Kontrastmittelaufnahme, Narbengewebe oder Rezidiv

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Harald87
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Kontrastmittelaufnahme, Narbengewebe oder Rezidiv

Beitrag von Harald87 » 02.06.2024, 18:46

Hallo,

ich hab gehofft meine Ruhe zu haben, aber das Kontrollmrt-MRT zeigt leidlich Kontrastmittelaufnahme. Eigentlich habe ich den Reststumpf 2019 mit einer zweiten OP entfernen lassen. Nun zeigt sich im MRT immer noch ein Stück mit Kontrastmittelaufnahme. Hat da jemand Erfahrung ob das immer noch nur Narbengewebe sein kann? 2022 wurde noch darauf spekuliert. Bzw. drauf hingewiesen dass es nicht differenziert werden kann zu dem Zeitpunkt.
5 Jahre später, nimmt da Narbengewebe immer noch gleichmäßig KM auf?

Hat da jemand Erfahrung?

Mit freundlichen Grüßen
Harald
snowdog
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Re: Kontrastmittelaufnahme, Narbengewebe oder Rezidiv

Beitrag von snowdog » 04.06.2024, 11:49

Lieber Harald87,

es scheint tatsächlich so zu sein, daß Narbengewebe bzw. restverbliebenes Tumorgewebe in punkto Kontrastmittelaufnahme schwierig zu beurteilen ist.

Um die Frage nach den Erfahrungen zu beantworten: ja, in meinem Fall (laut OP-Bericht vollständige Tumorresektion) hatte sich auch zehn Jahre nach der OP keine schlüssige Begründung ergeben, ob das aufnehmende Gewebe nun eine Vernarbung oder ein verbliebene Tumorminirest darstellt. Im Ergebnis bedeutete dies, den Kontrollzeitraum auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Neue Erkenntnisse ergaben sich nicht, obwohl zwischenzeitlich sogar die Schnittführung bei den MRT-Aufnahmen variiert wurde. Um diese unbefriedigende und belastende Situation zu entschärfen, wurde das Kontrollintervall auf drei Jahre ausgedehnt - mit unveränderten Resultaten in der Bildgebung und daraus resultierenden Entwarnungssignalen.

Eine Verallgemeinerung lässt sich sicher nicht herleiten, da jeder Fall besonders liegt. Dies gilt im speziellen bei Rezidivoperationen, aber auch bei sehr großen AN oder sehr verwachsenen Tumoren mit gravierenden Kollateralbeschädigungen. Ausschlaggebend sollte immer die bestehende Symptomatik sein, Zunahme des Tinnitus, Schwindelbeschwerden oder sonstige Veränderungen - solche Beobachtungen sind mit den MRT-Resultaten abzugleichen. Der Status Quo der jüngsten Aufnahmen sind genau das, ein Momentbild. Veränderungen sollten aufmerksam machen, Bestätigungen sind Teil der Routine... ;)

Alles Gute weiterhin.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
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Re: Kontrastmittelaufnahme, Narbengewebe oder Rezidiv

Beitrag von Felipina » 05.06.2024, 23:50

Guten Abend Harald87,

es wird also Kontrastmittel aufgenommen. Ich würde mich dafür interessieren, ob sich jemand auch zur Größe des "Restgewebes" äußert. Das wird ja manchmal angegeben, und in manchen radiologischen Befunden (so man denn welche bekommt) nicht. Es würde mich, auch im Hinblick auf meine Erfahrungen mit zwei Behandlungen, interessieren, ob sich Deine Neurochirurgen oder HNO-Ärzte zu einer möglichen Größenveränderung äußern. Und sonst hat snowdog richtigerweise mögliche Symptome von Wachstum angeführt. Merkst Du mehr Tinnitus, Schwindel, Facialissymptome?
Bei mir wird auch weiter kontrolliert. Daher wünsche ich mir "Ruhe" hinsichtlich Wachstum. Einschätzungen, ob Kontrastmittelaufnahme auch "normal" sein kann, hatte ich noch nicht, aber, wie snowdog schrieb, ist ein mit OP-Narben verändertes Gewebe vielleicht auch unklar zu beurteilen. Sprechen Ärzte denn davon, erneut operieren zu wollen? Das wäre echt sehr gut zu begründen.

Ich freue mich, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst.
Alles Gute,
Felipina
AN 2x1,5, OP Prof. Dr. Hopf OP 8/17, an Taubheit grenzend schwerhörig, leichte Synkinesien, Nackenschmerzen, Tinnitus
Harald87
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Re: Kontrastmittelaufnahme, Narbengewebe oder Rezidiv

Beitrag von Harald87 » 06.06.2024, 06:31

Naja, es ist momentan noch etwas durcheinander.
Das Gespräch mit dem Chefarzt kommt ja erst noch, der normale HNO war nicht wirklich informativ.
Jetzt merk ich halt wieder ein leichtes Druckgefühl.

Die Größenangaben von den letzten zwei MRTs sprechen von gleicher Größe, die Größenangabe ist aber größer geworden. Ich glaub da muss ich jetzt den Termin bei der Uniklinik abwarten was der dazu sagt.

Mit freundlichen Grüßen
Harald
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