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von Felipina » 15.04.2026, 17:22
Liebe Interessierte,
@MonCheri, @BSIK,
Erstmal zu Dir, liebe MonCheri:
es ist gut, dass Du hier Deine Erfahrungen mit Deiner Bestrahlung als Rezidivbehandlung beschreibst. Danke dafür, und es hört sich bedrohlich an, dass Du leider einen epileptischen Anfall hattest. Wenn es Dir wieder besser geht, wäre es toll, wenn Du schreiben könntest, ob Deine betreuenden Ärztinnen Dir dafür Gründe genannt haben.
Aber bitte ruhe Dich erstmal gut aus, ich hoffe, Du kannst Dich entspannen, und kannst Dich jetzt zurücklehnen, und das Thema Rezidiv als erledigt ansehen. Danke sehr, dass Du hier berichtest, das ist für mich mit meinem Rezidiv so wertvoll, mit der Abwägerei zwischen den Optionen (Abwarten/OP/Bestrahlung), die alle ernste Risiken "bieten", und so vielen ÄrztInnen, die sich mangels Erfahrung nur zurückhaltend äußern, oder aber zu radikale Therapien vorschlagen.
@BSIK: Lieber BSIK,
Vielen Dank, dass Du Dich meldest! Ich hatte Dich so verstanden, dass Du an Ostern Deine Zeit nur für Deine Familie nutzen wolltest, und mir aber auch in bester Absicht nahegelegt hast, mich mit Schönem (wie dem anbrechenden Frühling) zu beschäftigen, um nicht nur an Risiken und medizinische Themen zu denken. Danke dafür, das war absolut in Ordnung.
Es ist sehr rücksichtsvoll, dass Du Dich erkundigt, wie ich das verstanden habe! Ich wollte mich auch kurz fassen, weil auch lange Texte Zeit zum Lesen kosten, und ich den Moderator so verstand, dass das Forum eher für reine Information in knapper Form gedacht sei. Das sehe ich zwar als sinnvoll an (aus Zeitgründen), aber ich finde es wichtig, sich hier auch langfristig gegenseitig Mut machen zu können, und Tipps zu geben. Aber vielleicht sehe nur ich das so?
Zu meinem Resttumor/Rezidiv:
Ich war inzwischen im Cyberknifezentrum Göppingen, was ich als sehr positiv erlebt habe.
Die Atmosphäre war freundlich, die Ärztin hat sämtliche Unterlagen angefordert, alle MRTs, die Histologie, alle radiologischen Befunde und andere Arztberichte.
Und sie hat meinen Verlauf ausführlich besprochen, mir mehrere MRT Bilder gezeigt und erklärt, dass darauf kein oder wenig Wachstum sichtbar ist. Und mir die Möglichkeiten mit ihren Risiken erklärt, und dann zu "watch and wait" geraten.
Ich konsultiere vielleicht noch einen weiteren Neurochirurgen, aber nur, falls der zur Eile drängt, würde ich die OP (mit einer wahrscheinlichen Facialisparese) erwägen.
Ich möchte weitergeben, dass mir gesagt wurde, viele ÄrztInnen würden zur Bestrahlung weniger Kenntnisse als zu operativen Möglichkeiten erhalten, und daher oft nicht auf diese Möglichkeit (die oft schonender und gleich effektiv ist) (allerdings gäbe es da zu Cyberknife genug Studien, nicht zu der fraktionierten 6-wöchigen Bestrahlung) hinweisen.
Ich bin den ÄrztInnen im Cyberknife-Zentrum Göppingen für ihre gründliche Befundaufnahme, ausführliche Beratung, und offene Beratung ohne Druck zur Behandlung bei Ihnen oder Ablehnung einer Operation sehr dankbar. Und das, obwohl Sie eine der modernsten Bestrahlungsformen anbieten.
Ich danke allen, die hier von ihren Fällen schreiben, nur so können wir mit dieser leider bei ÄrztInnen zu unbekannten Tumor Art zwischen Behandlungen gut auswählen. Und ich bin weiterhin sehr dankbar für Rat und dafür, bestärkt zu werden. Wir müssen uns so oft rechtfertigen für Erschöpfung, und uns auch im Gespräch mit teils sehr überforderten, primär in anderen Krankheiten bewanderten Fachärzten behaupten, und um unsere Beratung kämpfen.
@Irbis: Danke so sehr für Deinen Beitrag, ich habe die Studien erwähnt, sie haben mich zur Abwägung ohne Eile ermutigt. Das Cyberknifezentrum Göppingen wird von Prof. Hopf und zwei weiteren Neurochirurgen beraten. Auch deshalb verlasse ich mich auf deren Rat.
Mit freundlichen Grüßen,
Felipina
AN 2x1,5, OP Prof. Dr. Hopf OP 8/17, evtl Restgehör, leichte Synkinesien, Nackenschmerzen, Tinnitus,
Kontrollen Cyberknife Göppingen