Akustikusneurinom-Operation gut überstanden
Verfasst: 18.08.2009, 12:59
Akustikusneurinom-Operation gut überstanden
Lieber AnFux
liebe Forumsteilnehmer,
zunächst einmal möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die ihre
Geschichten ins Forum gestellt haben und somit mir und sicherlich auch
vielen anderen bei der Entscheidung, was zu tun ist, geholfen haben. Ganz besonderen Dank gilt hier dem lieben ANFux, der unermüdlich mit fachlichem Rat zur Seite steht. Auch ich hätte nicht gewußt, was zu tun ist, wäre ich nicht per Zufall auf dieses Forum gestoßen. Hier meine Geschichte.
Im November 2008 erlitt ich einen Hörsturz, der bei meiner HNO-Ärztin mit Infusionen behandelt wurde, jedoch ohne Erfolg. Darauf hin folgten
Behandlungen beim Orthopäden und beim Zahnarzt (Schiene etc.) Da diese Behandlungen keine Besserungen brachten und ich das Gefühl hatte, dass sich mein Gehör weiter verschlechterte wurde bei meiner HNO-Ärztin gemessen,welche akustischen Reize im Gehirn ankommen. Hier wurde festgestellt, dass mit meinem rechten Ohr etwas nicht in Ordnung war. Es wurde ein MRT gemacht und ein Akustikusneurinom mit einer Raumforderung von 9x10mm festgestellt, das war Anfang April 09.
Rückblickend kann ich sagen, dass sich dieser Tumor bereits vor 14 Jahren bemerkbar gemacht hatte, als ich mitten im Schlaf einen starken Drehschwindel erlitt, der mich quasi mit voller Kraft ins Weltall schleudern wollte. Die anschließenden Untersuchungen auch das erfolgte MRT waren jedoch damals ohne Befund. In der Folgezeit gab es immer wieder Probleme mit Schwindel, ich war aber immer in der Lage zu arbeiten.
Als ich nun die Diagnose AKustikusneurinom erfuhr, war ich zunächst heilfroh, dass man den Übeltäter ausfindig gemacht hatte. Als mir bewusst wurde, dass es sich um einen Hirntumor handelte, bekam ich es doch mit der Angst zu tun. Ich hatte einige schlimme Nächte mit regelrechten Panikattacken. Die Vorstellung, dass an meinem Kopf operiert werden musste, versetzte mich in panische Angst. Auch die Tatsache, dass es sich hier um einen gutartigen Tumor handelte, konnte mich nicht besonders trösten. Ich wollte dieses Ding so schnell wie möglich loswerden, hatte aber gleichzeitig Angst vor der Operation.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich auf das Forum gestoßen. Habe die Informationen durchgearbeitet und die positiven und negativen Berichte gelesen. Dabei haben mir auch die Kommentare von Marmott sehr geholfen. Ich kam also zu der Einstellung, mich operieren zu lassen. Aus dem Forumsberichten hatte ich mich für Tübingen entschieden und mich bei Prof. Tatagiba vorgestellt. Für den 20.Juli 09 erhielt ich einen Termin zur Aufnahme ins Krankenhaus. Die Zwischenzeit habe ich genutzt, um meinen Körper fit zu machen und für einen entspannenden Urlaub, um dann gestärkt in die OP zu gehen.
Als ich mich für diese Strategie entschieden hatte, bin ich nicht mehr ins Forum gegangen. Ich hatte meine Entscheidung getroffen und wollte meine Gefühlswelt nicht durch negative Nachrichten durcheinander bringen. Mit dieser Einstellung wurde ich ganz ruhig.
So wurde ich nun nach verschiedenen Voruntersuchungen am 21. Juli in
Tübingen operiert. Der Tumor konnte entfernt werden, mein Resthörvermögen blieb erhalten, ebenso der leichte Tinnitus. Besonders zu kämpfen hatte ich mit Schwindel und Übelkeit. Ich habe noch am 5. Tag im Krankenhaus 'spucken'müssen. Die Schmerzen am Kopf sind unerheblich. Ich hatte jedoch Schmerzen am rechten Augen, das sich aber schließen ließ. Im Krankenhaus hatte ich keinerlei Anzeichen einer Gesichtslähmung.
Wieder zuhause am 17. Tag nach meiner Operation bemerkte ich beim Frühstück, dass ich nicht richtig trinken konnte. Mein rechter Mundwinkel und mein rechtes Auge (Doppelsehen beim Lesen ) machen mir etwas Probleme. Ich merke, dass ich nicht die volle Kontrolle über meine rechte Gesichtshälfte habe. Optisch ist dies nicht zu erkennen. Ich hoffe daher, dass sich hier eine Besserung einstellt.
Habe jetzt noch einige Kortison-Infusionen von meiner HNO-Ärztin erhalten und merke, dass mein Mundwinkel langsam beweglicher wird. Das Doppelsehen ist verschwunden. Es wird aber sicher noch etwas dauern, bis die Lähmung ganz verschwunden ist.
Noch bin ich etwas wackelig auf den Beinen. Habe immer noch mit Schwindel zu kämpfen. Eine direkte Anschluß-REHA wäre daher für mich zu früh gewesen. Bin jetzt froh, den Schritt getan zu haben und hoffe, dass ich die vorhandenen Probleme auch noch in den Griff bekomme.
