In friedlicher Co-Existenz - Wait & Scan
Verfasst: 25.01.2020, 21:51
Guten Abend in die Forums-Runde,
seit April 2018 bin ich Mitglied im Forum, habe viel bei Euch gelesen, dann aber aufgehört, weil ich merkte, dass mich die Geschichten mehr und mehr verunsicherten.
Jetzt, nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Strauss in Halle (Zweitmeinung) am 22.1.2020, denke ich, auch meine Geschichte könnte Betroffenen ein wenig helfen. Wenn nicht, werdet Ihr es mir bestimmt rückmelden.
Im Frühjahr 2017 rauschte meine Heizung… dachte ich. Irgendwann rauschte die Heizung auch, obwohl sie ausgestellt war. Und… ich stellte beim Fernsehen fest, dass mein rechtes Ohr dumpfer hörte als das linke. Jetzt musste ich dem nachgehen… und suchte einen HNO auf. Auf Sylt, weil es auf Amrum, wo ich lebe, keinen Facharzt gibt. Dieser machte einen Hörtest und stellte fest, ich hätte einen Hörsturz gehabt und jetzt könne er auch nichts mehr machen. Er schimpfte mit mir, überwies mich zu einem befreundeten Orthopäden, der mich „locker spritzen“ sollte.
Letztlich landete ich bei meinem Hausarzt, der mich auch erst nicht ernst nehmen wollte, dann aber doch eine Überweisung zum MRT ausstellte.
Während eines Besuches meiner Mutter im Schwarzwald, noch vor dem MRT Termin, ließ ich mich in der privaten HNO Praxis von Dr. Müller (ehemals Tübingen) untersuchen. Er machte unter anderem eine EEG ähnliche Untersuchung… die ergab, dass mein rechtes Ohr völlig in Ordnung sei, aber der Nerv nicht alles weiterleitet, was das Ohr hört. Damit war die Diagnose AN zu 90% sicher, noch bevor das erste MRT diese bestätigte: 4 mm intrameatal am Ende des inneren Gehörgangs.
Es folgten Termine in der Neuchirurgie UKE Hamburg Prof. Radenberger und ein Vorstellungsbesuch bei Cyberknife in München.
Beide schickten mich heim mit der Maßgabe: wait&scan. Warten wir das nächste MRT ab. Ich integrierte „Fridolin“ in mein Leben … nimm ihn als Freund an. Das gilt natürlich auch für den Tinitus. Es rauscht, mal gurgelt es, mal habe ich eine Mini-Schreibmaschine im Ohr. Meistens kann ich es wirklich „rechts liegen lassen“. Ich höre seither ganz viele Hörbücher.
Ein befreundeter Arzt aus Ulm sagte: „meinen Hirntumoren gebe ich Weihrauch“. Auch dazu kann man Dr. google befragen. In einem Beitrag berichtet ein Patient, dass er seinen bösartigen Hirntumor seit 13 Jahren in Schacht hält und er nicht wächst… durch Höchstdosen von Weihrauch, Selen und Wobenzym. Diese Mixtur nehme ich nun auch, allerdings habe ich die hohe Dosis schon vor einem Jahr reduziert. Wenn es eh nur zum Dranglauben ist (wie meine Ärzte sagen), kann ich auch die Hälfte nehmen.
2018 erklärte ich zum Jahr des Hörgerätes. Widex auf einer Seite… Erstaunlich ist, dass sich das Gehör im rechten Ohr verbessert hatte. Singen geht, Konzerte mit und ohne, Metallisches kann ich leiser stellen.
Seit 2018 bin ich Patientin von Prof. Schichor, Neurochirurgie der UniKlinik Großhadern in München. Wait&Scan heisst für mich: alle 9 Monate mit MRT und neuem Hörtest vorstellig werden. Mich überzeugte, dass sie dort interdisziplinär vorgehen und in der Tumorkonferenz sowohl die Neurochirurgen, als auch HNO, Auge und Cyberknife vertreten sind. Wenn also Cyberknife, dann möchte ich dorthin überwiesen werden und nicht allein dort reinspazieren. Von elf habe ich schon gelesen, dass Dr. Kuhfeld dort mein Ansprechpartner wäre.
München, weil ich dort zuhause war und meine Familie dort lebt. Gleichwohl würde ich mich von Prof. Strauss in Halle jederzeit operieren lassen. Aber… „In Ihrem Alter, verzeihen Sie, werden wir sicherlich bestrahlen“, wenn sich das AN verändert. Und solange es das nicht tut....
