Diagnose AN nach Schwindel
Verfasst: 22.02.2016, 21:00
Liebe Forum-Leser,
ich bin neu hier, habe die Diagnose AN vor Kurzem erhalten. Seitdem lese ich ständig in diesem Forum. Ich habe schon viele Informationen sammeln können und bin sehr dankbar dafür.
Hier kommt meine Krankengeschichte:
Im Sommer 2013 habe ich das erste Mal als Beifahrer auf der Autobahn dieses merkwürdige Schwindelgefühl empfunden, kurz darauf noch einmal sehr heftig in einem Supermarkt. Dieser Schwindel ist dann noch ein paarmal in abgeschwächter Form aufgetreten und ich habe immer angenommen, dass ich wahrscheinlich viel zu niedrigen Blutdruck habe. (Ich habe generell relativ niedrigen Blutdruck) Ich wusste aber damals schon, dass der Schwindel irgendwie anders ist. Der Schwindel ist dann in großen Abständen (mehrere Monate) immer mal ganz kurz wiedergekommen. Ich war deshalb auch beim Hausarzt. Es wurde auf meine Überarbeitung bzw. den Stress geschoben.
Seit ca. einem halben Jahr kamen leichte Schwindelattacken öfter vor. Vielleicht ein bis zweimal pro Woche. Ebenfalls seit ca. 2,5 Jahren ist mein rechtes Auge sehr häufig gerötet. Ich war im Abstand von einem Jahr bei zwei verschiedenen Augenärzten. Es wurden mir Tropfen gegen trockene Augen empfohlen. Auf meine Frage warum nur ein Auge betroffen ist habe ich keine Antwort erhalten.
Seit ca. einem halben Jahr habe ich bei mir eine leichte Hörschwäche registriert. Ich musste öfter mal nachfragen, weil ich etwas nicht verstanden habe. Andere Personen haben meine Probleme diesbezüglich aber noch nicht bemerkt. Beim Telefonieren ist mir leider auch nichts aufgefallen, da ich den Hörer immer auf der nicht betroffenen Seite halte.
Im Oktober 2015 wurden meine Schwindelprobleme massiver. Ich habe zu der Zeit eine neue Gleitsichtbrille bekommen. Ich kam damit auch ganz gut klar nur nicht im Supermarkt. Ich brauchte einen Laden nur zu betreten und mir wurde extrem schwindelig, Übelkeit und manchmal Schweißausbrüche kamen hinzu. Die Regale abzusuchen nach Sachen, die ich einkaufen wollte wurde zur Qual. Diese Probleme habe ich mit meiner neuen Brille in Verbindung gebracht und gedacht, dass ich mich schon noch daran gewöhnen werde. Nach ca. 6 Wochen ohne Verbesserung war ich beim Optiker zur Kontrolle. Die Werte der Brille waren aber angeblich ok. Ich habe aber aufgegeben und meine alte Brille wieder aufgesetzt. Die Probleme blieben jedoch gleich, auch ohne Brille keine Verbesserung. Dann kam Weihnachten und ich hatte keine Zeit mich weiter um mein Schwindelproblem zu kümmern. Über die Feiertage bekam ich dann großen Druck in Kopfund und in den Ohren. Es ging auch nicht mehr wieder richtig weg. Die Stärke des Drucks veränderte sich aber immer wieder – mal mehr mal weniger. Anfang dieses Jahres war ich wieder beim Hausarzt. Es wurde eine Blutuntersuchung gemacht (alles in Ordnung). Bei einem kurzen EKG wurde sehr niedriger Puls festgestellt. Ich habe daraufhin ein Langzeit-EKG und ein Ultraschall des Herzens bekommen. Es wurde aber nichts festgestellt. Dann kam endlich der HNO-Termin am 28. Januar. Mir ging es mittlerweile deutlich schlechter. Nach wie vor Druckgefühl in Kopf und Ohren und ein mittlerweile ständig leichter manchmal stärkerer Schwindel. Nach wie vor auch mein heftiges „Supermarktsyndrom“. Es wurde eine reduzierte Hörfähigkeit rechts festgestellt und auf Grund meiner Schwindelbeschwerden wurde ich krankgeschrieben. Eine Woche später folgte ein Schwindeltest. (mir wurde eine Brille aufgesetzt – ich konnte nichts mehr sehen – es wurde warme und kalte Luft in die Ohren gepustet und ich musste die Augen offen lassen) Ich habe dann erfahren, dass das rechte Gleichgewichtsorgan geschädigt ist. Daraufhin war ich am 11.02.2016 im MRT mit folgender Diagnose: Akustikusneurinom mit kompletter Ausfüllung des rechtsseitigen Meatus acusticus internus 12 x 5mm. Meningeom mit Dural tail sign frontobasal links-parasagittal der Dura breitbasig aufgelegen 11 x15mm.
