Mein Leben nach der AN-OP
Verfasst: 19.03.2016, 14:40
Hallo zusammen,
ich habe mich im Dezember 2013 gegen eine OP bei Prof. Dr. Mann entschieden.
Nachdem das AN innerhalb eines Jahres etwas gewachsen ist und ich immer mehr Probleme bekommen habe (Taubheitsgefühl im Gesicht, immer mehr Schwanken beim Gehen, inzwischen vollständig taub auf dem rechten Ohr), wurde ich am 29.01.2015 in Mainz von PD Dr. med. Koutsimpelas (Oberarzt der Klinik) operiert, der Nachfolger von Prof. Dr. Mann.
Die OP dauerte gute 5 Stunden und das AN wurde vollständig entfernt (rechts, 9x6mm), das Innenohr wurde „ausgeräumt“ und dementsprechend ist mein Gleichgewicht rechts kaputt.
Postoperativ stellte sich eine komplette periphere Fazialisparese ein. Wegen den fehlenden Lidschlusses rechts wurde am 09.02.15 ein Goldplättchen implantiert.
Am 18.02.15 habe ich dann eine 4-Wöchige Reha im Medical Park in Bad Camberg angetreten. Ich persönlich kann diese Reha nicht empfehlen, da keine gute ärztliche Versorgung da war, die Therapeuten waren dafür ok.
Seitdem gehe ich 2-mal wöchentlich zum Logopäden und es ist auch alles besser geworden, ich kann wieder aus der Tasse/Glas trinken, aus der Flasche aber noch nicht. Im Dezember 2015 wurde mein Goldplättchen wieder entfernt, ich hatte mir sehr viel davon versprochen, aber leider habe ich sehr große Probleme mit dem Auge, es schmerzt fast täglich, der Lidschluss ist am Tag ok und nachts trage ich einen Uhrglasverband.
Inzwischen hat sich auch eine Synkinesie bei mir eingestellt, bei gewissen Bewegungen des Mundes schließt sich mein Auge. Ich habe auch einen ganz komischen Geschmack im Mund und schmecke nicht mehr so viel. Seit ein paar Monaten gehe ich jetzt auch zu Lymphdrainage, weil meine Gesichtshälfte anschwillt.
Für mich sind besonders die lauten Geräusche im Ohr schlimm. Dadurch bin ich auch sehr schreckhaft geworden und gehe auch nicht mehr gerne in ein Restaurant wo viele Leute sind, weil ich dann nichts mehr verstehe.
Mit dem Gleichgewicht habe ich nach wie vor große Probleme, wenn es dunkel ist traue ich mich nicht mehr alleine nach draußen.
Leider habe ich auch oft plötzliche Schmerzattacken, mit starken Kopfschmerzen.
Kann mir jemand sagen, ob es mit der Zeit noch besser wird?
Es ist schwer sich mit Freunden und Bekannten darüber auszutauschen, da sie mich sowieso nicht richtig verstehen.
Ich möchte zum Schluss noch kurz sagen, dass ich mit Herrn Dr. med. Koutsimpelas sehr zufrieden war. Ich habe 12 Tage auf der Intensivstation gelegen und er war täglich 1-2-mal bei mir und auch auf der normalen Station.
Fleur11
ich habe mich im Dezember 2013 gegen eine OP bei Prof. Dr. Mann entschieden.
Nachdem das AN innerhalb eines Jahres etwas gewachsen ist und ich immer mehr Probleme bekommen habe (Taubheitsgefühl im Gesicht, immer mehr Schwanken beim Gehen, inzwischen vollständig taub auf dem rechten Ohr), wurde ich am 29.01.2015 in Mainz von PD Dr. med. Koutsimpelas (Oberarzt der Klinik) operiert, der Nachfolger von Prof. Dr. Mann.
Die OP dauerte gute 5 Stunden und das AN wurde vollständig entfernt (rechts, 9x6mm), das Innenohr wurde „ausgeräumt“ und dementsprechend ist mein Gleichgewicht rechts kaputt.
Postoperativ stellte sich eine komplette periphere Fazialisparese ein. Wegen den fehlenden Lidschlusses rechts wurde am 09.02.15 ein Goldplättchen implantiert.
Am 18.02.15 habe ich dann eine 4-Wöchige Reha im Medical Park in Bad Camberg angetreten. Ich persönlich kann diese Reha nicht empfehlen, da keine gute ärztliche Versorgung da war, die Therapeuten waren dafür ok.
Seitdem gehe ich 2-mal wöchentlich zum Logopäden und es ist auch alles besser geworden, ich kann wieder aus der Tasse/Glas trinken, aus der Flasche aber noch nicht. Im Dezember 2015 wurde mein Goldplättchen wieder entfernt, ich hatte mir sehr viel davon versprochen, aber leider habe ich sehr große Probleme mit dem Auge, es schmerzt fast täglich, der Lidschluss ist am Tag ok und nachts trage ich einen Uhrglasverband.
Inzwischen hat sich auch eine Synkinesie bei mir eingestellt, bei gewissen Bewegungen des Mundes schließt sich mein Auge. Ich habe auch einen ganz komischen Geschmack im Mund und schmecke nicht mehr so viel. Seit ein paar Monaten gehe ich jetzt auch zu Lymphdrainage, weil meine Gesichtshälfte anschwillt.
Für mich sind besonders die lauten Geräusche im Ohr schlimm. Dadurch bin ich auch sehr schreckhaft geworden und gehe auch nicht mehr gerne in ein Restaurant wo viele Leute sind, weil ich dann nichts mehr verstehe.
Mit dem Gleichgewicht habe ich nach wie vor große Probleme, wenn es dunkel ist traue ich mich nicht mehr alleine nach draußen.
Leider habe ich auch oft plötzliche Schmerzattacken, mit starken Kopfschmerzen.
Kann mir jemand sagen, ob es mit der Zeit noch besser wird?
Es ist schwer sich mit Freunden und Bekannten darüber auszutauschen, da sie mich sowieso nicht richtig verstehen.
Ich möchte zum Schluss noch kurz sagen, dass ich mit Herrn Dr. med. Koutsimpelas sehr zufrieden war. Ich habe 12 Tage auf der Intensivstation gelegen und er war täglich 1-2-mal bei mir und auch auf der normalen Station.
Fleur11