ZAP-X München - Behandlungserfolg schon nach 6 Monaten sichtbar
Verfasst: 12.09.2025, 17:38
Liebe Forum-Mitglieder,
als ich vor der Entscheidung "OP oder Bestrahlung" stand, hätte ich mir gewünscht, mehr über Behandlungserfolge (oder auch Misserfolge) von Cyberknife und ZAP-X zu lesen. Meine Behandlung mit ZAP-X im ERC München ist nun 9 Monate her und erwies sich bis jetzt als überaus erfolgreich. Darüber möchte ich berichten:
Sept. 2024 Erstdiagnose
- nach wiederholtem Hörsturz links schickte mich der wegen einseitiger Hörminderung konsultierte 3. HNO-Arzt (endlich) ins MRT:
- 21x15x15mm links, T3b, Tumor "schmiegt" sich bereits an Kleinhirn an
- sehr eingeschränktes Hörvermögen links
- keine weiteren Symptome oder Beschwerden
- Alter: 48 J.
Okt. 2024 Entscheidungsfindung
Wunsch nach interdisziplinärer Beratung in der Tumorsprechstunde im Unikinikum Heidelberg: Katastrophe! Wegen hohem Krankenstand 3 Std. Wartezeit bis der junge Arzt meinte: "Ja, das ist ja schon sehr groß", dann leuchtete er ins Ohr und in den Hals, da er ja sein übliches Programm abzuspulen habe. Ich verlangte den Oberarzt, der dann meinte, man habe neben dem Cyberknife sogar Gamma-knife (das wohlgemerkt schon 1967 erfunden wurde und meines Wissens nicht mehr bei AN angewendet wird)
Beratung in der Neurochirurgie Tübingen: Man versuchte mir die OP schmackhaft zu machen, Hauptargument: Nach der OP wäre man geheilt. Um den Rest des Gehörs zu erhalten könne man aber auch ein bisschen "drin" lassen...
online-Beratung ERC München Dr. Kufeld: kompetent, glaubwürdig, Zahlen auf den Tisch über Behandlungserfolg mit ZAP-X oder Cyberknife (über 90 %), Wahrscheinlichkeit weiterer Hörverlust bei 50 % (um 10-20 dB), Gesichtslähmung unter 1%; die Antwort auf meine Frage, ob mein Tumor nicht schon zu groß für Bestrahlung: nein, läge aber im oberen Drittel; Dr. Kufeld würde das ZAP-X für mich vorsehen
=> Entschluss: es wird bestrahlt und nicht operiert, allerdings aus beruflichen Gründen erst nach Weihnachten
Jan. 2025 ZAP-X-Behandlung München
- "frisches" MRT plus Hörtest vor Bestrahlung
- 22x16x15, Volumen: 1,8cm3 (innerhalb von 4 Monaten noch gewachsen)
- einmalige ZAP-X-Behandlung mit D = 13 Gy (54%)
- keine kurzfristigen Nebenwirkungen wie Strahlenkater, erhöhte Müdigkeit, Haarausfall o.ä.
März 2025 Nebenwirkung?
Eine Woche lang: Schielen (Doppelbilder) nach dem Aufwachen (ca. 30 Min. lang, dann weg) oder beim Liegen auf dem linken Ohr (z.B. beim Fernsehen); auch Tendenz zum kurzfristigen Schielen bei schnellem Wechsel von nah-fern oder links-rechts.
Dieser kleine Spuk war nach einer guten Woche wieder vorbei, beunruhigte mich aber kaum, sondern machte mir Mut, dass nun etwas mit dem Tumor passieren könnte.
Laut Dr. Kufeld stünde das Schielen eher nicht in Zusammenhang mit dem Tumor - was soll's!
Ansonsten: keine weiteren Nebenwirkungen; sportlich aktiv wie zuvor: Fitness-Studio, Laufen, Wandern
Juli 2025 Kontroll-MRT
Der diagnostizierende Radiologe wusste nicht von der ZAP-X-Behandlung und meinte nach dem Kontroll-MRT: "Da wurde etwas gemacht - oder?" - große Erleichterung!
20x14x14 Volumenabnahme also schon nach 6 Monaten sichtbar!
Behandlungsbericht: "Im aktuellen MRT zeigt das radiochirurgisch ausgeschaltete Akustikusneurinom eine ausgeprägte zentrale Nekrotisierung [Absterben] und ist bereits erkennbar geschrumpft. Anzeichen für eine anhaltende Tumoraktivität oder sonstige unerwünschte, strahleninduzierte Gewebeveränderungen finden sich nicht."
