Hallo Forumsmitglieder,
Dank eurer Beiträge habe ich mich endlich für eine OP entschieden
Jetzt möchte ich euch meine Krankengeschichte erzählen. Ich hatte in meinem Leben weder einen Hörsturz noch eine Mittelohrentzündung die ja meist am Anfang des AN stehen (lt. HNO-Arzt).
Seit 1997 (damals noch aktiver Soldat) bemerkte ich, eine schleichende Hörminderung rechts durch die jährlichen Untersuchungen bei der Bundeswehr wurde dies im Hörtest auch bestätigt und man hat sich halt durchgemogelt. Nach einiger Zeit wurde ich dann vom Großgerät(Kampfpanzer) versetzt, weil ich mehr und mehr die Anweisungen über Funk nicht mehr verstanden habe
Familie, Freunde und Bekannte hatten mir geraten mal eine professionelle Ohrreinigung beim HNO-Arzt durchzuführen, na ja keine Zeit, keine Lust und so schlimm ist es ja nicht mit dem "schlecht hören".
2007 dann der Hammer ich hatte ein super Jobangebot bei der Bahn alle Tests schon bestanden außer die Untersuchung beim Betriebsarzt. Nach unzähligen Hörtests sagte dieser mir Sie sind ja rechts taub(das kann doch nicht sein sagte ich mir) mit dem Job wird das bei uns nichts. Dann endlich der Gang zum HNO-Arzt Ohrreinigung machen aber siehe da es war nichts zu reinigen. Großes Rätselraten war angesagt- kein Ergebnis.
2008 begannen dann die ersten Ausfälle Gleichgewichtsprobleme mit Stürzen, null Sprachverständnis rechts, ständig ein Druckgefühl im Ohr und am schlimmsten sind die Kopfschmerzanfälle die nur mit reichlich Schmerzmittel in den Griff zu bekommen sind. Wenn ich mich mit jemanden unterhalte muss ich meinem Gesprächspartner immer das linke Ohr zu drehen - bei fremden sehr unangenehm.
Juni 2008 der Gang zu einem anderen HNO-Arzt (der hatte seine Doktorarbeit über das AN geschrieben) wieder einige Tests dann gleich MRT machen lassen und die Diagnose AN 22x10 Hör- und Gleichgewichtsnerv sind nicht mehr getrennt praktisch mit dem Tumor zusammengewachsen. Der Tumor erstreckt sich von der Ohrschnecke bis zum Hirnstamm und drückt diesen schon.
Ich habe auch ein paar Fragen an Euch-Wer ist durch das AN berufsunfähig geworden und welche Tätigkeiten sollten aus ärztlicher Sicht auf gar keinen Fall ausgeübt werden???? Für Eure Meinungen und Hinweise bin ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Schnei73
