgelesen wurden.
Sollte ich mich aber für eine OP entscheiden, könnte ich mir dennoch vorstellen, dass Prof. Samii mich operiert, den fand ich echt klasse, obwohl ich für eine OP in dieser Klinik einen Kredit aufnehmen müsste.
Aber von dem Oberarzt war ich enttäuscht.
Anmerken sollte ich noch, dass beide Ärzte eine Bestrahlung ablehnten.
Anmerken möchte ich auch, dass in dem Arztbericht, das AN auf der richtigen Seite beschrieben wurde.
Jetzt bin ich erst einmal müde und K.O. von meinen Erlebnissen.
Momentan weiss ich immer noch nicht, was ich tun soll. Erst einmal warten und in 2-3 Monaten Kontroll-MRT durchführen. Nächste Woche gehe ich mal wieder zu meinem HNO, werde mit ihm die Geschichte mit dem offenen MRT besprechen (habe ja schreckliche Klaustrophie). In Dortmund gibt es einen Radiologen mit Kassenzulassung für offenen MRT.
Ach ja, und ob ein Cholesterolgranulom nun schlimm ist oder nicht, weiss ich immer noch nicht so richtig.
Und was ist mit der Diagnose von dem Notarzt? Kann eine neuropathia Vestibularis nicht auch durch einen Virusinfekt ausgelöst werden? Wie reagiert dann ein Kontrastmittel beim MRT auf eine Entzündung?
Vielleicht sollte ich meinen ehem. Hausarzt fragen.... (
Liebe Grüsse Euch allen