Entscheidung für OP in Würzburg richtig?
Verfasst: 09.10.2014, 21:24
Hallo liebe Forumsmitglieder, liebe „Würzburger“,
nachdem ich dieses Forum die letzten Jahre immer wieder besucht habe, muss ich jetzt auch schreiben und hoffe auf wertvolle zusätzliche Infos und Erfahrungsaustausch.
Mein Akustikusneurinom links wurde 2004 durch ein MRT nach mehreren, kurz hintereinanderliegenden Hörstürzen diagnostiziert. Den ersten Hörsturz hatte ich übrigens bereits 1992, damit dürfte „mein kleiner Freund“ schon reichlich alt sein! Ich selbst bin mittlerweile 50
. Bei der Diagnose 2004 war das Neurinom ca. 13 x 5 x 4 mm klein und lag v.a. intrameatal fast bis zum Fundus und leicht extrameatal. Meine Beschwerden damals waren Tinnitus links, Hochtonsenke links um 30 dB und eine leichte Irritation der linken Gesichtshälfte (Pelzigkeit)
Ich war damals ziemlich schockiert und hatte recht schnell im Frühjahr 2005 einen OP-Termin in der HNO-Klinik Erlangen bei Prof. Iro vereinbart. Dieser OP-Termin wurde nach stationärer Aufnahme durch den Operateur abgesagt. Bei einer extra angesetzten Nachbesprechung hat Prof. Iro mir dann mehr oder weniger geraten, mich nicht operieren zu lassen, sondern noch abzuwarten, weil es mir einfach noch zu gut ginge. Rückblickend hat Prof. Iro mit diesem Rat durchaus absolut Recht gehabt
. (Mit seiner Prophezeiung, dass das Neurinom mir irgendwann einmal richtige Probleme bereiten wird leider auch
).
Ich habe seitdem 9 gesunde Jahre hinter mir, die ich mit recht hoher Lebensqualität genießen konnte – dank Prof. Iro!
Das Neurinom wurde alle 6-9 Monate kontrolliert und zeigte von Kontrolle zu Kontrolle entweder kein Größenwachstum oder nur minimales Größenwachstum. Meine Beschwerden wurden im Laufe der Jahre schleichend stärker (Tinnitus lauter, Hochtonsenke links um 50 dB, Unsicherheit im Gang bei Dunkelheit, jedoch kein ausgeprägter Schwindel). Ein Hörsturz im Frühjahr 2013 zusammen mit einem ausgeprägten „Schwindelereignis“ – eher Benommenheit an der Grenze zur Ohnmacht - wurde von meinem niedergelassenem HNO-Arzt Prof. Kiefer erfolgreich mit Kortisoninfusionen behandelt.
Das letzte MRT vom November 2013 zeigte nunmehr ein intra- und extrameatal gelegenes Neurinom mit der Größe 14 x 7,5 x 8 mm mit einem Abstand zum Hirnstamm von ca. 2-3 mm mit größenkonstant abgrenzbarer Liquorkappe.
Mir ging es bis vor wenigen Wochen nach wie vor recht gut. Seit ca. 3 Wochen plagen mich allerdings recht starke Beschwerden, die sich teilweise schon während der letzten Monate angedeutet hatten. Derzeit habe ich einen konstant starken Hörverlust links, ich habe Probleme oft nicht richtig schlucken zu können, meine linke Gesichtshälfte fühlt sich an wie nach einer Zahnarztspritze – ich kann Mund und Augenlid jedoch einwandfrei bewegen – und was mich am meisten beeinträchtigt ist, dass ich unvorhersehbar starke Schwindel-Benommenheitsattaken bekomme, die sich anfühlen wie eine kurze „Ohnmacht“. Dauert meist nur ein paar Sekunden, nimmt mich aber ganz schön mit. Am 20.10. steht das nächste MRT an, mal schauen, was dabei rauskommt und was mein HNO-Arzt dann meint.
Nun zu meiner Frage:
In der Zeit seit 2004 habe ich mir eine passende Klinik ausgesucht, in der ich mich operieren lassen werde. Ich ging dabei „heimatnah“ in Bayern vor, weil ich 2 kleine Kinder habe und nicht allzu weit weg fahren möchte. Meine Wahl fiel auf die Uni-HNOKlinik Würzburg.
Regensburg (mein Heimatort) scheidet aus, weil dort zu wenig Erfahrung zu bestehen scheint.
Ich schätze Prof. Iro in Erlangen sehr, aber er hat sich ja mittlerweile eher in Richtung Schilddrüse spezialisiert und München scheint sich ja nach wie vor eher auf Bestrahlungen spezialisiert zu haben. Ich hatte mich bereits 2005 in Würzburg vorgestellt, aber das war in den Pfingstferien und keiner hat sich so richtig mit mir ausgekannt - war alles recht chaotisch. Aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen, weil ich glaube, dass dort viel Erfahrung mit ANs vorliegt. Nun verhält es sich aber so, dass in der HNO-Klinik Würzburg meines Wissens nach mehrere Ärzte ANs operieren. In den Foren habe ich immer wieder gelesen, dass die individuelle Erfahrung eines Operateurs das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Wahl des Krankenhauses darstellen sollte. Wie kann ich am besten vorgehen, um in Würzburg von einem Arzt operiert zu werden, der schon viel Erfahrung hat und bereits viele erfolgreiche AN-Operationen durchgeführt hat? (Ich bin gesetzlich krankenversichert).
