7 Monate nach AN OP. Multiple, diffuse Symptome seit der Operation
Verfasst: 23.12.2022, 23:41
George Jg. 78, AN rechts, 4mm x 5mm x 4mm, OP in Halle durch Professor Strauss
Liebe Mitglieder,
ich bin George und freu mich heute hier schreiben und euch fragen zu dürfen.
Seit meiner OP im Mai und auch der Zeit vor dem Termin, lese ich hier die einzelnen Schicksale. Man versucht natürlich ständig bewusst oder auch unbewusst die hier dargestellten Wege für sich zu adaptieren. Ich weiß, dass das Quatsch ist und jeder Weg unkopierbar der eigene bleibt. Meine große Hoffnung ist, hier mit Menschen in Kontakt zu kommen, denen es ähnlich geht, die aber zeitlich weiter fortgeschritten sind und die mir vielleicht mit Tipps zur Seite stehen können, wie man einzelne Situationen versuchen kann zu verbessern.
Kurz zur Diagnose. Ich habe seit 2017 von einem auf den anderen Tag Schwindel bekommen, der sich nicht mehr verabschiedet hat. Dazu in der Zeit drei Hörstürze auf der betroffenen Seite. Kein Arzt fand etwas und bei der Unmenge von Ärzten rieten mir dann die Letzten(bei denen ich mittlerweile nun schon in zweiter oder gar Dritter "Runde" wieder angekommen war) eine psychologische Behandlung einzuschlagen, da ich es mir wohl nur einbilden würde.
Ich war mittlerweile derart belesen, dass ich zum vorletzten MRT im November 2021 mit der Bitte kam, eine vestibulare Paroxysmie auszuschließen. Die Radiologin sah mich mit großen Fragezeichen an. Ich hörte sie von der Umkleide aus zur Schwester sagen: "stellen sie das mal "so und so ein", der Patient hat sich da irgendwas "wildes erlesen". Ergebnis des MRT, sie sah dort nichts. Eine Schande in meinen Augen, sie hätte das AN sehen müssen. Ich muss also an eine echt versierte Person ihrer Zunft geraten sein, denn bereits in den vorangegangenen MRT's war das AN zu erkennen, wie ich später erfuhr.
Ein letztes MRT Anfang 2022(die HNO Ärztin verordnete nach erneutem Hörsturz noch ein weiteres) brachte dann in einer anderen Radiologie sofort das Ergebnis. Danach große Erleichterung bei mir. Endlich nach 5 Jahren ein Ergebnis und einen Grund für die Beschwerden.
Mit dieser Erleichterung im Gepäck hatte ich dann eine vergleichsweise gute Zeit bis zur OP wie seit Jahren nicht mehr. Klar hat da die Psyche bei diesem Suchmarathon eine riesige Rolle gespielt und bis zur Diagnose den AN Schwindel zusätzlich befeuert.
Professor Strauss in Halle gilt an dieser Stelle erneut mein aufrichtiger Dank. Von der Beratung, über OP, Nachsorge und so weiter kann ich nur das BESTE berichten. Der Professor hat da in Halle ein erlesenes Team an Ärzten, Schwestern und Pflegern um sich platziert, bei dem man jederzeit das Gefühl bekam, man sei der wichtigste Patient. Selbst Samstag und Sonntag kam er persönlich zu mir um die Fortschritte zu kontrollieren. Die OP verlief gut, Schwindel beim Aufwachen unbeschreiblich. Erste Besserung erst nach Tagen. Konnte erst nach drei Tagen am Bettrand sitzen. Wurde nach 8 Tagen entlassen. Die Reha und allgemein die Zeit danach, fiel mir unheimlich schwer. Alles war nur liegend und sitzend zu ertragen. Nach Wochen ging es dann langsam bergauf.
Wie ist nun der Stand nach 7 Monaten:
1. Herz- Kreislauf System -- seit der OP immer mulmiges Gefühl und drücken in der Brust, zucken auf der Herzseite und erhöhter Blutdruck (ich weiß, wenig Bewegung, extreme Schonung und das Gedankenrad spielen ihre Karten aus). Sobald man aber in die kleinste Anstrengung geht, merkt man starken Druck auf den Kopf(stört mich am meisten, kennt ihr das auch?), Schwindel und pulssynchroner Tinnitus. Ergo sitzt man lieber. Ein Teufelskreis.
