Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 15:46 
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Registriert: 22.08.2017, 17:55
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Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1988
Hallo,
ich hatte am 23.11 meine An Op bei Dr. Strauß in Halle.
Die Op an sich ist wohl gut verlaufen. Mein linker Gehörnerv wurde leider durchtrennt, der Gesichtsnerv ist erhalten und ein kleiner Teil vom Tumor mussten Sie am Gesichtsnerv drin lassen.
Nach der Op hatte ich leichte Kopfschmerzen und leichten Schwindel was sich aber noch im Krankenhaus ziemlich gebessert hat. Das einzige was geblieben ist ist die Gesichtslähmung auf der linken Seite.

Nach 10 Tagen durfte ich das Krankenhaus verlassen und hatte kein Schwindel und keine Kopfschmerzen mehr. Mein Gleichgewicht war noch etwas durcheinander aber ansonsten war alles ok.

Am 19.12 ging es zur Reha in die Mediclin Klinik in Essen und das bin ich im Moment auch noch.
Die Klinik ist wohl spezialisiert auf Schlaganfälle und da es dort ja auch zu der Lähmung kommen kann setzen sie das mit meiner gleich. Ich bin jetzt knapp 2 Wochen da wobei ja einiges durch die Feiertage wegfiel. Bis jetzt habe ich nur Massagen, Gleichgewichtsgruppen, Ergometer (was alles super für meine Ausdauer ist die sich jetzt schon viel gebessert hat) aber fürs Gesicht nur Elektrotherapie (obwohl ich schon bei 2 Ärzten angesprochen habe das ich von Elektrotherapie nicht begeistert bin, als Antwort kommt nur das sie gute Erfahrungen haben und wenn es sich negativ auswirken würde sie aufhören). Ansonsten wird so rein gar nichts gegen die Lähmung gemacht. Selbst nach lymphdrainage hab ich jetzt mal nachgefragt. So jetzt wollen die die Reha natürlich verlängern wovon ich nicht begeistert bin weil ich finde die Reha bringt mir nicht wirklich viel... Da es sich auch um meine erste Reha überhaupt handelt weiss ich nicht wie ich mich verhalten soll.
Soll ich die Reha einfach durchziehen obwohl ich das Gefühl habe sie bringt mir nichts und ich hätte mehr davon wenn ich mir zuhause nen logopäden etc. suche oder sollte ich mich bei der LVA melden?
Ist es normal das eine Reha so wenig auf meine Lähmung eingeht bzw. meine Zweifel bezüglich der Elektrotherapie einfach übergeht?

Bin in mom. etwas am verzweifel.

Lg und ein frohes neues


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BeitragVerfasst: 03.01.2018, 12:27 
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Registriert: 03.07.2009, 23:15
Beiträge: 549
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Land: D
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1962
Liebe faehro,

über die Forensuche finden sich ein paar Einträge zur Rehaklinik
Mediclin in Essen
, speziell zum Thema Fazialisparese haben
Georg67 und mofe Erfahrungen berichtet,
Du hast sie vielleicht selbst schon beim Stöbern im Forenbereich
„Rehabilitation / Rehakliniken“ entdeckt.

Ist eine Reha bereits angetreten, steht der Behandlungsrahmen
in der Regel fest, d.h. Therapiemaßnahmen und Anwendungen
folgen zunächst einem standardisierten Programm. Hier ist die
Rückkopplung durch den Patienten erforderlich und erwünscht,
so lässt sich der Behandlungsplan individuell anpassen. Soweit die Theorie -
in der Praxis besteht die Wahl meist nur zwischen Nutzung oder Verzicht
auf eine spezielle Anwendung. Gerade bei schmerzhaften und
belastenden Einschränkungen wie Gesichtslähmungen ist Frustration
programmiert – man möchte die Zeit mit möglichst viel Effektivität
angefüllt, besser noch, mit spürbaren Fortschritten versehen wissen.

Wenn Du das Gefühl hast, die Elektrotherapie werde „über deinen Kopf
hinweg“ durchgeführt, ist das Arztgespräch notwendig – hier solltest
Du Dich dann auch gegen eine Verlängerung der Reha aussprechen,
wenn Du keinen spürbaren Nutzen erkennen kannst. Dabei solltest Du
allerdings in Betracht ziehen, dass der Rehaaufenthalt mehr ist
als eine Summe von Einzelanwendungen – eine wichtige Rolle spielt
die Phase der Erholung und Heilung, also die Rahmenbedingungen
deines „Ausnahmezustands“. Ruhe, Schonung, Schlaf, geordneter
Tagesablauf, Entspannung – dies ist zentraler Bestandteil einer AHB
und trägt ebenfalls zum Erfolg bei. Diese Phase ist nicht reproduzierbar
und beliebig zu variieren.

Gesichtslähmungen gehören zu den langwierigen Symptomen
nach einer AN-OP, kurzfristige Resultate sind eher die Ausnahme.
Gewöhnungseffekte, wie eventuell bei Schwindel oder
Tinnitusbeschwerden zu beobachten, stellen sich nicht einfach
ein, ähnliches gilt für messbare Fortschritte. Die Idee, nach der
Reha einen Logopäden zu konsultieren, ist ein guter Ansatz –
gibt es solche Spezialisten nicht auch in der Mediclinic ?

Alles Gute und spürbare Fortschritte für deinen Heilungsverlauf.

Herzliche Grüße
snowdog

_________________
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.


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