Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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Aktuelle Zeit: 18.11.2018, 01:11




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 Betreff des Beitrags: Angst vor Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 08.07.2018, 13:17 
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Hallo liebes Forum,

ich hatte im März ein komplettes Problem mit dem rechten Ohr.
Geräusche aus der Umgebung und aus Filmen waren schrecklich blechern. Kaum zu beschreiben.
Ich hatte das einen Tag, dann wurde es besser. Dann wieder schlechter. Irgendwann ging es weg. Nach drei Tagen folgte eln Tinnitus. Erst auf dem betroffenen Ohr. Dann auf der anderen Seite. Schliesslich nur noch eln Dröhnen im Kopf nach dem aufwachen und abends im Bett vernommen. Der Hörtest in der Zeit war okay. Auf der rechten Seite eine kleine Absenkung bei 6khz.
Der Tinnitus verschwand und das Problem mlt dem Ohr auch und ich war glücklich.

Zwei Monate später kam der Tinnitus wieder. Eine Woche vor dem Kontroll-Hörtest. Nur morgens und Abends ein dröhnen im Kopf.
Allerdings knallt es mir öfters am Tag mal einen lauten fiependen Tinnitus auf einen der beiden Ohren was einige Sekunden anhält und dann wieder verschwindet. Der Hörtest war gut. Trotzdem schickt mich der HNO zum MRT wegen Ausschluss AN. Aktuell hab ich einen konstanten Tinnitus. Aber auf dem linken Ohr.
Ich hab auch öfters mlt Schwindel und Kribbeln im Hinterkopf ubd Gesicht zu tun.
Der Schwindel ist eher ein Benommenheitsschwindel.
Allerdings hab ich dies bis jetzt auf meine aktuelle akute Panik- und Angststörung geschoben.

Passen die Symptome für euch auf ein AN?
Kann ein guter Radiologe die MRT-Diagnostik auch gut ohne Kontrastmittel absolvieren?
Ich hab elnfach Angst davor - vor einer Allergie. Oder einer daraus resultierenden starken Panikattacke.

Ich hoffe ihr könnt mlr weiterhelfen :)
Euer Simsala


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BeitragVerfasst: 08.07.2018, 14:09 
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Willkommen, Simsala!

Simsala hat geschrieben:
Kann ein guter Radiologe die MRT-Diagnostik auch gut ohne Kontrastmittel absolvieren?

Nein, das ist zu unsicher.

Warum sollte auf ein Kontrastmittel wie Gadobutrol verzichtet werden?
__________
Zur Lage:
Bei mir hat es vor vielen Jahren -trotz schriftlichem Vermerk: "Verdacht auf Akustikusneurinom"- mit dem Kontrastmittel nicht geklappt.
Aus mangelnder Sorgfalt der Radiologen kam kein Gadobutrol im Schädel an.
Man kann -auch jetzt, nachdem man weiß, wo es sitzt- auf der damaligen CD nichts erkennen, obwohl das MRT-Gerät damals mit ausreichend dünner Schichtdicke gearbeitet hat.

Effekt:
Ich lief jahrelang mit dem (ohne Gadobutrol übersehenen) wachsenden Tumor im Kopf herum und bei der "Neu"-Entdeckung mit Kontrastmittel 2016 war es schon so groß, dass bleibende Schäden nicht zu vermeiden waren, weder mit Abwarten, noch mit OP oder Bestrahlung.

Ich wünsche Dir, dass die Lage schnellstmöglich und zweifelsfrei sachgerecht abgeklärt wird.

_________________
1944,m, AN 21 x16 x 13mm, T3,
CyberKnife 06.06.2016.
MRT Nov.2016: therapieinduzierte Schwellung des AN, regressive Veränderungen,
MRT 01.06.2017: Weiter geschrumpft ...
MRT 15.06.2018: Größe unverändert


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 17.07.2018, 16:56 
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Danke für deine Nachricht. Das MRT wurde gemacht. Ich hab mir vorher ein leichtes Beruhigungsmittel reingehauen und bin trotz großen Respekts vor dem Kontrastmittel hin. Die Schwestern dort meinten aber dass sie bei der Fragestellung vermutlich sowieso kein KM geben und so war es dann auch.