2. Pulssynchrone Kopfschmerzen, oft auf der gegenüberliegenden Seite der OP. Meist von der Kopfmitte über die Schläfe bis zu den Augenbrauen. Das pulssynchrone Hämmern ist manchmal so extrem, dass man kaum einen klaren Gedanken verfasst bekommt. Relativ gut mit Paracetamol in den Griff zu bekommen aber nach sieben Monaten, hoffte ich nun so langsam die Chemiekeule weglassen zu können. Zum Glück begleiten mich die Kopfschmerzen niemals den ganzen Tag, sondern nur zeitweise.
3. Schwindel, vor allem wenn man die Komfortzone(eigene vier Wände) verlässt, sich der Nacken verspannt, Kopfschmerzen stark sind, der Geräuschpegel hoch ist, man im freien verschiedene "Brennweiten" ordnen muss, dann spielt er seine volle Kraft aus. Ergo geht man wieder in den Kreislauf des zu Hause bleibens, der Schonhaltung mit wenig Bewegung, um Ruhe einkehren zu lassen. Wenn ich das schreibe, sehe ich schon euer Stirnrunzeln und ich weiß es selbst, dass man immer wieder in diese Stress-, Schmerz- und Tinnitussituationen rein muss, um voran zu kommen, aber alles schreit sooooo unsagbar laut nach Ruhe, stillsitzen, keine Menschen um einen herum usw..
4. Niesen und Husten oder kopfüber arbeiten, muss ich dringlich vermeiden. Das wird sofort mit Kopfschmerzen(die in dem Fall aber vom Nacken kommen) belohnt, die dann bis zu einer halben Stunde anhalten.
5. Keine Nacht mehr ohne Nacken und Kopfschmerzen. Das hat sich erst in den letzen drei Monaten verstärkt eingeschlichen. Ich habe hier schon alles probiert, mit Kissen, ohne Kissen, Seite Schlafen, Rücken schlafen, Bauchlage. Egal welche Parameter man verändert, es nützt nichts. Einzige Lösung mit einer Paracetamol ins Bett gehen, aber das ist für mich irgendwie keine Lösung.
6. Tinnitus. Bis ca. 3 Tage nach der OP habe ich wie ein Lux gehört. Die Ärzte flüsterten mir ins Ohr und ich verstand trotz dickem Verband alles wie vorher. Dann fing ein ohrenbetäubender Lärm an. Es klang wie eine angefahrene Flugzeugdüse auf dem Rollfeld. Das blieb lange erhalten, wurde dann mal wieder leiser und auch wieder lauter. Abschnittsweise hatte ich das Gefühl, ich drehe durch. Laut OP Bericht ist der Hörnerv komplett verschont geblieben, meckerte aber beim operieren(angezeigt durch das Neuromonitoring) trotzdem herum. Das Ganze ist natürlich stark mit den Nacken- und auch Kopfschmerzen in Verbindung. Gerade Nachts, wenn der Nacken Probleme bereitet, zieht auch die Geräuschkulisse an. Mein Ohr hört nochwas, aber das kann ich nur wahrnehmen, wenn ich das gesunde Ohr zuhalte und dann direkt an einer Tonquelle höre. Alles klingt wie durch den schlechten Hörer eines Telefons, völlig befreit von jedweder Frequenz die ein normales Hören Hörenswert macht. Hörgeräteprobe war ein Graus, alles klang extrem übersteuert. Als Musiker und generell Audioliebhaber habe ich natürlich immer noch große Hoffnungen, dass es wiederkommt. Es fehlt mir wirklich sehr. Hat jemand hier nach dieser Zeit sein Gehör noch zurückbekommen bzw. mit diversen Präparaten abhelfen bzw. stimulieren können?
