Reha in falscher Klinik

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Kiruna
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Reha in falscher Klinik

Beitrag von Kiruna » 27.09.2022, 19:24

Hallo
Ich bin neu hier auf diesen Seiten und bin auf der Suche nach Hilfe !!!!
Im Juli wurde ich in Halle von Professor Dr Strauss an meinem Akustikusneurinom links operiert. Vor der OP, die OP selbst und auch der Aufenthalt in der Uniklinik lief ohne Probleme. Seither habe ich folgende Beschwerden: Hörverlust links, Tinnitus und Rauschen links, Schwindel durch die Entfernung des Gleichgewichtsnerv, Gangunsicherheit, starke Geräuschempfindlichkeit, Kopfschmerzen und eine linksseitige Gesichtslähmung.
Leider gab es seit der Entlassung einige Probleme mit der Beantragung meiner Reha und der damit verbundenen Wunschklinik. Ich habe mehrmals die Kaiserberg Klinik in Bad Nauheim angesprochen und wollte dort in die HTS Abteilung zu Dr Zeh und Dr Rehbein.
Leider wurde mir das von der DRV nicht genehmigt. Auch nach Widerspruch gegen den Bescheid und nach Vorlage eines Attest von meinem Hausarzt wurde eine Aufnahme in einer HTS Klinik abgelehnt. Ich werde nun nach vielen Tränen, Telefonaten und Mails (unteranderem mit der Kaiserberg Klinik, die das ganze nicht verstehen) in die Klinik in Bad Berleburg, neurologische Abteilung, gehen.
Kann mir jemand helfen, wie ich doch noch in meine Wunschklinik komme ??? Ich kann die Reha ja nicht einfach abbrechen 🫣 aber sie werden mir dort bei meinen Beschwerden nicht helfen können. Da ich meinen Widerspruch zur Reha nicht mit der Krankenkasse vorher abgesprochen hatte, war die Dame auch Recht ungehalten - keine Alleingänge, muss alles mit denen abklären da sie ja mein Geldgeber sind - wenn ich jetzt einfach abbreche gibt's evtl die nächsten Probleme. Gerne würde ich wieder arbeiten gehen, aber im Großraumbüro mit Kunden und Telefon bin ich mir derzeit nicht sicher wie ich das schaffen soll :( :(
Wäre schön wenn jemand schon einmal eine solche Erfahrung gemacht hat und mir helfen kann !!!!!
Liebe Grüße
Harald87
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Re: Reha in falscher Klinik

Beitrag von Harald87 » 28.09.2022, 06:53

Huhu,
schwieriger Fall, da ja die Zeit rennt bei Gesichtslähmung etc.
Die Krankenkasse ist etwas bekloppt, denn du bist deren Geldgeber, denn sie sind eine Versicherung, kein Fördergeber.
Direkt helfen ist schwer, Reha antreten sinnvoll damit kein Anspruch verfällt.
Zwei Dinge:
1. VdK oder anderweitige Sozialverbände, evtl. Rechtsanwalt. Da dir helfen lassen. VdK ist meiner Erfahrung da ein guter Ansprechpartner.
2. Neurologische Abteilung ist das was du momentan brauchst. Ich habe keine Ahnung, ob da so große Unterschiede sind in deinen zwei Kliniken bzw. wo deine Ablehnung herkommt. Gut für deine Genesung ist so ein Aufreger sicherlich nicht.
Wenn es direkte Probleme gibt in der Leistung der Reha dann offensiv dass mit Ärzten klären.
Aber aufpassen, dass du halt nicht einfach sagst dass es dir da nicht gefällt.

Ansonsten macht Reha-Einrichtung wenig Unterschied, die Therapeuten sind wichtig, die Ruhe und Eigenverantwortung.

Für Arbeiten gibt es Wiedereingliederung, teilweise ist der AG auch angehalten, für dich etwas umzudisponieren. Das kommt nach der Heilung!

Mit freundlichen Grüßen
Harald
Felipina
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Re: Reha in falscher Klinik

Beitrag von Felipina » 28.09.2022, 08:34

Guten Morgen1

ich finde es toll, dass Harald87 zu dieser Rentenversicherungsunfähigkeit geäußert hat.
- Ich bin dankbar, wenn Leute so wie Du Solidarität mit uns anderen "Schlappöhrchen" zeigen, das ist so eine Ermutigung! -
Die Vorschläge finde ich allesamt sehr gut. Meine Idee wäre noch, ob die Dir "aufgezwungene" Rehaklinik Dir passende Inhalte/Gruppen bieten kann, wenn Du Deine Bedürfnisse schilderst.
Aber generell verstehe ich auch nicht, dass die Rentenversicherungen nicht genau auswählen, welche Fachrichtung passen würde. Da bist Du leider nicht die einzige, wo trotz eigenen Angaben eine falsche Zuordnung stattgefunden hat. Ich meine, damit versäumen sie doch, das Geld für die Reha zielführend einzusetzen?!
Aber aufregen bringt leider nichts, wie Harald87 sagte. Also - tieeef durchatmen, und vielleicht ist eine der Ideen hilfreich. Bei mir konnte ich trotz unpassender Zuordnung zur reinen "Tinnitus-Gruppe" an Veranstaltungen für Schwerhörige teilnehmen.

Berichte doch, wie es läuft, wenn die nötige Zeit für die Reha und Therapien es erlauben!

Es ist unverständlich, dass es nötig ist, aber sinnvoll, wenn Du für Deine passende Reha kämpfst,

mit freundlichen Grüßen,
Felipina
AN 2x1,5, OP Prof. Dr. Hopf OP 8/17, an Taubheit grenzend schwerhörig, leichte Synkinesien, Nackenschmerzen, Tinnitus
Kiruna
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Re: Reha in falscher Klinik

Beitrag von Kiruna » 29.09.2022, 10:08

Hallo Harald
hallo Felipina
vielen lieben Dank für eure Meinungen :) :)
Ich hatte gestern zwei Arztgespräche die mich sehr ermutigt haben. Die Oberärztin will mich zu Vorträgen bezüglich Tinnitus im Nachbargebäude, HTS, anmelden. Vielleicht hilft das auch schon etwas.
Physio, Ergotherapie und Logopädie Gespräche hatte ich heute schon und auch dort erhalte ich Hilfe.
Gegen meine Hörstörungen kann hier natürlich erstmal niemand was tun, was aber in den Abschlussbericht aufgenommen um dann nochmal eine Reha in Bad Nauheim HTS zu beantragen. Sehr sehr schade das man alles versuchen muss selbst zu erkämpfen :o
Ich werde versuchen das Beste draus zu machen.
Pluspunkt ist auf jeden Fall dass bisher alle wirklich sehr nett sind !!!!!!
Lieben Gruß
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