Nun bin ich trotzdem verunsichert ob man ein Akustikusneurinom trotzdem auch ohne Kontrastmittel erkennen kann?
Ich meine hätte sie was gesehen hätte sie mir das ja noch gespritzt. Jetzt bin ich verunsichert.
Befund hab ich noch nicht - weiß also nicht was rausgekommen ist.

Jedenfalls liest man hier immer wieder es geht nur mit KM. Was sagt ihr?


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 17.07.2018, 21:34 
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Simsala hat geschrieben:
... bei der Fragestellung vermutlich sowieso kein KM geben...

Wie war die Fragestellung?
Zitat:
Nun bin ich trotzdem verunsichert ob man ein Akustikusneurinom trotzdem auch ohne Kontrastmittel erkennen kann?

Nein, nur erahnen oder schätzen (Auskunft von Radiologen mir gegenüber)
Zitat:
Ich meine hätte sie was gesehen hätte sie mir das ja noch gespritzt.

Wie? Erklär bitte, was Du damit meinst.
Wenn man ohne KM nichts sieht, wird jemand in den MRT-Raum kommen, einen venösen Zugang legen, die automatische Spritze anschließen, dann das MRT wieder anschmeißen...und dann alles noch einmal, dieses Mal MIT KM?
Zitat:
Jetzt bin ich verunsichert.

Verständlich
Zitat:
...es geht nur mit KM. Was sagt ihr?

Ich sage: Ohne KM ist die Aussagefähigkeit bzgl. AKN zu gering.

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MRT 15.06.2018: Größe unverändert


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 17.07.2018, 21:39 
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Ich würde behaupten schwierig, außer er ist riesig und macht deshalb das Gesamtbild unproportional ( Verschiebung Hirnstamm). Wenn man weiß wie man gucken soll fanden auch lernende Studenten aufm Nichtkontrastmittel MRT mein AKN. Nur meiner war schon sehr groß. Ausschluss AKN hast eigentlich nur mit Kontrastmittel, da ja auch ein kleines AKN bereits deine Symptome auslösen könnten. Ansonsten ist die Kontrastmittelgabe schnell über Hand oder Arm gemacht. Doof wenn zum Ausschluss! genau das nicht gemacht wurde. Ich würde die Woche erstmal Befund abwarten. @elf bei mir wurde MRT gemacht, raus aus Röhre, km, und wieder rein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor Kontrastmittel
BeitragVerfasst: 18.07.2018, 11:26 
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Harald87 hat geschrieben:
Ich würde behaupten schwierig, außer er ist riesig

So sehe ich das auch.
Unsere Admins beschreiben das so:
Zitat:
Die entstehenden Bilder haben eine hervorragende räumliche Auflösung, sind kontrastreich und bilden selbst kleinste Veränderungen in den Weichteilen ab. Die Dokumentation gelingt besonders gut auf coronaren Untersuchungsschichten. Coronare Schnittbilder sind solche Schichtaufnahmen, die vom Scheitel in Richtung auf die Füsse und parallel zum Gesicht erstellt worden sind. Durch vorherige Gabe von Kontrastmitteln (Gadolinium) können diese Effekte noch verstärkt werden. Mittels MRT ist heute ein Akustikusneurinom von nur wenigen Millimeter mittlerem Durchschnitt erkennbar und darstellbar. Mit der sog. CISS-Sequenz kann man sogar die einzelnen Hirnnerven im Gehörgang und Kleinhirnbrückenwinkel darstellen und erkennt sehr deutlich die Ausdehnung des ANs.

Zitat:
Doof wenn zum Ausschluss! genau das nicht gemacht wurde.

Also, ich finde es unverständlich.
Hätte es bei mir damals mit Gadovist geklappt, dann könnte ich heute noch normal leben, könnte hören und springen...
So: Man sieht auf den Aufnahmen nichts Eindeutiges, selbst, wenn man es mit den heutigen Aufnahmen vergleicht, wo man ja nun weiß WO das Ding sitzt.

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MRT 01.06.2017: Weiter geschrumpft ...
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