7. Ja und zuletzt natürlich die wichtige psychische Komponente. Ich habe in den 5 Jahren Suche nach Schwindelgründen natürlich einen beträchtlichen Angstkreislauf entwickelt. Die Angst vor Krankheiten ist total präsent und schränkt mich auch oft ein. Wenn die ein oder anderen Symptome präsent sind muss ich aufpassen, dass ich nicht zum Kardiologen, Neurologen und sonstwem renne, sondern mir immer wieder auf den Plan rufe, dass das Ganze doch erst 28 Wochen her ist, das ZNS massiv gestört wurde und da oben alles zusammenläuft, was Signale(durch die OP oft auch Falsche) in die einzelnen Körperregionen sendet, um dann die diffusesten Symptome zu aktivieren.
Hier auch sehr interessant für mich, wie ihr postoperativ mit der psychischen Belastung und den Ängsten umgeht? Ich lese viel darüber und schaue auch adäquate Berichte zum Thema. All das hilft sehr, aber wenn ein Symptom auftritt, verfällt mein Körper sofort in diesen Angst- und Panikmodus alias "was hab ich den jetzt schon wieder für eine Krankheit". Wenn man sich dann gedanklich auf den Genesungsprozess beruft, ist da trotzdem ein kleiner Schweinehund der fragt, guck mal lieber nach, ob Du nicht doch noch irgendwas anderes haben könntest. Das Schlimme ist, man weiß das da nichts ist, aber Adrenalin wird trotzdem ausgeschüttet und führt zu sinnlosem Stress. Zeigt sich dann gern durch Unruhe, Blutdruck, Puls inneres Beben und Zittern.
So denn, dies war meine Geschichte und würde ich die OP nochmal machen lassen? Mit Sicherheit, denn sie ist alternativlos(abwarten kam nicht in Frage), auch wenn es mir vorher besser ging. Das Wichtigste aber, wenn ich heute zurückblicke, habe ich riesige Fortschritte gemacht. Der Tag nach der OP und heute sind Meilensteine und ich wünsche mir so sehr, dass es noch viel besser werden wird, damit man wieder so unbeschwert sein kann wie einst.
Vorab vielen Dank für Eure Antworten, vielleicht auch Ratschläge, Therapie-Tipps, Erfahrungen usw. Ich nehme alles an, um irgendwelche Besserung zu erlangen und helfe natürlich auch bei euren Fragen gern weiter. Eine angenehme Weihnachtszeit
George
Liebe Mitglieder,
ich bin George und freu mich heute hier schreiben und euch fragen zu dürfen.
Seit meiner OP im Mai und auch der Zeit vor dem Termin, lese ich hier die einzelnen Schicksale. Man versucht natürlich ständig bewusst oder auch unbewusst die hier dargestellten Wege für sich zu adaptieren. Ich weiß, dass das Quatsch ist und jeder Weg unkopierbar der eigene bleibt. Meine große Hoffnung ist, hier mit Menschen in Kontakt zu kommen, denen es ähnlich geht, die aber zeitlich weiter fortgeschritten sind und die mir vielleicht mit Tipps zur Seite stehen können, wie man einzelne Situationen versuchen kann zu verbessern.
Kurz zur Diagnose. Ich habe seit 2017 von einem auf den anderen Tag Schwindel bekommen, der sich nicht mehr verabschiedet hat. Dazu in der Zeit drei Hörstürze auf der betroffenen Seite. Kein Arzt fand etwas und bei der Unmenge von Ärzten rieten mir dann die Letzten(bei denen ich mittlerweile nun schon in zweiter oder gar Dritter "Runde" wieder angekommen war) eine psychologische Behandlung einzuschlagen, da ich es mir wohl nur einbilden würde.
Ich war mittlerweile derart belesen, dass ich zum vorletzten MRT im November 2021 mit der Bitte kam, eine vestibulare Paroxysmie auszuschließen. Die Radiologin sah mich mit großen Fragezeichen an. Ich hörte sie von der Umkleide aus zur Schwester sagen: "stellen sie das mal "so und so ein", der Patient hat sich da irgendwas "wildes erlesen". Ergebnis des MRT, sie sah dort nichts. Eine Schande in meinen Augen, sie hätte das AN sehen müssen. Ich muss also an eine echt versierte Person ihrer Zunft geraten sein, denn bereits in den vorangegangenen MRT's war das AN zu erkennen, wie ich später erfuhr.
