OP in Halle, Verlauf nach 7 Wochen
Verfasst: 28.12.2014, 23:37
Liebes Forum,
ich habe mich für eine OP in Halle entschieden und möchte allen danken, die mich bei der Entscheidungsfindung unterstützt haben und mir durch Telefonate und Mail-Kontakten von ihren Erfahrungen berichteten.
Meine endgültige Entscheidung für Halle und für eine OP ist dann aufgrund der fachlich und menschlich sehr überzeugenden Beratung von Herrn Prof. Strauß gefallen.
Ich habe ihm vertraut und mich sofort wohl gefühlt.
Der Professor ist jemand und das spürt man sofort, dem seine Patienten sehr am Herzen liegen und der auch nach der OP und Klinikaufenthalt für seine Patienten da ist und sich für sie einsetzt.
Besonders dann, wenn wie bei mir, nicht alles so verläuft, wie erwartet.
Ich bin am 3. November in die Klinik eingeliefert worden und am 4. November operiert worden.
Danach war ich 2 Tage auf der Überwachungsstation und anschließend in meinem Krankenzimmer.
Die ersten Tage ging es mir sehr schlecht. Schwindel, Übelkeit und jede Art von Bewegung endeten mit Erbrechen.
Nach 4-5 Tagen ging es langsam besser und ich konnte aufstehen und erste Schritte laufen ohne mich zu übergeben, hatte aber große Schwierigkeiten mit meinem Gleichgewicht.
Der Tumor konnte vollständig entfernt werden (Kontrolle-MRT Ende Januar 2015). Mein Gehör rechts habe ich leider vollständig verloren. Zwar konnte der Hörnerv erhalten werden, aber bereits während der OP kam es rasch zu dem irreversiblen Verlust der akustisch evozierten Hirnstammpotentiale.
Am 8. Tag nach der OP entwickelte sich überraschend eine verzögerte Fazialisparese bis hin zu einem House&Brackmann Grad 3, die sich Gottseidank mittlerweile fast vollständig zurück entwickelt hat.
Heute 7 Wochen nach der OP kann ich mein Gleichgewicht für gewisse Zeit schon ganz gut wieder halten und mich körperlich relativ gut bewegen.
Körperliche Anstrengung wir Sport z. B. oder mehr als nur leichte Hausarbeit sind noch nicht möglich. Autofahren oder in meinen Beruf ( Außendienst, Beratung von Industriekunden) langsam wieder einsteigen dagegen ist noch undenkbar und wird wohl noch dauern.
Was mir extrem zu schaffen macht ist der Aufenthalt in Räumlichkeiten mit gewisser Geräuschkulisse und Menschenansammlungen, wo es etwas lauter hergeht, da ich unter starken Kopfschmerzen leide.
Laute Musik geht gar nicht, öffentliche Veranstaltungen, Fernsehen über längere Zeit, Treffen mit Freunden, wo auch mal intensiv diskutiert wird, auch da muss ich mich nach kurzer Zeit ausklinken. Sehr schnell fühle ich mich überfordert und meine Kopfschmerzen werden stärker.
Nach den Ärzten scheint dies mit dem plötzlichen Hörverlust rechts zusammen zu hängen, worauf der Körper sich noch einstellen muss.
Ich nehme jetzt seit 4 Wochen Schmerztabletten, die immer nur ein paar Stunden wirken.
Oft werde ich nachts von den starken Kopfschmerzen wach, was mich schon etwas mürbe macht.
Leider wurde von der Rentenversicherung eine AHB abgelehnt. Für uns (Professor, Hausärztin und mich) völlig unverständlich. Gemeinsam haben wir Widerspruch eingelegt, der bisher noch nicht bearbeitet wurde. Für die Unterstützung vom Prof. Strauß dafür im Besonderen nochmals vielen Dank.
Liebe Grüße,
BellaNRW
ich habe mich für eine OP in Halle entschieden und möchte allen danken, die mich bei der Entscheidungsfindung unterstützt haben und mir durch Telefonate und Mail-Kontakten von ihren Erfahrungen berichteten.
Meine endgültige Entscheidung für Halle und für eine OP ist dann aufgrund der fachlich und menschlich sehr überzeugenden Beratung von Herrn Prof. Strauß gefallen.
Ich habe ihm vertraut und mich sofort wohl gefühlt.
Der Professor ist jemand und das spürt man sofort, dem seine Patienten sehr am Herzen liegen und der auch nach der OP und Klinikaufenthalt für seine Patienten da ist und sich für sie einsetzt.
Besonders dann, wenn wie bei mir, nicht alles so verläuft, wie erwartet.
Ich bin am 3. November in die Klinik eingeliefert worden und am 4. November operiert worden.
Danach war ich 2 Tage auf der Überwachungsstation und anschließend in meinem Krankenzimmer.
Die ersten Tage ging es mir sehr schlecht. Schwindel, Übelkeit und jede Art von Bewegung endeten mit Erbrechen.
Nach 4-5 Tagen ging es langsam besser und ich konnte aufstehen und erste Schritte laufen ohne mich zu übergeben, hatte aber große Schwierigkeiten mit meinem Gleichgewicht.
Der Tumor konnte vollständig entfernt werden (Kontrolle-MRT Ende Januar 2015). Mein Gehör rechts habe ich leider vollständig verloren. Zwar konnte der Hörnerv erhalten werden, aber bereits während der OP kam es rasch zu dem irreversiblen Verlust der akustisch evozierten Hirnstammpotentiale.
Am 8. Tag nach der OP entwickelte sich überraschend eine verzögerte Fazialisparese bis hin zu einem House&Brackmann Grad 3, die sich Gottseidank mittlerweile fast vollständig zurück entwickelt hat.
Heute 7 Wochen nach der OP kann ich mein Gleichgewicht für gewisse Zeit schon ganz gut wieder halten und mich körperlich relativ gut bewegen.
Körperliche Anstrengung wir Sport z. B. oder mehr als nur leichte Hausarbeit sind noch nicht möglich. Autofahren oder in meinen Beruf ( Außendienst, Beratung von Industriekunden) langsam wieder einsteigen dagegen ist noch undenkbar und wird wohl noch dauern.
Was mir extrem zu schaffen macht ist der Aufenthalt in Räumlichkeiten mit gewisser Geräuschkulisse und Menschenansammlungen, wo es etwas lauter hergeht, da ich unter starken Kopfschmerzen leide.
Laute Musik geht gar nicht, öffentliche Veranstaltungen, Fernsehen über längere Zeit, Treffen mit Freunden, wo auch mal intensiv diskutiert wird, auch da muss ich mich nach kurzer Zeit ausklinken. Sehr schnell fühle ich mich überfordert und meine Kopfschmerzen werden stärker.
Nach den Ärzten scheint dies mit dem plötzlichen Hörverlust rechts zusammen zu hängen, worauf der Körper sich noch einstellen muss.
Ich nehme jetzt seit 4 Wochen Schmerztabletten, die immer nur ein paar Stunden wirken.
Oft werde ich nachts von den starken Kopfschmerzen wach, was mich schon etwas mürbe macht.
Leider wurde von der Rentenversicherung eine AHB abgelehnt. Für uns (Professor, Hausärztin und mich) völlig unverständlich. Gemeinsam haben wir Widerspruch eingelegt, der bisher noch nicht bearbeitet wurde. Für die Unterstützung vom Prof. Strauß dafür im Besonderen nochmals vielen Dank.
Liebe Grüße,
BellaNRW