Hirnödem + Nebenwirkungen nach Stereotaktischer Einmalbestrahlung / Radiochirurgie
Verfasst: 10.09.2023, 11:39
(Wenn Falsches Thema, bitte verschieben)
Hallo liebe Gemeinschaft.
Ich möchte hier von meiner Erfahrung berichten und eventuell mentale Unterstützung bekommen.
Zur Sache:
Zufallsbefund MRT Juli 2023
(Veranlassung wegen nervlicher / muskulärer Schwäche im rechten Bein, lauter Tinnitus (50-80Hz, linkes Ohr seit Mai 2023)
Akustikusneurinom innerer Gehörgang links, 1-8 mm (lt. Befund 3x7mm)
Bestrahlung am 18. 08.2023 im Klinikum Frankfurt (Oder)
mit einer Einzeldosis von 13,5 GY im Zentrum, 89% (12GY) umschließend (lt. Arztbrief)
1. Bestrahlungs Termin musste abgebrochen werden, aufgrund einer Panikattacke meinerseits (die enge Maske)
2. Bestrahlungs Termin unter Gabe von 5 mg Dormicum erfolgt (leichte Sedierung)
Am Abend nach der Bestrahlung bekam ich extreme Kopfschmerzen. Am darauffolgenden Tag begann sich mein Zustand immer weiter zu verschlechtern. Starker Schwindel, Gangunsicherheit, Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, also so ziemlich die ganze Palette an Nebenwirkungen. Drei Tage nach der Bestrahlung habe ich meinen Hausarzt aufgesucht. Empfehlung: Ruhe, Ruhe, Ruhe.
Da sich nach 2 weiteren Tagen mein Zustand nicht gebessert hatte, zweiter Termin beim Hausarzt. Dieses Mal, in Rücksprache mit dem Strahlentherapeut, bekam ich drei mal am Tag 1 mg Dexamethason verschrieben. Leider stellte sich keine Besserung ein, so dass ich eine Woche nach der Bestrahlung eine Einweisung ins Krankenhaus bekam. In dieser einen Woche hatte ich knapp 5 kg abgenommen. Im Krankenhaus wurde eine Kortisonstoßtherapie durchgeführt. Dosierung: 500 mg Methylprednisolon, intravenös, fünf Tage lang. Es hinzu kommt noch, dass ich Diabetiker bin. Durch diese Therapie ist natürlich mein Blutzucker in die Höhe geschossen, so dass ich zusätzlich mit Insulin behandelt werden musste. 6 Tage kein Stuhlgang, Abführmittel und Einlauf brachten keine Erleichterung, obwohl ich normal gegessen hatte. (Arzt: könnte am Kortison und Insulin liegen) Nach einer Woche wurde ich entlassen. Nun soll ich drei Wochen warten, um danach diese Therapie zu wiederholen. Eine neue Einweisung ins Krankenhaus habe ich schon. Gleichzeitig habe ich mit der Einnahme von Weihrauchkapseln begonnen um die Genesung zu unterstützen. Ob es hilft kann ich natürlich noch nicht beurteilen, habe mich dabei aber an Berichten und Erfahrungen im Internet orientiert.
Momentan kein Kortison.
Positiv:
Mein Zustand hatte sich etwas gebessert. In Zahlen ausgedrückt, von 100 % Beschwerden bei der Einweisung bin ich nach der Entlassung bei circa 50 % angekommen. Übelkeit und Erbrechen sind fast verschwunden. Appetit ist wieder da und auch Gewichtszunahme ist erfolgt.
Stuhlgang normalisierte sich langsam.
Tinnitus war für ca. 3 Tage weg oder ich habe ihn nicht wahrgenommen.
Negativ:
Nun, 1 Woche nach der Entlassung sind der Schwindel und der Druck im Kopf wieder zurück. Spazieren gehen ist fast unmöglich. (Mein Gang ist sehr unsicher, wie alkoholisiert)
Allgemeine Schwäche, zittrige Hände, Schlafstörungen.
Tinnitus ist wieder permanent da, gefühlt lauter als vorher. Auch eine Hörminderung ist bereits spürbar. (leiser, dumpfer)
Also alles noch weit weg von der Normalität.
Nun meine Frage:
Hat jemand Erfahrungen mit den gleichen Nebenwirkungen? Ist das wirklich normal, im besten Fall temporär? Wie lange hält dieser Zustand noch an? Im Internet kann man von einigen Tagen über mehrere Wochen und Monate bis hin zu dauerhaft lesen. Das macht mir Angst. Ich weiß, dass die Genesung Zeit braucht, bin mit Sicherheit auch viel zu ungeduldig. Ich möchte am Liebsten sofort wieder arbeiten gehen, leider nicht möglich. Wie sind eure Erfahrungen hinsichtlich der Besserung der Nebenwirkungen bzw. der Dauer der Genesung.
Ich würde mich über jede Antwort freuen.
Zu meiner Person:
Männlich 1,82 m, 93 kg, 55 Jahre, Raucher, kein Alkohol
Dauermedikation:
Bluthochdruck (Amlodipin 5 mg / Tag)
Diabetes (Metformin 2x 500 mg / Tag)
Polyneuropathie (Gabapenthin 2x 800mg / Tag)
Gelegentlich Panikattacke / Angststörung (Paroxetin 1x 20 mg / Tag)
Bei Bedarf / Notfall: 1mg Lorazepam (selten)
Beste Grüße,
René
Hallo liebe Gemeinschaft.