Zu meiner momentanen Situation:
z.Z ist der Schwindel mein ständiger Begleiter. In der Stärke variiert er. Es ist kein Drehschwindel (hatte ich kürzlich nachts mit geschlossenen Augen mal für einen kurzen Moment) und meiner Ansicht nach ist es auch kein Schwankschwindel, denn ich schwanke (noch) nicht. Es ist ein ganz komisches Gefühl im Kopf, dass ich leider nicht beschreiben kann.
Mein rechtes Auge ist oft gerötet und schmerzt ab und zu etwas. Ich behandele es mit „Tears again sensitive“ Augenspray, welches auch ganz gut wirkt. Ich habe seit ca. 2-3 Wochen manchmal leicht ziehende Kopfschmerzen, die aber nicht lange anhalten. Seit etwa 2 Wochen manchmal kurz Schmerzen im rechten Ohr.
Seit etwa einer Woche leide ich unter Übelkeit die oft plötzlich einsetzt und lange anhält (auch nachts). Ich fühle mich auch recht schlapp. Dies liegt aber vielleicht auch daran, dass ich seit der Diagnose keinen Appetit mehr habe und schon Gewicht verloren habe. Ich verspüre seit ca. einer Woche manchmal nur wenige Minuten anhaltend ganz leise mittel- bis hochfrequente Töne im erkrankten Ohr. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Ich habe jedenfalls definitiv noch nie richtigen Tinnitus gehabt. Seit einigen Tagen registriere ich eine verstärkte Geräuschempfindlichkeit (z.B. das Geräusch, welches ein kleiner Blechteller verursachte, der auf eine glatte, steinerne Unterlage fiel). Es erzeugte einen stechenden Schmerz im erkrankten Ohr.
Vom HNO-Arzt habe ich Tebonin (Ginkopräparat) und Magnesium verordnet bekommen und wurde bis Ende Februar krankgeschrieben.
Ich beginne ab nun mit den Besuchen bei diversen Neurochirurgen um zu klären was in meinem Fall am Besten zu tun ist. OP, Bestrahlung oder abwarten. Ich melde mich dann wieder und werde berichten was die Ärzte zu meinem Befund sagen.
Viele Grüße aus Hamburg von Anni
ich bin neu hier, habe die Diagnose AN vor Kurzem erhalten. Seitdem lese ich ständig in diesem Forum. Ich habe schon viele Informationen sammeln können und bin sehr dankbar dafür.
Hier kommt meine Krankengeschichte:
Im Sommer 2013 habe ich das erste Mal als Beifahrer auf der Autobahn dieses merkwürdige Schwindelgefühl empfunden, kurz darauf noch einmal sehr heftig in einem Supermarkt. Dieser Schwindel ist dann noch ein paarmal in abgeschwächter Form aufgetreten und ich habe immer angenommen, dass ich wahrscheinlich viel zu niedrigen Blutdruck habe. (Ich habe generell relativ niedrigen Blutdruck) Ich wusste aber damals schon, dass der Schwindel irgendwie anders ist. Der Schwindel ist dann in großen Abständen (mehrere Monate) immer mal ganz kurz wiedergekommen. Ich war deshalb auch beim Hausarzt. Es wurde auf meine Überarbeitung bzw. den Stress geschoben.
Seit ca. einem halben Jahr kamen leichte Schwindelattacken öfter vor. Vielleicht ein bis zweimal pro Woche. Ebenfalls seit ca. 2,5 Jahren ist mein rechtes Auge sehr häufig gerötet. Ich war im Abstand von einem Jahr bei zwei verschiedenen Augenärzten. Es wurden mir Tropfen gegen trockene Augen empfohlen. Auf meine Frage warum nur ein Auge betroffen ist habe ich keine Antwort erhalten.
Seit ca. einem halben Jahr habe ich bei mir eine leichte Hörschwäche registriert. Ich musste öfter mal nachfragen, weil ich etwas nicht verstanden habe. Andere Personen haben meine Probleme diesbezüglich aber noch nicht bemerkt. Beim Telefonieren ist mir leider auch nichts aufgefallen, da ich den Hörer immer auf der nicht betroffenen Seite halte.