Dr. Kufeld im Gespräch: "Bestmögliches Ergebnis", nächstes Kontroll-MRT erst wieder in einem Jahr nötig
Hörtest (und eigenes Empfinden): Hörvermögen unverändert, also keine Verschlechterung bis jetzt
Sept. 2025
Ich genieße weiter den Behandlungserfolg und schreibe endlich diesen Bericht, um anderen Mut für diesen Behandlungsweg zu machen.
als ich vor der Entscheidung "OP oder Bestrahlung" stand, hätte ich mir gewünscht, mehr über Behandlungserfolge (oder auch Misserfolge) von Cyberknife und ZAP-X zu lesen. Meine Behandlung mit ZAP-X im ERC München ist nun 9 Monate her und erwies sich bis jetzt als überaus erfolgreich. Darüber möchte ich berichten:
Sept. 2024 Erstdiagnose
- nach wiederholtem Hörsturz links schickte mich der wegen einseitiger Hörminderung konsultierte 3. HNO-Arzt (endlich) ins MRT:
- 21x15x15mm links, T3b, Tumor "schmiegt" sich bereits an Kleinhirn an
- sehr eingeschränktes Hörvermögen links
- keine weiteren Symptome oder Beschwerden
- Alter: 48 J.
Okt. 2024 Entscheidungsfindung
Wunsch nach interdisziplinärer Beratung in der Tumorsprechstunde im Unikinikum Heidelberg: Katastrophe! Wegen hohem Krankenstand 3 Std. Wartezeit bis der junge Arzt meinte: "Ja, das ist ja schon sehr groß", dann leuchtete er ins Ohr und in den Hals, da er ja sein übliches Programm abzuspulen habe. Ich verlangte den Oberarzt, der dann meinte, man habe neben dem Cyberknife sogar Gamma-knife (das wohlgemerkt schon 1967 erfunden wurde und meines Wissens nicht mehr bei AN angewendet wird)
Beratung in der Neurochirurgie Tübingen: Man versuchte mir die OP schmackhaft zu machen, Hauptargument: Nach der OP wäre man geheilt. Um den Rest des Gehörs zu erhalten könne man aber auch ein bisschen "drin" lassen...
online-Beratung ERC München Dr. Kufeld: kompetent, glaubwürdig, Zahlen auf den Tisch über Behandlungserfolg mit ZAP-X oder Cyberknife (über 90 %), Wahrscheinlichkeit weiterer Hörverlust bei 50 % (um 10-20 dB), Gesichtslähmung unter 1%; die Antwort auf meine Frage, ob mein Tumor nicht schon zu groß für Bestrahlung: nein, läge aber im oberen Drittel; Dr. Kufeld würde das ZAP-X für mich vorsehen
=> Entschluss: es wird bestrahlt und nicht operiert, allerdings aus beruflichen Gründen erst nach Weihnachten
Jan. 2025 ZAP-X-Behandlung München
- "frisches" MRT plus Hörtest vor Bestrahlung
- 22x16x15, Volumen: 1,8cm3 (innerhalb von 4 Monaten noch gewachsen)
- einmalige ZAP-X-Behandlung mit D = 13 Gy (54%)
- keine kurzfristigen Nebenwirkungen wie Strahlenkater, erhöhte Müdigkeit, Haarausfall o.ä.
März 2025 Nebenwirkung?
Eine Woche lang: Schielen (Doppelbilder) nach dem Aufwachen (ca. 30 Min. lang, dann weg) oder beim Liegen auf dem linken Ohr (z.B. beim Fernsehen); auch Tendenz zum kurzfristigen Schielen bei schnellem Wechsel von nah-fern oder links-rechts.
Dieser kleine Spuk war nach einer guten Woche wieder vorbei, beunruhigte mich aber kaum, sondern machte mir Mut, dass nun etwas mit dem Tumor passieren könnte.
Laut Dr. Kufeld stünde das Schielen eher nicht in Zusammenhang mit dem Tumor - was soll's!
Ansonsten: keine weiteren Nebenwirkungen; sportlich aktiv wie zuvor: Fitness-Studio, Laufen, Wandern
Juli 2025 Kontroll-MRT
Der diagnostizierende Radiologe wusste nicht von der ZAP-X-Behandlung und meinte nach dem Kontroll-MRT: "Da wurde etwas gemacht - oder?" - große Erleichterung!
20x14x14 Volumenabnahme also schon nach 6 Monaten sichtbar!
Behandlungsbericht: "Im aktuellen MRT zeigt das radiochirurgisch ausgeschaltete Akustikusneurinom eine ausgeprägte zentrale Nekrotisierung [Absterben] und ist bereits erkennbar geschrumpft. Anzeichen für eine anhaltende Tumoraktivität oder sonstige unerwünschte, strahleninduzierte Gewebeveränderungen finden sich nicht."
Dr. Kufeld im Gespräch: "Bestmögliches Ergebnis", nächstes Kontroll-MRT erst wieder in einem Jahr nötig
Hörtest (und eigenes Empfinden): Hörvermögen unverändert, also keine Verschlechterung bis jetzt
Sept. 2025
Ich genieße weiter den Behandlungserfolg und schreibe endlich diesen Bericht, um anderen Mut für diesen Behandlungsweg zu machen.