Ein letztes MRT Anfang 2022(die HNO Ärztin verordnete nach erneutem Hörsturz noch ein weiteres) brachte dann in einer anderen Radiologie sofort das Ergebnis. Danach große Erleichterung bei mir. Endlich nach 5 Jahren ein Ergebnis und einen Grund für die Beschwerden.
Mit dieser Erleichterung im Gepäck hatte ich dann eine vergleichsweise gute Zeit bis zur OP wie seit Jahren nicht mehr. Klar hat da die Psyche bei diesem Suchmarathon eine riesige Rolle gespielt und bis zur Diagnose den AN Schwindel zusätzlich befeuert.
Professor Strauss in Halle gilt an dieser Stelle erneut mein aufrichtiger Dank. Von der Beratung, über OP, Nachsorge und so weiter kann ich nur das BESTE berichten. Der Professor hat da in Halle ein erlesenes Team an Ärzten, Schwestern und Pflegern um sich platziert, bei dem man jederzeit das Gefühl bekam, man sei der wichtigste Patient. Selbst Samstag und Sonntag kam er persönlich zu mir um die Fortschritte zu kontrollieren. Die OP verlief gut, Schwindel beim Aufwachen unbeschreiblich. Erste Besserung erst nach Tagen. Konnte erst nach drei Tagen am Bettrand sitzen. Wurde nach 8 Tagen entlassen. Die Reha und allgemein die Zeit danach, fiel mir unheimlich schwer. Alles war nur liegend und sitzend zu ertragen. Nach Wochen ging es dann langsam bergauf.
Wie ist nun der Stand nach 7 Monaten:
1. Herz- Kreislauf System -- seit der OP immer mulmiges Gefühl und drücken in der Brust, zucken auf der Herzseite und erhöhter Blutdruck (ich weiß, wenig Bewegung, extreme Schonung und das Gedankenrad spielen ihre Karten aus). Sobald man aber in die kleinste Anstrengung geht, merkt man starken Druck auf den Kopf(stört mich am meisten, kennt ihr das auch?), Schwindel und pulssynchroner Tinnitus. Ergo sitzt man lieber. Ein Teufelskreis.
2. Pulssynchrone Kopfschmerzen, oft auf der gegenüberliegenden Seite der OP. Meist von der Kopfmitte über die Schläfe bis zu den Augenbrauen. Das pulssynchrone Hämmern ist manchmal so extrem, dass man kaum einen klaren Gedanken verfasst bekommt. Relativ gut mit Paracetamol in den Griff zu bekommen aber nach sieben Monaten, hoffte ich nun so langsam die Chemiekeule weglassen zu können. Zum Glück begleiten mich die Kopfschmerzen niemals den ganzen Tag, sondern nur zeitweise.
3. Schwindel, vor allem wenn man die Komfortzone(eigene vier Wände) verlässt, sich der Nacken verspannt, Kopfschmerzen stark sind, der Geräuschpegel hoch ist, man im freien verschiedene "Brennweiten" ordnen muss, dann spielt er seine volle Kraft aus. Ergo geht man wieder in den Kreislauf des zu Hause bleibens, der Schonhaltung mit wenig Bewegung, um Ruhe einkehren zu lassen. Wenn ich das schreibe, sehe ich schon euer Stirnrunzeln und ich weiß es selbst, dass man immer wieder in diese Stress-, Schmerz- und Tinnitussituationen rein muss, um voran zu kommen, aber alles schreit sooooo unsagbar laut nach Ruhe, stillsitzen, keine Menschen um einen herum usw..
4. Niesen und Husten oder kopfüber arbeiten, muss ich dringlich vermeiden. Das wird sofort mit Kopfschmerzen(die in dem Fall aber vom Nacken kommen) belohnt, die dann bis zu einer halben Stunde anhalten.
5. Keine Nacht mehr ohne Nacken und Kopfschmerzen. Das hat sich erst in den letzen drei Monaten verstärkt eingeschlichen. Ich habe hier schon alles probiert, mit Kissen, ohne Kissen, Seite Schlafen, Rücken schlafen, Bauchlage. Egal welche Parameter man verändert, es nützt nichts. Einzige Lösung mit einer Paracetamol ins Bett gehen, aber das ist für mich irgendwie keine Lösung.
