Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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Aktuelle Zeit: 19.01.2019, 15:26




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 Betreff des Beitrags: Unsicherheit durch MRT
BeitragVerfasst: 19.12.2018, 18:17 
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Hallo liebe Forumsmitglieder,

schon etwas länger lese ich still mit, aber jetzt ist es soweit, dass ich mir mal alles von der Seele schreiben muss. Zunächst zu mir: ich bin weiblich, knapp 29 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern (1 1 1/2 und 3 1/2).

Seit ca Anfang/Mitte Oktober werde ich immer wieder von Schwindelattacken geplagt, mal mehr mal weniger stark. Manchmal ist mir Tage am Stück duselig/schwammig im Kopf, dann ist alles wieder gut. Und manchmal dreht sich ganz plötzlich anders oder ich habe das Gefühl, der Boden kommt näher. Es ist schwierig zu beschreiben, da es sich einfach seltsam anfühlt. Zwischendurch dröhnt der Kopf oder ich fühle mich einfach müde, habe Schwierigkeiten mich in der Uni zu konzentrieren. Ab und an hatte ich einen Tinnitus (weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr auf welcher Seite, da es nach ein paar Minuten auch wieder vorbei war). Alle Symptome schob ich zu anfangs auf den täglichen Stress (der nun mal nicht ausbleibt mit zwei Kleinkindern, Schlafmangel und Uni). Aber irgendwie kam es mir seltsam vor und ich klapperte einige Fachrichtungen (Frauenarzt, Orthopäde, Augenarzt, Allgemeinmedizin) ab bis ich auf den HNO stieß. Dieser führte bei mir verschiedene Tests durch (Hörtest, BERA, Gleichgewicht). Anschließend meinte er, ich hätte eine Hörminderung auf dem linken Ohr und der Hörnerv sei beeinträchtigt/beschädigt...Es gäbe gutartige Geschwülste, die das alles auslösen könnten und ich soll zur Abklärung ins MRT.
Ich selber hatte nie das Gefühl schlechter zu hören bzw hatte auch nie Probleme mit den Ohren.
Letzte Woche Freitag war das linke Ohr plötzlich "dicht" wie Watte, gefolgt von einem Piepen. Glücklicherweise war der Ganze nach ca 10 Minuten vorbei!

Gestern war der MRT-Termin. Das MRT wurde OHNE Kontrastmittel durchgefühlt. Auf Nachfrage wurde mir vom Radiologie-Assistenten (?) gesagt, der Radiologe spritzt nur Kontrastmittel, wenn er etwas Auffälliges sehen würde. Bei mir sei das nicht der Fall, sieht erstmal unauffällig aus. Und dann durfte ich gehen.
Nachdem was ich so gelesen habe, bezogen auf die MRT-Untersuchung bin ich nun sehr verunsichert:(
Versteht mich nicht falsch, ich bin froh, dass ich scheinbar keinen Tumor habe!!! Aber die Symptome sind ja trotzdem da. Ich nehme inzwischen Medikamente gegen den Schwindel, da ich ich irgendwie durch den Tag kommen muss...Als Mama kann man sich ja schlecht krankschreiben lassen :?

Den nächsten Termin habe ich am 02.01.19 bei meinem HNO zur MRT-Besprechung.
Puhhh langer Text :) Jetzt meine Frage an euch?

Sollte ich nochmal auf ein MRT MIT Kontrastmittel bestehen? Oder kann ich mich auf die jetztigen Bilder 100% verlassen? Dann würde ich anderweitig nach der Ursache forschen für diese blöden Schwindelattacken und die Sachen mit dem linken Ohr bleibt ja trotzdem.

Vielen Dank fürs Lesen und herzliche Grüße schickt euch SaMo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit durch MRT
BeitragVerfasst: 19.12.2018, 19:36 
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Liebe SaMo,

willkommen im Forum, ich hoffe, Du findest hier ein paar wichtige
Informationen zu drängenden Fragen.

Verständlich, dass Du Dich nach dem MRT eher verunsichert fühlst -
warte zunächst einmal den schriftlichen Befund des Radiologen
ab bzw. die Beurteilung durch den HNO. Es bringt Dir nichts,
über mögliche Resultate zu spekulieren.

Die Aussage, nur bei Auffälligkeit ein Kontrastmittel zu
verabreichen, ist nicht zielführend – schließlich geht es um den
Ausschluss eines Tumorverdachts, bei der die KM-Gabe obligatorisch
sein sollte. Auf der Facharztüberweisung ist die vorläufige
Diagnose und der Grund der Kontrolle i.d.R. Angegeben und wird
von erfahrenen Spezialisten entsprechend durchgeführt.

Dein HNO-Termin steht ja bereits, alles weitere kannst Du in aller
Ruhe danach angehen.

Ich wünsche Dir ein fröhliches Weihnachtsfest.

Herzliche Grüße
snowdog

_________________
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit durch MRT
BeitragVerfasst: 19.12.2018, 19:52 
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Registriert: 19.12.2018, 15:14
Beiträge: 2
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Lieber snowdog,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Auf der Überweisung stand: z. A. Akustikus Neurinom, erbitte MRT vom Kopf
Das hatte ich oben im Text vergessen.
Nur deshalb bin ich vorher schon auf dieses sehr informative Forum gestoßen und konnte mich in die Thematik einlesen. Und genau deshalb verunsichert mich die Vorgehensweise ohne Kontrastmittel auch so sehr :(
Aber du hast natürlich Recht, das Spekulieren macht nur unnötig nervös.

Liebe Grüße
SaMo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsicherheit durch MRT
BeitragVerfasst: 20.12.2018, 18:38 
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SaMo hat geschrieben:
Auf der Überweisung stand: z. A. Akustikus Neurinom, erbitte MRT vom Kopf


Wenn es so war, liebe SaMo, dann halte ich es für einen Kunstfehler, wenn OHNE Kontrastmittel gearbeitet wurde.

Das würde ich möglichst sofort dem HNO-Kollegen mitteilen und nicht lange warten.

Ich bin gespannt auf die Antwort des HNO-Kollegen.

Wenn er rumdruckst, dann würde ich -ebenfalls möglichst bald- bei der Berliner Ärztekammer nachfragen, welches Gremium Auskunft geben kann.

BTW.:
Ich habe -als Kollege- gerade in Berlin einschlägige Erfahrungen mit deren Arroganz bei Rückfragen gemacht. Man mauert gern.

Komm gut ins neue Jahr!

_________________
1944,m, AN 21 x16 x 13mm, T3,
CyberKnife 06.06.2016.
MRT Nov.2016: therapieinduzierte Schwellung des AN, regressive Veränderungen,
MRT 01.06.2017: Weiter geschrumpft ...
MRT 15.06.2018: Größe unverändert


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