Neuvorstellung, OP vs Bestrahlung?
Verfasst: 02.09.2025, 13:28
Hallo,
bei mir wurde ein VS diagnostiziert. Ca 20x18 und im Kleinbrueckenwinkel mit leichter Verdraengung des Hirnstammes. Bis auf einen moderaten Hoerverlust auf der entsprechenden Seite bin ich bislang noch weitestgehend symptomfrei. Manchmal bilde ich mir ein, dass ich leichte Missempfindungen im Gesicht habe. Das war allerdings nach der Diagnose am staerksten... also uU psychosomatisch (?)
Jetzt kommt das nervige: Ich lebe derzeit in Neuseeland und kann nicht ganz ohne weiteres in das deutsche KV System zurueck (mit ein bisschen Aufwand und Kosten wirds aber wahrscheinlich gehen). Ich habe hier mit der Chirurgie und den Bestrahlern gesprochen und dazu haette ich ein paar Fragen:
Aussagen Chirurgie:
- Gesichtsnervenerhalt 90 - 95% Chance (5% Totalausfall, 5% Teilschaden)
- Hoervermoegen erhalten nur 15 - 25% Chance (selbst bei retrosigmoidalem Zugang). Das fand ich ehrlichgesagt sehr ueberraschend, da hatte ich im Internet andere Zahlen recherchiert. Kann das jemand einordnen? Was wuerden deutsche Zentren hierzu sagen?
- die operieren hier ca 25 pro Jahr. Wie ist diese Zahl gegenueber einem deutschen Zentrum einzuordnen?
- Wartezeiten relativ lange, da nicht dringend (ca 6 Monate). Waere das in Deutschland schneller?
Aussagen Bestrahlung:
- wegen Hirnstammnaehe wuerden die hypofraktioniertes Gamma Knife machen (3x 6 Gy oder 5x 5Gy wenn ich mich recht entsinne)
- sehr geringe Chance auf Probleme fuer Gesichtsnerv (was ich sehr gut finde)
- Hoervermoegen laesst wsh ueber die Jahre nach, keine klaren Zahlen
- ca 1% Chance dass durch Nekrose in der Tumorumgebung chronische Kopfschmerzen entstehen; Auftreten Monate bis Jahre nach der Operation. Allerdings konnten sie mir nicht so genau sagen wie krass diese Kopfschmerzen sind, wie haeufig sie auftreten und ob und wie sie behandelt werden koennen. Hat hierzu jemand Erfahrungen / Einschaetzungen?
Falls ich das in NZ machen lassen sollte, tendiere ich fast eher zur Bestrahlung. Die Kopfschmerzen haben mich allerdings etwas verunsichert, das habe ich in meiner Recherche im Vorfeld noch nicht gelesen gehabt. Kann mir hierzu jemand etwas sagen? Wie schaetzt ihr hypofraktionierte Bestrahlung ein? Ich habe den Eindruck, dass das relativ selten gemacht wird.
Ich koennte eine Zeitmeinung von der Charite einholen, Gespraech waere mit Prof. Vajkoczy. Hat jemand Erfahrung mit der Charite und ihm persoenlich? Auf dem Papier ist er ja auf jeden Fall sehr ausserordentlich. Wird sich das lohnen?
EDIT - was mir gerade noch eingefallen ist: Herr Vajkoczy ist ja Chirurg. Sollte ich mir fuer die Entscheidung OP vs Bestrahlung noch eine Drittmeinung einholen? Welche Klinik waere fuer Bestrahlung ein guter Ansprechpartner?
bei mir wurde ein VS diagnostiziert. Ca 20x18 und im Kleinbrueckenwinkel mit leichter Verdraengung des Hirnstammes. Bis auf einen moderaten Hoerverlust auf der entsprechenden Seite bin ich bislang noch weitestgehend symptomfrei. Manchmal bilde ich mir ein, dass ich leichte Missempfindungen im Gesicht habe. Das war allerdings nach der Diagnose am staerksten... also uU psychosomatisch (?)
Jetzt kommt das nervige: Ich lebe derzeit in Neuseeland und kann nicht ganz ohne weiteres in das deutsche KV System zurueck (mit ein bisschen Aufwand und Kosten wirds aber wahrscheinlich gehen). Ich habe hier mit der Chirurgie und den Bestrahlern gesprochen und dazu haette ich ein paar Fragen:
Aussagen Chirurgie:
- Gesichtsnervenerhalt 90 - 95% Chance (5% Totalausfall, 5% Teilschaden)
- Hoervermoegen erhalten nur 15 - 25% Chance (selbst bei retrosigmoidalem Zugang). Das fand ich ehrlichgesagt sehr ueberraschend, da hatte ich im Internet andere Zahlen recherchiert. Kann das jemand einordnen? Was wuerden deutsche Zentren hierzu sagen?
- die operieren hier ca 25 pro Jahr. Wie ist diese Zahl gegenueber einem deutschen Zentrum einzuordnen?
- Wartezeiten relativ lange, da nicht dringend (ca 6 Monate). Waere das in Deutschland schneller?
Aussagen Bestrahlung:
- wegen Hirnstammnaehe wuerden die hypofraktioniertes Gamma Knife machen (3x 6 Gy oder 5x 5Gy wenn ich mich recht entsinne)
- sehr geringe Chance auf Probleme fuer Gesichtsnerv (was ich sehr gut finde)
- Hoervermoegen laesst wsh ueber die Jahre nach, keine klaren Zahlen
- ca 1% Chance dass durch Nekrose in der Tumorumgebung chronische Kopfschmerzen entstehen; Auftreten Monate bis Jahre nach der Operation. Allerdings konnten sie mir nicht so genau sagen wie krass diese Kopfschmerzen sind, wie haeufig sie auftreten und ob und wie sie behandelt werden koennen. Hat hierzu jemand Erfahrungen / Einschaetzungen?
Falls ich das in NZ machen lassen sollte, tendiere ich fast eher zur Bestrahlung. Die Kopfschmerzen haben mich allerdings etwas verunsichert, das habe ich in meiner Recherche im Vorfeld noch nicht gelesen gehabt. Kann mir hierzu jemand etwas sagen? Wie schaetzt ihr hypofraktionierte Bestrahlung ein? Ich habe den Eindruck, dass das relativ selten gemacht wird.
Ich koennte eine Zeitmeinung von der Charite einholen, Gespraech waere mit Prof. Vajkoczy. Hat jemand Erfahrung mit der Charite und ihm persoenlich? Auf dem Papier ist er ja auf jeden Fall sehr ausserordentlich. Wird sich das lohnen?
EDIT - was mir gerade noch eingefallen ist: Herr Vajkoczy ist ja Chirurg. Sollte ich mir fuer die Entscheidung OP vs Bestrahlung noch eine Drittmeinung einholen? Welche Klinik waere fuer Bestrahlung ein guter Ansprechpartner?