Restschwindel 7 Monate nach OP (bei Nichterhaltung des Gleichgewichtsnervs)

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Binomix
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Restschwindel 7 Monate nach OP (bei Nichterhaltung des Gleichgewichtsnervs)

Beitrag von Binomix » 08.05.2019, 13:11

Hallo liebes Forum!

Meine Operation in Tübingen liegt nun ca. 7 Monate zurück und ich kann sagen, dass ich mich mitlerweile wieder sehr gut fühle und mich kaum über Einschränkungen in meiner Lebensqualität beklagen kann! :D

Aufgrund der Größe des Tumors, konnte der Gleichgewichtsnerv während der Operation leider nicht erhalten werden und ich musste in der Folge eine Weile mit Gleichgewichts- und Schwindelproblemen kämpfen, die bis heute noch etwas anhalten...

Bei der ersten Wiedervorstellung nach 3 Monaten hat mir Prof. Tatagiba mitgeteilt, dass sich das mit dem Schwindel noch stark verbessern wird, allerdings bei Patienten mit defektem Gleichgewichtsnerv,
der Schwindel bei schnelleren Kopfbewegungen nicht 100% verschwinden wird.

Im Alltag habe ich eigentlich überhaupt keine Probleme mehr, treibe aber gerne Sport und spiele zur Zeit noch im Verein Fußball. Da sind Koordation, Gleichgewicht und schnelle Bewegungen natürlich von großer Bedeutung. Seit der Operation konnte ich nicht mehr an meinen alten Leistungen anknüpfen und verliere bei schnellen Kopfbewegungen etwas die Orientierung bzw. das Gleichgewicht.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage :
Gibt es jemanden der trotz zerstörem Gleichgewichtsnerv keine Schwindelprobleme mehr hat,
bzw. werde ich da noch weitere Verbesserungen erfahren ?

Über ein paar Erfahrungsberichten würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus
Diagnose AKN re. 12.06.18, (max. 26mm) T4a mit beginnender Kompress. am Hirnstamm/OP Tübingen, Prof.Tatagiba 04.10.18./seit OP: rechts taub+Tinitus, Faszialispar.Grad III (nur noch minimal),Schwindel (nur bei schneller Kopfdrehung)
Jacmary
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Re: Restschwindel 7 Monate nach OP (bei Nichterhaltung des Gleichgewichtsnervs)

Beitrag von Jacmary » 09.05.2019, 20:11

Hallo Binomix,

erstmal Gratulation zum offenbar sehr guten Verlauf!
Ich bin ebenfalls von Prof. Tatagiba operiert worden, Ende Oktober 2018. Meines Wissens wird bei dieser Art von Operation immer der Gleichgewichtsnerv durchtrennt; jedenfalls hat es nichts mit der Größe des Tumors zu tun.

Ich kann dir leider auch nicht von einem vollständigen Rückgang der Gleichgewichtsprobleme berichten. Bei mir (6 Monate nach OP) ist es ebenfalls im Alltag annähernd normal, aber bei schnellen Bewegungen eben nicht. Ich war vor Ostern auf Gran Canaria und musste feststellen, dass die exponierten Wanderwege nichts mehr für mich sind. Am 2. Tag bin ich - zum Glück auf flachem Gelände - kurz weg gerutscht, wie das halt immer passieren kann. Der Unterschied war, dass danach kurzzeitig alles "ausgesetzt" hat, ein Abfangen wie beim Gesunden war nicht mehr möglich. Gleich danach alles wieder bestens, aber es ist einfach diese Verzögerung da... :(
Sport mache ich trotzdem, aber eben nichts, wo es gefährlich werden könnte.

Ob wir da auf völlige Wiederherstellung hoffen können, bezweifle ich eher. Subjektiv habe ich immerhin das Gefühl, dass durch die Versorgung mit einem Cros-Hörsystem auch das Gleichgewicht stabiler geworden ist.... vielleicht, weil zumindest eine Sinneswahrnehmung besser ist als vorher.

Mach's wie ich, freue dich über deinen den Umständen entsprechend wirklich positiven Verlauf ....

Schöne Grüße von
Jacmary.
1961, w., AN T2, 18 Mon. "wait and scan", suboccipitale OP 10/2018 in Tübingen (Prof. Tatagiba), post op hochgradige Schwerhörigkeit rechts, kein Tinnitus, Facialisschwäche nach wenigen Tagen zurückgebildet. AHB in Bad Krozingen.
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Restschwindel

Beitrag von elf » 10.06.2019, 17:36

Binomix hat geschrieben:
08.05.2019, 13:11
... Frage :
Gibt es jemanden der trotz zerstörem Gleichgewichtsnerv keine Schwindelprobleme mehr hat,
bzw. werde ich da noch weitere Verbesserungen erfahren ?

Über ein paar Erfahrungsberichten würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus
Ich kenne niemanden mit therapiebedürftigem AN, bzw. mit therapiertem AN, der den sog. Seiltänzergang* so gut durchführen kann wie ein Gesunder.

*(mit GESCHLOSSENEN, bzw. verbundenen Augen auf einer Linie geradeaus Fuß vor Fuß setzen, ohne umzukippen oder eine Kurve zu machen)


Sehe ich da etwas falsch?
_______
PS.:
Siehe auch Romberg - Test und Unterberger-Versuch
MRT Mai 2016: AN 21 x16 x 13mm
Juni 2016: Cyberknife
MRT Nov. 2016: Induzierte Schwellung
MRT Juni 2017: Weiter geschrumpft
MRT Juni 2018: Größe unverändert
MRT Juni 2019: Weiter geschrumpft
snowdog
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Re: Restschwindel 7 Monate nach OP (bei Nichterhaltung des Gleichgewichtsnervs)

Beitrag von snowdog » 11.06.2019, 20:55

Lieber Binomix,

ich denke, mit einem Restschwindel wirst Du Dich arrangieren müssen - gänzlich
"wie früher" wird es vermutlich nicht werden.

Es mag ein bißchen die Sicht auf die Dinge geraderücken, ein gutes halbes
Jahr nach einer AN-OP bereits wieder aktiv Fußballsport betreiben zu können,
ist definitiv mehr als ein "halbvolles Glas" :wink:

Ich habe bis heute (11 Jahre nach der OP) die Hoffnung nicht aufgegeben,
überhaupt noch mal ein "Just-for-fun-Fußballspiel" bestreiten zu können -
definitiv der größte Verlust aktiver Freizeitgestaltung. Es bleibt ein
persönliches Ziel und wird den dicksten Haken an der Todo-List bekommen.

An die Stelle traten "defensivere" Sportarten, Radfahren (Touren), Nordic Walking,
und hin und wieder Badminton (sehr gutes Gleichgewichtstraining, Fokussieren
schnell beweglicher Gegenstände, Körperkoordination).

Und nicht vergessen: die Fortschritte ziehen sich über einen langen Zeitraum,
es wird kontinuierlich besser.

Alles Gute für den weiteren positiven Verlauf !

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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