6. Tinnitus. Bis ca. 3 Tage nach der OP habe ich wie ein Lux gehört. Die Ärzte flüsterten mir ins Ohr und ich verstand trotz dickem Verband alles wie vorher. Dann fing ein ohrenbetäubender Lärm an. Es klang wie eine angefahrene Flugzeugdüse auf dem Rollfeld. Das blieb lange erhalten, wurde dann mal wieder leiser und auch wieder lauter. Abschnittsweise hatte ich das Gefühl, ich drehe durch. Laut OP Bericht ist der Hörnerv komplett verschont geblieben, meckerte aber beim operieren(angezeigt durch das Neuromonitoring) trotzdem herum. Das Ganze ist natürlich stark mit den Nacken- und auch Kopfschmerzen in Verbindung. Gerade Nachts, wenn der Nacken Probleme bereitet, zieht auch die Geräuschkulisse an. Mein Ohr hört nochwas, aber das kann ich nur wahrnehmen, wenn ich das gesunde Ohr zuhalte und dann direkt an einer Tonquelle höre. Alles klingt wie durch den schlechten Hörer eines Telefons, völlig befreit von jedweder Frequenz die ein normales Hören Hörenswert macht. Hörgeräteprobe war ein Graus, alles klang extrem übersteuert. Als Musiker und generell Audioliebhaber habe ich natürlich immer noch große Hoffnungen, dass es wiederkommt. Es fehlt mir wirklich sehr. Hat jemand hier nach dieser Zeit sein Gehör noch zurückbekommen bzw. mit diversen Präparaten abhelfen bzw. stimulieren können?
7. Ja und zuletzt natürlich die wichtige psychische Komponente. Ich habe in den 5 Jahren Suche nach Schwindelgründen natürlich einen beträchtlichen Angstkreislauf entwickelt. Die Angst vor Krankheiten ist total präsent und schränkt mich auch oft ein. Wenn die ein oder anderen Symptome präsent sind muss ich aufpassen, dass ich nicht zum Kardiologen, Neurologen und sonstwem renne, sondern mir immer wieder auf den Plan rufe, dass das Ganze doch erst 28 Wochen her ist, das ZNS massiv gestört wurde und da oben alles zusammenläuft, was Signale(durch die OP oft auch Falsche) in die einzelnen Körperregionen sendet, um dann die diffusesten Symptome zu aktivieren.
Hier auch sehr interessant für mich, wie ihr postoperativ mit der psychischen Belastung und den Ängsten umgeht? Ich lese viel darüber und schaue auch adäquate Berichte zum Thema. All das hilft sehr, aber wenn ein Symptom auftritt, verfällt mein Körper sofort in diesen Angst- und Panikmodus alias "was hab ich den jetzt schon wieder für eine Krankheit". Wenn man sich dann gedanklich auf den Genesungsprozess beruft, ist da trotzdem ein kleiner Schweinehund der fragt, guck mal lieber nach, ob Du nicht doch noch irgendwas anderes haben könntest. Das Schlimme ist, man weiß das da nichts ist, aber Adrenalin wird trotzdem ausgeschüttet und führt zu sinnlosem Stress. Zeigt sich dann gern durch Unruhe, Blutdruck, Puls inneres Beben und Zittern.
So denn, dies war meine Geschichte und würde ich die OP nochmal machen lassen? Mit Sicherheit, denn sie ist alternativlos(abwarten kam nicht in Frage), auch wenn es mir vorher besser ging. Das Wichtigste aber, wenn ich heute zurückblicke, habe ich riesige Fortschritte gemacht. Der Tag nach der OP und heute sind Meilensteine und ich wünsche mir so sehr, dass es noch viel besser werden wird, damit man wieder so unbeschwert sein kann wie einst.
Vorab vielen Dank für Eure Antworten, vielleicht auch Ratschläge, Therapie-Tipps, Erfahrungen usw. Ich nehme alles an, um irgendwelche Besserung zu erlangen und helfe natürlich auch bei euren Fragen gern weiter. Eine angenehme Weihnachtszeit
George