Erfahrungen mit Zürich und Bern
Verfasst: 11.11.2008, 22:33
Bevorstehende Operation in Bern
Liebe Forumsteilnehmer
Nachdem ich mit Interesse die Einträge im Forum gelesen habe, denke ich das es Zeit ist, auch selber einen Beitrag mit meinen bisherigen Erfahrungen beizusteuern.
Im April 2007 diagnostizierte man bei mir aufgrund eines Hörsturzes ein AKustikusneurinom, 17x14x12mm, das sowohl den Hirnstamm wie das Kleinhirn berührt. Die Diagnose hat mich nicht besonders geschockt, ich dachte nur: auch das noch. Ich war zu der Zeit schon wegen chronischen Rückenschmerzen in spitälärztlicher Behandlung. Trotz der unerfreulichen Nachricht konnte ich mich wenigstens damit trösten das dieser Tumor gutartig ist.
Man überwies mich zu Prof. Probst, Universitäts Spital Zürich, zwecks weiteren Behandlungen. Im Juni 2007 hatte ich die erste Sprechstunde bei Prof. Probst. Nach einem ausführlichen Gespräch entschieden wir uns für eine abwartende Haltung und eine nächste Kontrolle in 6 Monaten. Dies entsprach auch meinem Wunsch da eine Operation mit nachfolgender längerer Reha-Zeit wegen meiner Rückenbehandlung und aus privaten Gründen nicht in Frage kam. Ausser den üblichen Begleiter-scheinungen wie Hörminderung, Tinnitus und manchmal kleinerer Schwindel hatte ich weder Schmerzen noch sonstige Handicaps, im Gegensatz zum Rücken der mich 24 Stunden schmerzte.
Die Kontrolle im Januar 08 in Zürich ergab eine Tumorvergrösserung von etwa 2mm in allen Richtungen und auch das Gehör hat sich ein wenig verschlechtert. Prof. Probst empfahl mir nun eine Behandlung die ich aber wieder aus privaten Gründen verschieben musste. Ausserdem wollte ich mir Zeit nehmen und auch einige Ärzte kontaktieren, vor allem habe ich von der Gamma Knife Behandlung im Internet erfahren und wollte darüber mehr wissen.
Schlussendlich entschied ich mich für die Operation, die im August 2008 stattfinden sollte...eben sollte, denn ein Beitrag im IGAN Forum im Juni, auf den ich per Zufall stiess, liess meine Entscheidung wieder wanken. Ich las den Bericht von Milka, die in Zürich operiert wurde und über ihre schlechte Erfahrung berichtete. Selbstverständlich wollte ich mehr darüber erfahren und nahm über die IGAN und Anfux Kontakt mit Milka auf. Um es kurz zu fassen, ich habe die Operation in Zürich abgesagt. Das Vertrauen war angeknackst, ein Spitaleintritt war unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Diese Absage hatte für mich den Nachteil das ich wieder Zeit verlor und mich auch neu orientieren musste. Auch da half mir ein Beitrag im Forum und zwar las ich von Marmott und ihre positive Erfahrungen in Bern. Ich entschied mich für einen Neustart in Bern und anfangs Oktober 2008 hatte ich die erste Sprechstunde bei Prof. Häusler, Chefarzt HNO-Klinik im Inselspital. Er machte gleich Nägel mit Köpfen, wie man so schön sagt, und vermittelte spontan und unbürokratisch einen Termin beim Neurochirurgen Dr. Anton Lukes. Er ist seit September 08 Belegarzt im Lindenhofspital, wo er auch operiert. Das Gespräch mit Dr. Lukes hat mich vollumfänglich überzeugt so das wir gleich den Termin für die OP am 1. Dezember vereinbarten. Die zuvorkommende und sehr patientenfreundliche Art in Bern hat mich beeindruckt, meine Erwartungen sind um einiges übertroffen worden.
Obwohl viel Zeit verstrich zwischen der Diagnose und der bevorstehenden OP (19 Monate) bin ich überzeugt das meine bisherigen Entscheidungen, nicht zu schnell eine Operation auf mich zu nehmen, richtig waren. So kann ich nun mit "guten Gefühlen" der OP entgegensehen.
