Tropfende Nase
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Naddan87
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Tropfende Nase
Zuerst erzähle ich einmal meine Geschichte:
Ich bin Nadine, 39 Jahre alt und habe gefühlt schon immer auf meinem rechten Ohr schlecht gehört. Dieses wurde zunehmend schlimmer und vor allem für meinen Mann nerviger. Ich war immer der Meinung, das ist schon ewig so und für ein Hörgerät war ich doch zu jung. Im Sommer letzten Jahres entschied ich mich dann doch einmal zum HNO für einen Hörtest zu gehen. Diesen Termin hatte ich dann im September 2025. Mein Hörvermögen auf der rechten Seite war nur noch bei 23% aber auf der linken Seite bei nahezu 100%. Der HNO sagte, er vermutet, das es angeboren ist und verordnete mir ein Hörgerät. Zur Sicherheit gab es aber auch eine Überweisung ins MRT. Für mich war alles gut und ich machte mir nie Gedanken, das etwas sein könnte. Im Dezember hatte ich dann das MRT und 3 Tage später kam dann der schockierende Anruf von meinem HNO, das ich ein Vestibularisschwannom mit der Größe von 2,5x2,5 cm habe. Nach einem persönlichen Gespräch einige Tage später bekam ich eine Überweisung in die Neurochirurgie. Dort empfahl man mir die Uniklinik in Kiel. Da es kurz vor Weihnachten war, kam ich erst Anfang Januar überhaupt zu einer Absprache eines Termins. Dieser war dann Ende Januar und ich erhielt aufgrund der Größe und der Lage (Verschiebung des Hirnstamms) eine hohe Dringlichkeit.
Am 09.02. wurde ich im UKSH operiert. Geplant waren 4-5 Stunden daraus wurden dann 8 Stunden, in denen der Chefarzt versuchte, meinen Tumor so gut wie möglich zu entfernen. Leider hing ein Teil sehr fest an meinem Gesichtsnerv, so das ein Resttumor bleiben musste.
Nach der OP ging es mir recht gut, ich hatte keine Übelkeit, keinen großen Schwindel oder sonst dergleichen. Nach einigen Tagen kam eine Facilisparese, diese wurde mit Physio und Übungen behandelt und vergingen nach ca. 6 Wochen. Außerdem ist mein rechtes Ohr nun komplett ertaubt. Kopfschmerzen hatte ich so gut wie nie.
Langsam kam ich wieder auf die Beine und die Wunde heilte gut ab, so das ich nach 6 Tagen die Klinik verlassen konnte. Auf eine Reha habe ich verzichtet. Zu Hause erholte ich mich immer besser. 1 Woche später wurden die Fäden gezogen und ich konnte mich immer besser auf den Beinen halten. In der Nacht nach dem Fäden ziehen ging meine Wunde allerdings auf und Hirnwasser lief aus der Wunde. Schmerzen hatte ich keine aber natürlich suchten wir sofort die Notaufnahme auf. Dort wurde die Wunde erst einmal provisorisch zugenäht und ein CT gemacht. Dort wurde festgestellt, das ich eine Wundheilungsstörung sowie ein Liquorleck habe. Ich wurde direkt dabehalten, am Montag wurde noch ein MRT gemacht und am Dienstag war dann die 2. OP mit der Verdichtung von 2 Liquorlecks (eine an der Nebenhöhle und eine recht weit unten an der Schädeldecke). Zudem wurde mir nach der OP eine Lumbaldrainage in den Rücken gelegt, diese hatte ich 2 Tage liegen. 5 Tage nach der 2. OP wurde ich wieder entlassen.
Immer wieder habe ich seitdem eine tropfende Nase wenn ich meinen Kopf zu lange unten behalte oder zu viel Belastung habe. Dieses habe ich bei einer ersten Verlaufskontrolle Ende April auch im UKSH angesprochen. Der Arzt versicherte mir, das es nichts wäre, schließlich wäre alles dicht.
Auch mein HNO und mein Hausarzt sagen, wenn es nicht ständig ist, kann es nicht schlimm sein.
Gerade nach der 2. OP ist meine Sorge allerdings hoch, das es doch noch nicht dicht ist.
Meine Nase tropft nicht ständig, manchmal 3 Tage Ruhe, manchmal 5 Tage oder dann halt auch ab und zu täglich.
Ich habe keinerlei Schmerzen, keine weiche Beule am Kopf, keinen Schwindel oder sonst irgendwas. Ich arbeite normal, kann weitestgehend ein normales Leben führen und habe keine riesigen Beschwerden.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
In 2 Wochen habe ich mein Kontroll MRT und am 16.10. die Verlaufskontrolle in der Klinik. Die Angst läuft natürlich mit, das ich erneut eine OP benötige.
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snowdog
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Re: Tropfende Nase
Deine Geschichte macht betroffen und sie wirft ein paar Fragen auf.
Auch wenn Du bereits einen Termin für ein zeitnahes Kontroll-MRT anstehen hast, solltest Du die Symptome abklären lassen.
Ein Liquorleck im Anschluss an eine AN-OP ist nichts ungewöhnliches, es kommt häufiger vor, dass ein Verschluss nach der Vernähung nicht vollständig hält. Durch den Hirnwasserdruck ist der Heilungsprozess beeinflusst, auslaufendes Liquor kann durch die Wundnaht und/oder die Nase nach außen treten.
Passiert das früh nach der OP können Maßnahmen noch in der Klinik getroffen werden, durch eine Lumbaldrainage kann die Flüssigkeit dosiert und kontrolliert abgelassen werden, was den Druck auf die Leckstelle minimiert und die Naht selbst dadurch schneller heilen kann. Durch Vermeiden von körperlichen Anstrengungen (z.B. Vornüberbeugen, hastige Bewegungen)
wird die Hilung begünstigt.
Problematisch daran ist, dass die nicht verschlossene Hirnhaut theoretisch auch nach innen durchlässig ist (Gefahr durch Entzündungen). Die Aussage der Ärzte, es wäre alles dicht, sollte sich durch eine Analyse der Flüssigkeit bestätigen/widerlegen lassen - ob es sich tatsächlich um Liquor handelt. Liquor hat einen süßlichen Geschmack (Zucker), dies kannst Du also schmecken.
Solange Du im Ungewissen bist, solltest Du Anstrengungen vermeiden und die Symptome (laufende Nase) im Blick behalten.
Ich wünsche Dir eine rasche Heilung und alles Gute für die anstehende Kontrolle.
Beste Grüße
snowdog
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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Naddan87
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Re: Tropfende Nase
vielen Dank für die Ausführung. Dieses alles war und ist mir auch bewusst. Deswegen auch die Sorge.
Nun war ich heute im MRT und der Befund liegt mir ebenfalls bereits vor.
Dort ist die Rede von einer Flüssigkeitsretention in den Mastoidzellen auf der betroffenen Seite.
Soweit ich das nun als Leie gelesen habe, kann das alles Zusammenhängen, was dann wiederum zu einer erneuten OP führen würde.
Ich habe nächste Woche Freitag meinen Termin in der Klinik und hoffe auf mehr Antworten.
Alles in allem sehr unbefriedigend und habe ich hier auch so noch nicht gelesen.
Scheint also, zum Glück, wenige Menschen zu betreffen.
