Liebe Josie,
hier gibt es eigentlich kein Patentrezept, eine Ablenkung gelingt
um so weniger, je mehr die Gedanken um den bevorstehenden Eingriff kreisen.
Zunächst solltest Du versuchen, aus der Gedankenschleife zu kommen. Du kennst vielleicht das Beispiel, dass es unmöglich ist, der Negativaufforderung "denke nicht an eine schwarze Katze..." Folge zu leisten. Sich zu zwingen, an etwas
nicht zu denken, funktioniert eben nicht.
Im Falle der bevorstehenden OP ist es die Summe der Ängste und Befürchtungen, die alle den Termin im Fokus haben - "abschalten" ist dann nicht möglich.
Mir hat geholfen, die Entscheidung zur OP und die Festlegung des Termins als etwas positives zu begreifen. Es waren die ersten gegangenen Schritte ( = Erfolge) im Kampf gegen den Tumor. Gleichzeitig war es eine "erledigte Aufgabe", der Ball war jetzt im Feld der Spezialisten und ich nicht am Zug. Natürlich stieg die Unruhe mit jedem Tag, den die OP näher rückte - aber es stärkte auch die Hoffnung, dass es danach wieder besser wird und die Entscheidung richtig gewesen ist.
Zur Vorbereitung auf den Eingriff gehört aber neben der mentalen Verfassung auch die körperliche. Nutze die Tage bewusst, Erholung und Entspannung oder positive Unternehmungen (Kino, Theater, Wellness) und Sport, Bewegung, Spaziergänge an der frischen Luft, ausreichend Schlaf - das alles hilft Körper und Geist. Das Forum kann warten und ist zugleich eine Anlaufstelle für die Zeit danach
Mache Dir bewusst: Du hast deinen Teil getan, jetzt vertraue den Ärzten und denke positiv ! Es wird schon schief gehen, die vielen Berichte von Betroffenen geben Grund zum Optimismus.
Ich wünsche Dir viel Kraft und einen guten Verlauf. Du schaffst das schon.
Beste Grüße
snowdog