Im Oktober 2015 wurden meine Schwindelprobleme massiver. Ich habe zu der Zeit eine neue Gleitsichtbrille bekommen. Ich kam damit auch ganz gut klar nur nicht im Supermarkt. Ich brauchte einen Laden nur zu betreten und mir wurde extrem schwindelig, Übelkeit und manchmal Schweißausbrüche kamen hinzu. Die Regale abzusuchen nach Sachen, die ich einkaufen wollte wurde zur Qual. Diese Probleme habe ich mit meiner neuen Brille in Verbindung gebracht und gedacht, dass ich mich schon noch daran gewöhnen werde. Nach ca. 6 Wochen ohne Verbesserung war ich beim Optiker zur Kontrolle. Die Werte der Brille waren aber angeblich ok. Ich habe aber aufgegeben und meine alte Brille wieder aufgesetzt. Die Probleme blieben jedoch gleich, auch ohne Brille keine Verbesserung. Dann kam Weihnachten und ich hatte keine Zeit mich weiter um mein Schwindelproblem zu kümmern. Über die Feiertage bekam ich dann großen Druck in Kopfund und in den Ohren. Es ging auch nicht mehr wieder richtig weg. Die Stärke des Drucks veränderte sich aber immer wieder – mal mehr mal weniger. Anfang dieses Jahres war ich wieder beim Hausarzt. Es wurde eine Blutuntersuchung gemacht (alles in Ordnung). Bei einem kurzen EKG wurde sehr niedriger Puls festgestellt. Ich habe daraufhin ein Langzeit-EKG und ein Ultraschall des Herzens bekommen. Es wurde aber nichts festgestellt. Dann kam endlich der HNO-Termin am 28. Januar. Mir ging es mittlerweile deutlich schlechter. Nach wie vor Druckgefühl in Kopf und Ohren und ein mittlerweile ständig leichter manchmal stärkerer Schwindel. Nach wie vor auch mein heftiges „Supermarktsyndrom“. Es wurde eine reduzierte Hörfähigkeit rechts festgestellt und auf Grund meiner Schwindelbeschwerden wurde ich krankgeschrieben. Eine Woche später folgte ein Schwindeltest. (mir wurde eine Brille aufgesetzt – ich konnte nichts mehr sehen – es wurde warme und kalte Luft in die Ohren gepustet und ich musste die Augen offen lassen) Ich habe dann erfahren, dass das rechte Gleichgewichtsorgan geschädigt ist. Daraufhin war ich am 11.02.2016 im MRT mit folgender Diagnose: Akustikusneurinom mit kompletter Ausfüllung des rechtsseitigen Meatus acusticus internus 12 x 5mm. Meningeom mit Dural tail sign frontobasal links-parasagittal der Dura breitbasig aufgelegen 11 x15mm.
Zu meiner momentanen Situation:
z.Z ist der Schwindel mein ständiger Begleiter. In der Stärke variiert er. Es ist kein Drehschwindel (hatte ich kürzlich nachts mit geschlossenen Augen mal für einen kurzen Moment) und meiner Ansicht nach ist es auch kein Schwankschwindel, denn ich schwanke (noch) nicht. Es ist ein ganz komisches Gefühl im Kopf, dass ich leider nicht beschreiben kann.
Mein rechtes Auge ist oft gerötet und schmerzt ab und zu etwas. Ich behandele es mit „Tears again sensitive“ Augenspray, welches auch ganz gut wirkt. Ich habe seit ca. 2-3 Wochen manchmal leicht ziehende Kopfschmerzen, die aber nicht lange anhalten. Seit etwa 2 Wochen manchmal kurz Schmerzen im rechten Ohr.
Seit etwa einer Woche leide ich unter Übelkeit die oft plötzlich einsetzt und lange anhält (auch nachts). Ich fühle mich auch recht schlapp. Dies liegt aber vielleicht auch daran, dass ich seit der Diagnose keinen Appetit mehr habe und schon Gewicht verloren habe. Ich verspüre seit ca. einer Woche manchmal nur wenige Minuten anhaltend ganz leise mittel- bis hochfrequente Töne im erkrankten Ohr. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Ich habe jedenfalls definitiv noch nie richtigen Tinnitus gehabt. Seit einigen Tagen registriere ich eine verstärkte Geräuschempfindlichkeit (z.B. das Geräusch, welches ein kleiner Blechteller verursachte, der auf eine glatte, steinerne Unterlage fiel). Es erzeugte einen stechenden Schmerz im erkrankten Ohr.
Vom HNO-Arzt habe ich Tebonin (Ginkopräparat) und Magnesium verordnet bekommen und wurde bis Ende Februar krankgeschrieben.
Ich beginne ab nun mit den Besuchen bei diversen Neurochirurgen um zu klären was in meinem Fall am Besten zu tun ist. OP, Bestrahlung oder abwarten. Ich melde mich dann wieder und werde berichten was die Ärzte zu meinem Befund sagen.
Viele Grüße aus Hamburg von Anni