...leben Fridolin und ich in friedlicher Koexistenz und genießen unser Leben.
seit April 2018 bin ich Mitglied im Forum, habe viel bei Euch gelesen, dann aber aufgehört, weil ich merkte, dass mich die Geschichten mehr und mehr verunsicherten.
Jetzt, nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Strauss in Halle (Zweitmeinung) am 22.1.2020, denke ich, auch meine Geschichte könnte Betroffenen ein wenig helfen. Wenn nicht, werdet Ihr es mir bestimmt rückmelden.
Im Frühjahr 2017 rauschte meine Heizung… dachte ich. Irgendwann rauschte die Heizung auch, obwohl sie ausgestellt war. Und… ich stellte beim Fernsehen fest, dass mein rechtes Ohr dumpfer hörte als das linke. Jetzt musste ich dem nachgehen… und suchte einen HNO auf. Auf Sylt, weil es auf Amrum, wo ich lebe, keinen Facharzt gibt. Dieser machte einen Hörtest und stellte fest, ich hätte einen Hörsturz gehabt und jetzt könne er auch nichts mehr machen. Er schimpfte mit mir, überwies mich zu einem befreundeten Orthopäden, der mich „locker spritzen“ sollte.
Letztlich landete ich bei meinem Hausarzt, der mich auch erst nicht ernst nehmen wollte, dann aber doch eine Überweisung zum MRT ausstellte.
Während eines Besuches meiner Mutter im Schwarzwald, noch vor dem MRT Termin, ließ ich mich in der privaten HNO Praxis von Dr. Müller (ehemals Tübingen) untersuchen. Er machte unter anderem eine EEG ähnliche Untersuchung… die ergab, dass mein rechtes Ohr völlig in Ordnung sei, aber der Nerv nicht alles weiterleitet, was das Ohr hört. Damit war die Diagnose AN zu 90% sicher, noch bevor das erste MRT diese bestätigte: 4 mm intrameatal am Ende des inneren Gehörgangs.
Es folgten Termine in der Neuchirurgie UKE Hamburg Prof. Radenberger und ein Vorstellungsbesuch bei Cyberknife in München.
Beide schickten mich heim mit der Maßgabe: wait&scan. Warten wir das nächste MRT ab. Ich integrierte „Fridolin“ in mein Leben … nimm ihn als Freund an. Das gilt natürlich auch für den Tinitus. Es rauscht, mal gurgelt es, mal habe ich eine Mini-Schreibmaschine im Ohr. Meistens kann ich es wirklich „rechts liegen lassen“. Ich höre seither ganz viele Hörbücher.
Ein befreundeter Arzt aus Ulm sagte: „meinen Hirntumoren gebe ich Weihrauch“. Auch dazu kann man Dr. google befragen. In einem Beitrag berichtet ein Patient, dass er seinen bösartigen Hirntumor seit 13 Jahren in Schacht hält und er nicht wächst… durch Höchstdosen von Weihrauch, Selen und Wobenzym. Diese Mixtur nehme ich nun auch, allerdings habe ich die hohe Dosis schon vor einem Jahr reduziert. Wenn es eh nur zum Dranglauben ist (wie meine Ärzte sagen), kann ich auch die Hälfte nehmen.
2018 erklärte ich zum Jahr des Hörgerätes. Widex auf einer Seite… Erstaunlich ist, dass sich das Gehör im rechten Ohr verbessert hatte. Singen geht, Konzerte mit und ohne, Metallisches kann ich leiser stellen.
Seit 2018 bin ich Patientin von Prof. Schichor, Neurochirurgie der UniKlinik Großhadern in München. Wait&Scan heisst für mich: alle 9 Monate mit MRT und neuem Hörtest vorstellig werden. Mich überzeugte, dass sie dort interdisziplinär vorgehen und in der Tumorkonferenz sowohl die Neurochirurgen, als auch HNO, Auge und Cyberknife vertreten sind. Wenn also Cyberknife, dann möchte ich dorthin überwiesen werden und nicht allein dort reinspazieren. Von elf habe ich schon gelesen, dass Dr. Kuhfeld dort mein Ansprechpartner wäre.
München, weil ich dort zuhause war und meine Familie dort lebt. Gleichwohl würde ich mich von Prof. Strauss in Halle jederzeit operieren lassen. Aber… „In Ihrem Alter, verzeihen Sie, werden wir sicherlich bestrahlen“, wenn sich das AN verändert. Und solange es das nicht tut....
...leben Fridolin und ich in friedlicher Koexistenz und genießen unser Leben.