Lieber Mikael,
herzlich willkommen hier im Forum. Du hast eine gute Wahl getroffen. Die Moderatoren und Mitglieder hier sind wirklich alle unglaublich hilfsbereit, sehr menschlich und haben zum Teil wirklich fundierte Fachkenntnisse. Diese Kenntnisse hat unsere UKS in Homburg leider nicht. Hier muss ich Ries363 Recht geben. Im Prinzip hat AN Fux es ja schon gesagt, wenn auch etwas weniger direkt.
Ich war in Homburg bei Prof. Schick. Und ich hätte es mir schenken können. Ebenso den Besuch in der Neurochirurgie. Man ist in beiden Abteilungen weder besonders nett, noch besonders verständnisvoll und - das ist das Entscheidende - verfügt über so gut wie gar keine Erfahrung mit dieser Art von Tumoroperation.
Die einzig wirklich positive Fachklinik ist die an die HNO angrenzende Strahlenklinik. Dort ist man sehr kompetent, sehr menschlich, hat sich viel Zeit genommen und mich und meine Fragen ernst genommen. Hätte ich mich für die fraktionierte Bestrahlung entschieden, hätte ich diese dort machen lassen.
So bin ich jedoch mit meinen ganzen Unterlagen in die Uniklinik Würzburg gefahren, wo ich mich vorgestellt habe und jetzt in knapp vier Wochen operiert werde. (
Wichtiger Hinweis: Du MUSST dir die Untersuchungsergebnisse mitgeben lassen. Das machen sie in HOM nicht freiwillig, du musst darauf bestehen. Es sind deine Unterlagen und du musst sie ggf. bei einem anderen Facharzt vorlegen. Falls man dennoch nicht möchte, soll dein Hausarzt oder HNO-Arzt die Befunde anfordern!)
Die Therapie mit den Tabletten gegen das Schwindelgefühl hatte man mir auch angeboten. Da für mich im Vorfeld jedoch schon klar war, dass ich mich keinesfalls in Homburg behandeln lasse, habe ich das Angebot entsprechend abgelehnt.
Es gibt hier im Forum sehr, sehr viele Beiträge zum Thema Operation / Kliniken, die mir sehr viel weiter geholfen haben. Ich kann dir nur empfehlen, dich nicht von jetzt auf gleich für eine Therapie zu entscheiden und dir mindestens noch ein oder zwei Meinungen einzuholen. Ruhig auch über Strahlentherapie. Und wenn es nur dazu dient, dich in deiner Entscheidung für eine OP zu bestärken, wie es bei mir der Fall war.
Und lass dir Zeit! Brich nichts übers Knie. Der Tumor wächst langsam, du musst nicht morgen schon ins Krankenhaus.
Ich weiß seit August von meinem Tumor und habe nun im November meinen Termin in Würzburg. Ich bin halbwegs gelassen, mit meiner Entscheidung zufrieden und vertraue meinem Urteilsvermögen. Nichtsdestotrotz habe ich gehörigen Respekt vor der OP, aber noch mehr vor dem, was danach kommt. Und auch dabei wird man mich hier im Forum begleiten, mich aufbauen, mir Mut machen und mir auch mal sagen, wenn ich zu hysterisch werden sollte (ich vertraue da voll auf AN Fux

)
Alles Gute für dich.
Liebe Grüße
Tinka
PS: Hat eigentlich schon mal jemand die Psychoonkologie in einer Klinik in Anspruch genommen? Sind die nicht eigentlich auch dafür zuständig, Tumorpatienten zu betreuen?