Ich bedanke mich bereits jetzt für Eure Tipps, Unterstützung und Hilfe!!
Viele Grüße
Sonnepet
P.S. auch wenn alles ziemlich überlegt und geplant klingt - ich habe natürlich eine Sch.......Angst!!
nachdem ich dieses Forum die letzten Jahre immer wieder besucht habe, muss ich jetzt auch schreiben und hoffe auf wertvolle zusätzliche Infos und Erfahrungsaustausch.
Mein Akustikusneurinom links wurde 2004 durch ein MRT nach mehreren, kurz hintereinanderliegenden Hörstürzen diagnostiziert. Den ersten Hörsturz hatte ich übrigens bereits 1992, damit dürfte „mein kleiner Freund“ schon reichlich alt sein! Ich selbst bin mittlerweile 50
Ich war damals ziemlich schockiert und hatte recht schnell im Frühjahr 2005 einen OP-Termin in der HNO-Klinik Erlangen bei Prof. Iro vereinbart. Dieser OP-Termin wurde nach stationärer Aufnahme durch den Operateur abgesagt. Bei einer extra angesetzten Nachbesprechung hat Prof. Iro mir dann mehr oder weniger geraten, mich nicht operieren zu lassen, sondern noch abzuwarten, weil es mir einfach noch zu gut ginge. Rückblickend hat Prof. Iro mit diesem Rat durchaus absolut Recht gehabt
Ich habe seitdem 9 gesunde Jahre hinter mir, die ich mit recht hoher Lebensqualität genießen konnte – dank Prof. Iro!
Das Neurinom wurde alle 6-9 Monate kontrolliert und zeigte von Kontrolle zu Kontrolle entweder kein Größenwachstum oder nur minimales Größenwachstum. Meine Beschwerden wurden im Laufe der Jahre schleichend stärker (Tinnitus lauter, Hochtonsenke links um 50 dB, Unsicherheit im Gang bei Dunkelheit, jedoch kein ausgeprägter Schwindel). Ein Hörsturz im Frühjahr 2013 zusammen mit einem ausgeprägten „Schwindelereignis“ – eher Benommenheit an der Grenze zur Ohnmacht - wurde von meinem niedergelassenem HNO-Arzt Prof. Kiefer erfolgreich mit Kortisoninfusionen behandelt.
Das letzte MRT vom November 2013 zeigte nunmehr ein intra- und extrameatal gelegenes Neurinom mit der Größe 14 x 7,5 x 8 mm mit einem Abstand zum Hirnstamm von ca. 2-3 mm mit größenkonstant abgrenzbarer Liquorkappe.
Mir ging es bis vor wenigen Wochen nach wie vor recht gut. Seit ca. 3 Wochen plagen mich allerdings recht starke Beschwerden, die sich teilweise schon während der letzten Monate angedeutet hatten. Derzeit habe ich einen konstant starken Hörverlust links, ich habe Probleme oft nicht richtig schlucken zu können, meine linke Gesichtshälfte fühlt sich an wie nach einer Zahnarztspritze – ich kann Mund und Augenlid jedoch einwandfrei bewegen – und was mich am meisten beeinträchtigt ist, dass ich unvorhersehbar starke Schwindel-Benommenheitsattaken bekomme, die sich anfühlen wie eine kurze „Ohnmacht“. Dauert meist nur ein paar Sekunden, nimmt mich aber ganz schön mit. Am 20.10. steht das nächste MRT an, mal schauen, was dabei rauskommt und was mein HNO-Arzt dann meint.
Nun zu meiner Frage:
In der Zeit seit 2004 habe ich mir eine passende Klinik ausgesucht, in der ich mich operieren lassen werde. Ich ging dabei „heimatnah“ in Bayern vor, weil ich 2 kleine Kinder habe und nicht allzu weit weg fahren möchte. Meine Wahl fiel auf die Uni-HNOKlinik Würzburg.
Regensburg (mein Heimatort) scheidet aus, weil dort zu wenig Erfahrung zu bestehen scheint.
Ich schätze Prof. Iro in Erlangen sehr, aber er hat sich ja mittlerweile eher in Richtung Schilddrüse spezialisiert und München scheint sich ja nach wie vor eher auf Bestrahlungen spezialisiert zu haben. Ich hatte mich bereits 2005 in Würzburg vorgestellt, aber das war in den Pfingstferien und keiner hat sich so richtig mit mir ausgekannt - war alles recht chaotisch. Aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen, weil ich glaube, dass dort viel Erfahrung mit ANs vorliegt. Nun verhält es sich aber so, dass in der HNO-Klinik Würzburg meines Wissens nach mehrere Ärzte ANs operieren. In den Foren habe ich immer wieder gelesen, dass die individuelle Erfahrung eines Operateurs das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Wahl des Krankenhauses darstellen sollte. Wie kann ich am besten vorgehen, um in Würzburg von einem Arzt operiert zu werden, der schon viel Erfahrung hat und bereits viele erfolgreiche AN-Operationen durchgeführt hat? (Ich bin gesetzlich krankenversichert).
Ich bedanke mich bereits jetzt für Eure Tipps, Unterstützung und Hilfe!!
Viele Grüße
Sonnepet
P.S. auch wenn alles ziemlich überlegt und geplant klingt - ich habe natürlich eine Sch.......Angst!!