Erneute OP im Knappschaftskrankenhaus Bochum
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Uwe1982
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Erneute OP im Knappschaftskrankenhaus Bochum
2019 wurde bei mir erstmals ein Akustikusneurinom im Knappschaftskrankenhaus Bochum operiert.
Der Eingriff verlief damals insgesamt gut. Leider zeigte sich 2024 im MRT ein Rezidiv. Der Tumor war erneut gewachsen und befand sich innerhalb einer Zyste, die sich zunehmend ausbreitete und schließlich auch Kontakt zum Trigeminusnerv hatte. Damit war für mich klar, dass ich mich erneut mit einer Operation auseinandersetzen musste.
Zunächst stellte ich mich im Knappschaftskrankenhaus Essen (Prof Ebner ist dort Klinikchef) vor und fühlte mich dort bei den Spezialisten für Akustikusneurinome sehr gut aufgehoben. Trotzdem wollte ich aufgrund meiner positiven Erfahrungen von 2019 auch noch einmal eine Einschätzung aus Bochum einholen. Dort lernte ich Professor Dr. Niklas Thron kennen. Das Gespräch und seine große Erfahrung als Neurochirurg und Hirntumor-Spezialist gaben mir das Vertrauen, die erneute Operation in Bochum durchführen zu lassen.
Am 15.07. fand die Voruntersuchung statt, am 16.07. wurde ich operiert. Der Eingriff dauerte fast zehn Stunden. Die erste Zeit danach auf der Intensivstation war schwierig, unter anderem mit einem stark erhöhten Herzschlag. Bereits am folgenden Tag konnte ich jedoch auf die Normalstation verlegt werden und nach insgesamt vier Tagen das Krankenhaus verlassen.
Ich kann absolut jedem empfehlen, sich in die Hände von Prof Thon zu begeben, er ist ein unglaublich guter Neurochirug. Mein Tumor, mit ca 20mm soliden Tumoranteil und ca 12mm zystoiden Anteil, war schwierig zu operieren. Alle Experten sprachen davon, max eine erneute Teilresektion möglich machen zu können. Er geht davon aus, dass der Tumor komplett entfernt ist. Sollte sich das Mitte Oktober im MRT bestätigen, gleicht es einem Wunder.
Zu Hause merkte ich schnell, dass eine solche Operation nicht nach wenigen Tagen verarbeitet ist. Mein Kopf fühlte sich stark belastet an, und ich musste lernen, meine Kräfte einzuteilen und meinem Körper die notwendige Ruhe zu geben. Sechs Wochen nach der Operation geht es inzwischen deutlich bergauf. In der kommenden Woche möchte ich wieder stundenweise mit der Arbeit beginnen.
Folgen des Eingriffs sind dennoch geblieben. Das Hörvermögen auf der operierten Seite liegt nur noch bei etwa 0 Prozent und wird nach derzeitiger Einschätzung voraussichtlich nicht zurückkehren. Auch das Gleichgewichtssystem muss die Veränderungen noch kompensieren, wodurch ich bei Belastung schneller erschöpft bin.
Der Gesichtsnerv wurde ebenfalls beeinträchtigt, äußerlich ist davon glücklicherweise kaum etwas zu erkennen. Allerdings produziert das betroffene Auge derzeit keine Tränenflüssigkeit und schließt nachts nicht vollständig, weshalb ich regelmäßig Augentropfen und Salben verwenden muss. Hier besteht noch Hoffnung auf eine weitere Erholung.
Trotz dieser Einschränkungen bin ich sechs Wochen nach einer fast zehnstündigen erneuten Hirnoperation froh über die Entwicklung. Die Genesung braucht Zeit, aber es geht Schritt für Schritt voran.
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AN 38mm, gerine Facialisp., geringe Gleichgewichtspr., Tinnitus, kompl Hörverlust links