Liebe Grüße an alle Betroffenen
Iris
Lieber AnFux
liebe Forumsteilnehmer,
zunächst einmal möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die ihre
Geschichten ins Forum gestellt haben und somit mir und sicherlich auch
vielen anderen bei der Entscheidung, was zu tun ist, geholfen haben. Ganz besonderen Dank gilt hier dem lieben ANFux, der unermüdlich mit fachlichem Rat zur Seite steht. Auch ich hätte nicht gewußt, was zu tun ist, wäre ich nicht per Zufall auf dieses Forum gestoßen. Hier meine Geschichte.
Im November 2008 erlitt ich einen Hörsturz, der bei meiner HNO-Ärztin mit Infusionen behandelt wurde, jedoch ohne Erfolg. Darauf hin folgten
Behandlungen beim Orthopäden und beim Zahnarzt (Schiene etc.) Da diese Behandlungen keine Besserungen brachten und ich das Gefühl hatte, dass sich mein Gehör weiter verschlechterte wurde bei meiner HNO-Ärztin gemessen,welche akustischen Reize im Gehirn ankommen. Hier wurde festgestellt, dass mit meinem rechten Ohr etwas nicht in Ordnung war. Es wurde ein MRT gemacht und ein Akustikusneurinom mit einer Raumforderung von 9x10mm festgestellt, das war Anfang April 09.
Rückblickend kann ich sagen, dass sich dieser Tumor bereits vor 14 Jahren bemerkbar gemacht hatte, als ich mitten im Schlaf einen starken Drehschwindel erlitt, der mich quasi mit voller Kraft ins Weltall schleudern wollte. Die anschließenden Untersuchungen auch das erfolgte MRT waren jedoch damals ohne Befund. In der Folgezeit gab es immer wieder Probleme mit Schwindel, ich war aber immer in der Lage zu arbeiten.
Als ich nun die Diagnose AKustikusneurinom erfuhr, war ich zunächst heilfroh, dass man den Übeltäter ausfindig gemacht hatte. Als mir bewusst wurde, dass es sich um einen Hirntumor handelte, bekam ich es doch mit der Angst zu tun. Ich hatte einige schlimme Nächte mit regelrechten Panikattacken. Die Vorstellung, dass an meinem Kopf operiert werden musste, versetzte mich in panische Angst. Auch die Tatsache, dass es sich hier um einen gutartigen Tumor handelte, konnte mich nicht besonders trösten. Ich wollte dieses Ding so schnell wie möglich loswerden, hatte aber gleichzeitig Angst vor der Operation.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich auf das Forum gestoßen. Habe die Informationen durchgearbeitet und die positiven und negativen Berichte gelesen. Dabei haben mir auch die Kommentare von Marmott sehr geholfen. Ich kam also zu der Einstellung, mich operieren zu lassen. Aus dem Forumsberichten hatte ich mich für Tübingen entschieden und mich bei Prof. Tatagiba vorgestellt. Für den 20.Juli 09 erhielt ich einen Termin zur Aufnahme ins Krankenhaus. Die Zwischenzeit habe ich genutzt, um meinen Körper fit zu machen und für einen entspannenden Urlaub, um dann gestärkt in die OP zu gehen.
Als ich mich für diese Strategie entschieden hatte, bin ich nicht mehr ins Forum gegangen. Ich hatte meine Entscheidung getroffen und wollte meine Gefühlswelt nicht durch negative Nachrichten durcheinander bringen. Mit dieser Einstellung wurde ich ganz ruhig.
So wurde ich nun nach verschiedenen Voruntersuchungen am 21. Juli in
Tübingen operiert. Der Tumor konnte entfernt werden, mein Resthörvermögen blieb erhalten, ebenso der leichte Tinnitus. Besonders zu kämpfen hatte ich mit Schwindel und Übelkeit. Ich habe noch am 5. Tag im Krankenhaus 'spucken'müssen. Die Schmerzen am Kopf sind unerheblich. Ich hatte jedoch Schmerzen am rechten Augen, das sich aber schließen ließ. Im Krankenhaus hatte ich keinerlei Anzeichen einer Gesichtslähmung.
Wieder zuhause am 17. Tag nach meiner Operation bemerkte ich beim Frühstück, dass ich nicht richtig trinken konnte. Mein rechter Mundwinkel und mein rechtes Auge (Doppelsehen beim Lesen ) machen mir etwas Probleme. Ich merke, dass ich nicht die volle Kontrolle über meine rechte Gesichtshälfte habe. Optisch ist dies nicht zu erkennen. Ich hoffe daher, dass sich hier eine Besserung einstellt.
Habe jetzt noch einige Kortison-Infusionen von meiner HNO-Ärztin erhalten und merke, dass mein Mundwinkel langsam beweglicher wird. Das Doppelsehen ist verschwunden. Es wird aber sicher noch etwas dauern, bis die Lähmung ganz verschwunden ist.
Noch bin ich etwas wackelig auf den Beinen. Habe immer noch mit Schwindel zu kämpfen. Eine direkte Anschluß-REHA wäre daher für mich zu früh gewesen. Bin jetzt froh, den Schritt getan zu haben und hoffe, dass ich die vorhandenen Probleme auch noch in den Griff bekomme.
Liebe Grüße an alle Betroffenen
Iris