Austikusneurinom nach 19 Jahren zurück?

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sound67
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Austikusneurinom nach 19 Jahren zurück?

Beitrag von sound67 » 11.07.2020, 11:01

Bei mir wurde 2001 ein großes Akustikusneurinom diagnostiziert und auch vollständig entfernt (Klininkum Aachen). Nach der zweiten Kontroll-MRT wurde mir damals gesagt, eine weitere Kontrolle sei unnötig. Seit kuzem habe ich jedoch swieder ähnliche Ausfallrerscheinungen wie damals kurz vor der OP: Koordinstionsschwierigkeiten in den linken Extremitäten, Tippen mit links fällt mir schwer, sowohl in Punkto Genauigkeit als auch Geschwindigkeit. Der linke Arm reagiert deutlich langsamer. Eine Gangunsicherheit konnte ich bisher nicht feststellen. Kann sich ein neues Neurinom gebildet haben oder steckt doch etwas anderes dahinter, z.B. ein stiller Schlaganfall)?
snowdog
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Re: Austikusneurinom nach 19 Jahren zurück?

Beitrag von snowdog » 11.07.2020, 13:22

Lieber sound67,

eine Antwort auf diese Frage wird Dir wohl nur ein erfahrener Spezialist geben
können.

Ungewöhnlich und überraschend ist die postoperative Kontrolle, im Forum
habe ich keine Erfahrungsberichte mit vergleichbarem Kontrollintervall finden
können. In der Regel finden nach einer OP jährliche MRT-Kontrollen statt,
die auf einen Zeitraum von 5 Jahren angesetzt sind. Dies erscheint sinnvoll,
denn Veränderungen (Vernarbung, Wachstum,mögl. Rezidiv) werden aufgrund
vergleichbarer Schnittführungen in der Bildgebung sicht- und beurteilbar.

Du wurdest vor beinahe zwei Jahrzehnten an einem großen (?) AN operiert,
das Ergebnis einer vollständigen (?) Entfernung lediglich einmal per MRT
kontrolliert (davon ausgehend, dass das erste MRT postoperativ noch in
der Klinik erfolgte, also 1 Jahr nach dem Eingriff) und hast danach einen
Persilschein ausgestellt bekommen („weitere Kontrolle unnötig“...) -
bedeutet das, dass Du die vergangenen Jahre auch beschwerdefrei warst ?
Was sagt der HNO dazu, wie verliefen die Hör- und Schwindeltests, mit welchen
OP-Folgen (Hörverlust, Tinnitus, Paresen ?) hattest Du umzugehen ?

Ob die neu aufgetretenen Symptome auf ein Rezidiv oder ein neu entstandenes
AN zurückgeführt werden können, muss untersucht werden. D.h. um mindestens
eine MRT-Untersuchung (mit Kontrastmittelgabe) wirst Du nicht herumkommen.
Konsultiere einen erfahrenen HNO und hole ggf. eine Zweitmeinung ein -
auf Basis des OP-Berichts und der vorliegenden Bilder können dann neue
MRT-Aufnahmen Aufschluss geben.

Alles Gute für den weiteren Verlauf.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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