Operation

Harald87
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Re: Operation

Beitrag von Harald87 » 21.07.2022, 10:25

Huhu,
also ein ganz schönes Teil was sie da rausholen mussten. Dass nach sowas die Heilung dauert und Einschränkungen bleiben, sollte zumindest nicht verwundern. Da hilft es nur fleissig zu üben und eine gewisse Toleranz zu entwickeln.

Nun ist das ja schon 21 operiert worden und ich denke mal, es nähert sich irgendwann das Ende des Krankengeldes bzw. die Krankenkasse ist es leid, dieses zu zahlen, wenn wahrscheinlich ein Aussteuern, EU-Rente oder Frührrente sinnvoller erscheint. Falls du denen erzählst, dass du der Meinung bist, es nicht mehr ins Arbeitsleben zu schaffen, ist das m.E. für dich kontraproduktiv.
Hier geht es letztendlich um dein und auf lange Sicht viel Geld... entsprechend rate ich zu professio,neller Hilfe, also mind. Rechtsanwalt der auf Schwerbehinderung, Verrentung o.Ä. spezialisiert ist. Nur von weiten kann dir nämlich niemand genaueres sagen.
Falls du unschlüssig bist wer dir helfen kann: Eine Anlaufstelle kann der VDK sein, ein Verein der Langzeitgeschädigten hilft und vermitteln kann, für Mitglieder auch mal einen Rechtsstreit wagt. 6 Euro oder so im Monat und du bist dabei, m.E. sehr sinnvoll.

Ansonsten lass dich zu nix drängen, verweis auf deine Ärzte, vor allem nicht am Telefon o.Ä. irgendwie unbedacht drauf los brabbeln, nur weil die Dame von der Krankenkasse so nett klingt. Du musst eigentlich meist gar nicht mit denen reden. Meiner Erfahrung nach können die dir meist auch nicht helfen (sind auch nicht unter Schweigepflicht etc.) sondern es hat maximalst negative Folgen für dich.

Mit 62 solltest du überlegen, ob du es ohne große Abzüge in den Ruhestand schaffst. Wie gesagt, ich denke, hier rechnet sich prof. Hilfe.
Falls du selbst sagst, du willst eigentlich noch fertig arbeiten, kannst du auch mit deinen Ärzten eine sehr langsame Wiedereingliederung vereinbaren und mit möglichst wenig Stunden anfangen. Falls du merkst, dass es nicht geht, kannst Du ohne Konsequenz erstmal wieder in den Krankenstand.

Falls das Krankengeld zu Ende geht, sollte ein Plan her. Rede mit deinem AG, ob der einen Arbeitsplatz für dich einrichten kann, ob Wiedereingliederung möglichst ist, ob Home-Office eine Weile geht. Je nach VZÄ die er beschäftigt kann der auch Hilfe beantragen, dich wieder in die Arbeit zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen
Harald
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