Langzeiterfahrung nach Gamma Knife
Verfasst: 27.04.2018, 18:22
Hallo zusammen, aus gegebenem Anlass habe ich heute nach längerer Pause mal nach AN gegoogelt und bin auf dieses Forum gestoßen. Ich habe viele Beiträge gelesen und finde den Umgang miteinander hier toll. Drum darf und möchte ich mich hier gern einbringen und auch gleich mit einer Frage starten.
Zunächst meine Geschichte in möglichst kurzen Worten:
2001 wurde nach der Geburt meines Sohnes Multiple Sklerose diagnostiziert, nach 4wöchiger stationärer Suche. Glücklicherweise hätte ich diesbezüglich nach dem ersten Schub nie wieder Symptome,trotzdem wurde mir empfohlen ca. alle 2 Jahre ein Kontroll - MR machen zu lassen.
2010 wurde ich zu einer zweiten Bildnehmung hinbestelllt und dann kam der Befund mit der Post, sehr ungut kann ich dazu nur sagen, wo neben viel Text und Fachchinesisch mich das Wort Tumor direkt angesprungen ist. Die folgenden Tage waren ziemlich heftig. Sofort Akuttermin beim Neurologen, der mir sagte die gute Nachricht ist, dass es nichts tödliches ist, die schlechte Nachricht, dass es operiert werden müsse und wo ich denn hingehen wollen würde. Ich leicht überfordert, frag nach wer denn sowas überhaupt macht. Hier kommt viel Glück ins Spiel, weil ich tatsächlich einen Neurochirurgen, sogar Chef der Neurochirurgie in einem Wiener Krankenhaus, zu meinen Bekannten zählen darf.
Der hat mich dann aber aufgeklärt, dass ich es besser mit Gamma Knife Bestrahlung versuchen soll. Dank seiner Beziehung ins Wiener AKH wurde der „Eingriff“ bereits in der folgenden Woche gemacht.(Übliche Wartezeit ca. 6Monate)
Die erste Kontrolle zeigte einen ziemlich vergrößerten Mitbewohner, was mir aber als ganz normal erklärt wurde. Im zweiten Jahr wieder ein wenig kleiner. Jedenfalls zeigt sich kein Wachstum im Sinne einer Zellteilung mehr, aber auch keine Veränderung. Jetzt wurde mir im AKH aber erklärt, dass nach etwa 6 Jahren das AN implodieren würde.
Nach kurzfristigen starken Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit direkt nach der Bestrahlung war ich eigentlich nahezu beschwerdefrei. Hin und wieder ein bamstiges Gefühl in der linken Gesichtshälfte, aber keine Schmerzen.
Seit etwa 2 Wochen habe ich massives Stechen im Ohr, das in Intervallen kommt und geht. Die nächste Kontrolle ist kommende Woche und meine Frage ist, ob jemand eine Idee hat, was mich erwartet? Quasi 8 Jahre nichts und jetzt... muss ich mich fürchten oder darf ich hoffen, dass das ein gutes Zeichen ist?
Übrigens habe ich zu keinem Zeitpunkt je bereut, die Bestrahlung gewählt zu haben anstelle einer invasiven OP.
Ich bin gespannt, ob es gleichartige Erfahrungen gibt und sag schon mal Danke
Zunächst meine Geschichte in möglichst kurzen Worten:
2001 wurde nach der Geburt meines Sohnes Multiple Sklerose diagnostiziert, nach 4wöchiger stationärer Suche. Glücklicherweise hätte ich diesbezüglich nach dem ersten Schub nie wieder Symptome,trotzdem wurde mir empfohlen ca. alle 2 Jahre ein Kontroll - MR machen zu lassen.
2010 wurde ich zu einer zweiten Bildnehmung hinbestelllt und dann kam der Befund mit der Post, sehr ungut kann ich dazu nur sagen, wo neben viel Text und Fachchinesisch mich das Wort Tumor direkt angesprungen ist. Die folgenden Tage waren ziemlich heftig. Sofort Akuttermin beim Neurologen, der mir sagte die gute Nachricht ist, dass es nichts tödliches ist, die schlechte Nachricht, dass es operiert werden müsse und wo ich denn hingehen wollen würde. Ich leicht überfordert, frag nach wer denn sowas überhaupt macht. Hier kommt viel Glück ins Spiel, weil ich tatsächlich einen Neurochirurgen, sogar Chef der Neurochirurgie in einem Wiener Krankenhaus, zu meinen Bekannten zählen darf.
Der hat mich dann aber aufgeklärt, dass ich es besser mit Gamma Knife Bestrahlung versuchen soll. Dank seiner Beziehung ins Wiener AKH wurde der „Eingriff“ bereits in der folgenden Woche gemacht.(Übliche Wartezeit ca. 6Monate)
Die erste Kontrolle zeigte einen ziemlich vergrößerten Mitbewohner, was mir aber als ganz normal erklärt wurde. Im zweiten Jahr wieder ein wenig kleiner. Jedenfalls zeigt sich kein Wachstum im Sinne einer Zellteilung mehr, aber auch keine Veränderung. Jetzt wurde mir im AKH aber erklärt, dass nach etwa 6 Jahren das AN implodieren würde.
Nach kurzfristigen starken Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit direkt nach der Bestrahlung war ich eigentlich nahezu beschwerdefrei. Hin und wieder ein bamstiges Gefühl in der linken Gesichtshälfte, aber keine Schmerzen.
Seit etwa 2 Wochen habe ich massives Stechen im Ohr, das in Intervallen kommt und geht. Die nächste Kontrolle ist kommende Woche und meine Frage ist, ob jemand eine Idee hat, was mich erwartet? Quasi 8 Jahre nichts und jetzt... muss ich mich fürchten oder darf ich hoffen, dass das ein gutes Zeichen ist?
Übrigens habe ich zu keinem Zeitpunkt je bereut, die Bestrahlung gewählt zu haben anstelle einer invasiven OP.
Ich bin gespannt, ob es gleichartige Erfahrungen gibt und sag schon mal Danke