Ich möchte hier von meiner Erfahrung berichten und eventuell mentale Unterstützung bekommen.
Zur Sache:
Zufallsbefund MRT Juli 2023
(Veranlassung wegen nervlicher / muskulärer Schwäche im rechten Bein, lauter Tinnitus (50-80Hz, linkes Ohr seit Mai 2023)
Akustikusneurinom innerer Gehörgang links, 1-8 mm (lt. Befund 3x7mm)
Bestrahlung am 18. 08.2023 im Klinikum Frankfurt (Oder)
mit einer Einzeldosis von 13,5 GY im Zentrum, 89% (12GY) umschließend (lt. Arztbrief)
1. Bestrahlungs Termin musste abgebrochen werden, aufgrund einer Panikattacke meinerseits (die enge Maske)
2. Bestrahlungs Termin unter Gabe von 5 mg Dormicum erfolgt (leichte Sedierung)
Am Abend nach der Bestrahlung bekam ich extreme Kopfschmerzen. Am darauffolgenden Tag begann sich mein Zustand immer weiter zu verschlechtern. Starker Schwindel, Gangunsicherheit, Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, also so ziemlich die ganze Palette an Nebenwirkungen. Drei Tage nach der Bestrahlung habe ich meinen Hausarzt aufgesucht. Empfehlung: Ruhe, Ruhe, Ruhe.
Da sich nach 2 weiteren Tagen mein Zustand nicht gebessert hatte, zweiter Termin beim Hausarzt. Dieses Mal, in Rücksprache mit dem Strahlentherapeut, bekam ich drei mal am Tag 1 mg Dexamethason verschrieben. Leider stellte sich keine Besserung ein, so dass ich eine Woche nach der Bestrahlung eine Einweisung ins Krankenhaus bekam. In dieser einen Woche hatte ich knapp 5 kg abgenommen. Im Krankenhaus wurde eine Kortisonstoßtherapie durchgeführt. Dosierung: 500 mg Methylprednisolon, intravenös, fünf Tage lang. Es hinzu kommt noch, dass ich Diabetiker bin. Durch diese Therapie ist natürlich mein Blutzucker in die Höhe geschossen, so dass ich zusätzlich mit Insulin behandelt werden musste. 6 Tage kein Stuhlgang, Abführmittel und Einlauf brachten keine Erleichterung, obwohl ich normal gegessen hatte. (Arzt: könnte am Kortison und Insulin liegen) Nach einer Woche wurde ich entlassen. Nun soll ich drei Wochen warten, um danach diese Therapie zu wiederholen. Eine neue Einweisung ins Krankenhaus habe ich schon. Gleichzeitig habe ich mit der Einnahme von Weihrauchkapseln begonnen um die Genesung zu unterstützen. Ob es hilft kann ich natürlich noch nicht beurteilen, habe mich dabei aber an Berichten und Erfahrungen im Internet orientiert.
Momentan kein Kortison.
Positiv:
Mein Zustand hatte sich etwas gebessert. In Zahlen ausgedrückt, von 100 % Beschwerden bei der Einweisung bin ich nach der Entlassung bei circa 50 % angekommen. Übelkeit und Erbrechen sind fast verschwunden. Appetit ist wieder da und auch Gewichtszunahme ist erfolgt.
Stuhlgang normalisierte sich langsam.
Tinnitus war für ca. 3 Tage weg oder ich habe ihn nicht wahrgenommen.
Negativ:
Nun, 1 Woche nach der Entlassung sind der Schwindel und der Druck im Kopf wieder zurück. Spazieren gehen ist fast unmöglich. (Mein Gang ist sehr unsicher, wie alkoholisiert)
Allgemeine Schwäche, zittrige Hände, Schlafstörungen.
Tinnitus ist wieder permanent da, gefühlt lauter als vorher. Auch eine Hörminderung ist bereits spürbar. (leiser, dumpfer)
Also alles noch weit weg von der Normalität.
Nun meine Frage:
Hat jemand Erfahrungen mit den gleichen Nebenwirkungen? Ist das wirklich normal, im besten Fall temporär? Wie lange hält dieser Zustand noch an? Im Internet kann man von einigen Tagen über mehrere Wochen und Monate bis hin zu dauerhaft lesen. Das macht mir Angst. Ich weiß, dass die Genesung Zeit braucht, bin mit Sicherheit auch viel zu ungeduldig. Ich möchte am Liebsten sofort wieder arbeiten gehen, leider nicht möglich. Wie sind eure Erfahrungen hinsichtlich der Besserung der Nebenwirkungen bzw. der Dauer der Genesung.
Ich würde mich über jede Antwort freuen.
Zu meiner Person:
Männlich 1,82 m, 93 kg, 55 Jahre, Raucher, kein Alkohol
Dauermedikation:
Bluthochdruck (Amlodipin 5 mg / Tag)
Diabetes (Metformin 2x 500 mg / Tag)
Polyneuropathie (Gabapenthin 2x 800mg / Tag)
Gelegentlich Panikattacke / Angststörung (Paroxetin 1x 20 mg / Tag)
Bei Bedarf / Notfall: 1mg Lorazepam (selten)
Beste Grüße,
René