An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an Anfux und Milka für ihre Hilfe und Unterstützung aussprechen und natürlich auch an alle hier im Forum teilnehmenden die mit ihren Beiträgen und Ratschlägen vielen geholfen haben. Nach überstandener OP werde ich mich wieder melden, bis dann
Herzliche Grüße
Tivat
Liebe Forumsteilnehmer
Nachdem ich mit Interesse die Einträge im Forum gelesen habe, denke ich das es Zeit ist, auch selber einen Beitrag mit meinen bisherigen Erfahrungen beizusteuern.
Im April 2007 diagnostizierte man bei mir aufgrund eines Hörsturzes ein AKustikusneurinom, 17x14x12mm, das sowohl den Hirnstamm wie das Kleinhirn berührt. Die Diagnose hat mich nicht besonders geschockt, ich dachte nur: auch das noch. Ich war zu der Zeit schon wegen chronischen Rückenschmerzen in spitälärztlicher Behandlung. Trotz der unerfreulichen Nachricht konnte ich mich wenigstens damit trösten das dieser Tumor gutartig ist.
Man überwies mich zu Prof. Probst, Universitäts Spital Zürich, zwecks weiteren Behandlungen. Im Juni 2007 hatte ich die erste Sprechstunde bei Prof. Probst. Nach einem ausführlichen Gespräch entschieden wir uns für eine abwartende Haltung und eine nächste Kontrolle in 6 Monaten. Dies entsprach auch meinem Wunsch da eine Operation mit nachfolgender längerer Reha-Zeit wegen meiner Rückenbehandlung und aus privaten Gründen nicht in Frage kam. Ausser den üblichen Begleiter-scheinungen wie Hörminderung, Tinnitus und manchmal kleinerer Schwindel hatte ich weder Schmerzen noch sonstige Handicaps, im Gegensatz zum Rücken der mich 24 Stunden schmerzte.
Die Kontrolle im Januar 08 in Zürich ergab eine Tumorvergrösserung von etwa 2mm in allen Richtungen und auch das Gehör hat sich ein wenig verschlechtert. Prof. Probst empfahl mir nun eine Behandlung die ich aber wieder aus privaten Gründen verschieben musste. Ausserdem wollte ich mir Zeit nehmen und auch einige Ärzte kontaktieren, vor allem habe ich von der Gamma Knife Behandlung im Internet erfahren und wollte darüber mehr wissen.
Schlussendlich entschied ich mich für die Operation, die im August 2008 stattfinden sollte...eben sollte, denn ein Beitrag im IGAN Forum im Juni, auf den ich per Zufall stiess, liess meine Entscheidung wieder wanken. Ich las den Bericht von Milka, die in Zürich operiert wurde und über ihre schlechte Erfahrung berichtete. Selbstverständlich wollte ich mehr darüber erfahren und nahm über die IGAN und Anfux Kontakt mit Milka auf. Um es kurz zu fassen, ich habe die Operation in Zürich abgesagt. Das Vertrauen war angeknackst, ein Spitaleintritt war unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Diese Absage hatte für mich den Nachteil das ich wieder Zeit verlor und mich auch neu orientieren musste. Auch da half mir ein Beitrag im Forum und zwar las ich von Marmott und ihre positive Erfahrungen in Bern. Ich entschied mich für einen Neustart in Bern und anfangs Oktober 2008 hatte ich die erste Sprechstunde bei Prof. Häusler, Chefarzt HNO-Klinik im Inselspital. Er machte gleich Nägel mit Köpfen, wie man so schön sagt, und vermittelte spontan und unbürokratisch einen Termin beim Neurochirurgen Dr. Anton Lukes. Er ist seit September 08 Belegarzt im Lindenhofspital, wo er auch operiert. Das Gespräch mit Dr. Lukes hat mich vollumfänglich überzeugt so das wir gleich den Termin für die OP am 1. Dezember vereinbarten. Die zuvorkommende und sehr patientenfreundliche Art in Bern hat mich beeindruckt, meine Erwartungen sind um einiges übertroffen worden.
Obwohl viel Zeit verstrich zwischen der Diagnose und der bevorstehenden OP (19 Monate) bin ich überzeugt das meine bisherigen Entscheidungen, nicht zu schnell eine Operation auf mich zu nehmen, richtig waren. So kann ich nun mit "guten Gefühlen" der OP entgegensehen.
An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an Anfux und Milka für ihre Hilfe und Unterstützung aussprechen und natürlich auch an alle hier im Forum teilnehmenden die mit ihren Beiträgen und Ratschlägen vielen geholfen haben. Nach überstandener OP werde ich mich wieder melden, bis dann
Herzliche Grüße
Tivat