Geht die MRT-Kontrolle nach OP auch ohne Kontrastmittel ?

elf
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Re: MRT-Kontrolle nach OP - Kontrastmittel

Beitrag von elf » 06.03.2017, 21:11

armorika hat geschrieben:... Deshalb riet er mir, das nächste MRT erst nach zwei Jahren zu machen.
Armorika
Dem Rat würde ich folgen, aber:

"Der Mensch ist kein Auto"
hat mein Chef mir erzählt.

Wenn IRGEND etwas sich verändert, dann muss ALLES neu geplant werden.

Viel Glück
MRT Mai 2016: AN 21 x16 x 13mm
Juni 2016: Cyberknife
MRT Nov. 2016: Induzierte Schwellung
MRT Juni 2017: Weiter geschrumpft
MRT Juni 2018: Größe unverändert
MRT Juni 2019: Weiter geschrumpft
snowdog
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Re: Geht die MRT-Kontrolle nach OP auch ohne Kontrastmittel

Beitrag von snowdog » 06.03.2017, 22:13

Liebe Armorika, liebe Forenbesucher,

als allgemeinübliche Praxis gilt ein Nachsorgezeitraum von 5 Jahren
nach einer AN-Therapie. Im ersten Jahr finden Kontrollen häufig im
halbjährlichen Abstand statt, bei stabiler Befundung geht man zur
jährlichen Untersuchung über.

Maßgeblich ist dabei das Resultat der OP:
Konnte der Tumor vollständig entfernt werden ?
Wurde ein Resttumor belassen ?
Welche Zerstörung weist das Nervengewebe auf ?
Dies zu beurteilen ist erst nach den ersten Folgeaufnahmen möglich,
auch weil hierzu Aufnahmereihen nötig sind, die Größenveränderungen
darstellbar machen.
Kontrastmittel wird benötigt, um Narbengewebe von einem
Resttumor unterscheiden zu können. Weshalb die Größenbestimmung
eines belassenenen Restgewebes alleine wenig aussagt.

Haben sich bei den nachfolgenden Kontrollen keine Veränderungen
gezeigt, sollte der 5-Jahres-Zeitraum zumindest einen Rezidivverdacht
ausräumen können. Genügen u.U. 3 Jahre Kontrolle ?
Möglich, u.a. abhängig vom OP-Ergebnis und der Ausgangsbefundung.
Allerdings ist es häufig kaum möglich, einen Resttumor von Narbengewebe
zu unterscheiden – ein nur vorübergehend stagnierendes Wachstum
könnte so „außer Kontrolle“ geraten.

Eine Abwägung zwischen Schadstoffbelastung und Tumorwachstum
ist schwer möglich, hier bleibt im Grunde keine echte Wahl.
Die zeitliche Ausdehnung der Intervalle sollte nach Empfehlung des
Arztes aber hinnehmbar sein – wenn eben erste belastbare Ergebnisse
vorliegen. Sollte aber ein beobachteter Tumor vor der Therapie durch
Wachstumsschübe auffällig geworden sein, gilt dies für eine mögliches
Wachstumsverhalten zu berücksichtigen.

Stand heute sieht sich ein therapierter AN-Patient mit ca. 10 MRT
mit Kontrastmittelgabe konfrontriert, bei Rezidivverdacht oder
vorhergehender Wait-and-scan-Phase zum Teil erheblich darüber.
Es gilt dazu das in den vorangegangenen Beiträgen Gesagte -
wir als Betroffene müssen letztlich entscheiden. Nachträgliche
Erkenntnisse helfen dabei leider nicht, unabhängig von erwartbaren
Studien. Am Ende kommt es darauf an, dem Arzt zu vertrauen –
vergleichbar mit der Entscheidung zur Therapie.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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Gadolinium im TV

Beitrag von elf » 05.07.2018, 12:17

Bezüglich Gadolinium kam gerade ein Bericht in "Plus-Minus":
https://www.ardmediathek.de/tv/Plusminu ... d=53816292

Leider wurde nicht nüchtern berichtet und die Angst-Keule wurde kunstvoll geschwungen.
(Millionen-$-teure Schwermetall-Ausleitung, die nur in China gemacht werden kann...)

Bisher wurden bei mir alle Untersuchungen mit Gadovist durchgeführt.
Und es ist genau dieses makrozyklische Präparat Gadovist, welches die befürchteten Nebenwirkungen NICHT hat.
https://www.waldklinikumgera.de/aktuell ... ndern.html
Daraus:
„So konnten wir auch mit unserer Studie belegen, dass das makrozyklische Präparat Gadovist keine Probleme verursacht und nicht zu Ablagerungen im Globus pallidum und Nucleus dentatus führt“,
sagt Prof. Dr. Böttcher.
Hat ein Forist jemals ein lineares Gadolinium bekommen?

Das wäre interessant.
MRT Mai 2016: AN 21 x16 x 13mm
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Re: Geht die MRT-Kontrolle nach OP auch ohne Kontrastmittel

Beitrag von Amsel » 19.09.2018, 01:12

Liebe AN-Mitbetroffene,

ich habe eine Weile gestöbert, keine Antwort auf folgende Frage gefunden (falls doch bereits vorhanden, bitte ich um Nachsicht):

Bis zu welchem Zeitraum nach einer AN-Resektion (vermutlich vollständig) sollten Kontroll-MRTs erstellt werden (vorausgesetzt es bleibt bei einem negativen Ergebnis ohne Rezidiv und ohne Residuum)?

Vielleicht gibt es jemand, der dazu eine Info hat, würde mich sehr freuen!

Danke und alles Gute euch allen,

Amsel
*1962/w. Diagn. Mai 2011: AN rechts, 13mm x 8mm x 7mm, intra- und extrameatale Anteile, rechts taub und Tinnitus, OP: September 2011, Uni-KH Erlangen - Otochirurgie (Prof. Iro/Prof. Zenk), translabyrinthärer Zugang
nä. Kontr.-MRT: März 2019
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Re: Geht die MRT-Kontrolle nach OP auch ohne Kontrastmittel

Beitrag von elf » 19.09.2018, 13:49

Amsel hat geschrieben:...ich habe eine Weile gestöbert, keine Antwort auf folgende Frage gefunden (falls doch bereits vorhanden, bitte ich um Nachsicht)...
Hallo Amsel!

Snowdog hat doch die von Dir angesprochenen Fragen oben schon 2017 beantwortet.

Bitte präzisiere noch einmal genau, was Dir fehlt.
MRT Mai 2016: AN 21 x16 x 13mm
Juni 2016: Cyberknife
MRT Nov. 2016: Induzierte Schwellung
MRT Juni 2017: Weiter geschrumpft
MRT Juni 2018: Größe unverändert
MRT Juni 2019: Weiter geschrumpft
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