Sport treiben mit großem Akustikusneurinom ?

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roje
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Sport treiben mit großem Akustikusneurinom ?

Beitrag von roje » 17.06.2009, 21:22

Sport treiben mit großem Akustikusneurinom ?

Hallo. Hatte 2002 eine OP in Mainz, wo mir ein 2,5 cm AN entfernt wurde. Nun habe ich ein Rezidiv von 2x 3 cm. Es verdrängt natürlich schon etwas das Gehirn und verkleinert etwas diesen Liquorkanal.

Meine Frage nun: Kann ich bedenkenlos damit joggen gehen, oder sollte ich darauf lieber verzchten? Immerhin könnte dieses kugelige Ding ja in meinem Kopf rumwackeln und irgendwas beschädigen..?
Von meiner Wahrnehmung her tut mir das Joggen gut, und ich möchte mich damit für die anstehende OP fit machen.

Bedanke mich im Voraus für eine kompetente Antwort.

PS: Habe leider keine passende Abteilung für diese Frage im Forum gefunden.

PPS: Wo sollte ich das Rezidiv operieren lassen? Wieder in Mainz, oder doch eher in Tübingen oder Münster?

roje
ANFux
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Beitrag von ANFux » 28.06.2009, 13:06

Liebe roje
(Oder lieber roje? - das Profil sagt darüber leider nichts.)

ich war bis heute im Urlaub und hatte gehofft, daß sich einige Forumsleser mit ihrer Meinung melden, leider.

Was Dir passiert ist, ist leider sehr unerfreulich. Zum Glück, so scheint es, hat es Dich nicht umgehauen. Du suchst nach einem neuen Anfang und bist aktiv. Das ist gut.

Für eine ausführliche beratende Stellungnahme fehlen einige Daten. Zum Beispiel:
Wie groß war das AN, wo lag es, welche Symptome verursachte es damals, vor der ersten Operation?
Wer hat in Mainz operiert (HNO- oder Neurochirurgie)?
Du sprichst von Rezidiv. Hatte man 2002 den Tumor vollständig entfernt (bzw. es so angegeben) oder hatte man einen Resttumor belassen? Wenn ja - mit welcher Begründung und wie groß war er?
Wie und wann machte sich das AN jetzt bemerkbar?

Deine Frage nach dem Operateur für die anstehende zweite Operation hängt natürlich mit Deinen Erfahrungen mit den Mainzer Ärzten ab (siehe meine Fragen).

Vom Joggen würde ich Dir abraten. Es gibt andere Dinge und Tätigkeiten, mit denen man sich fit halten und auf eine OP vorbereiten kann. Ich weiß es nicht genau, aber ich denke, daß der Operateur Dir auch nicht zuraten würden.
Ich habe heute auf eine andere Frage etwa Folgendes geschrieben: Das Akustikusneurinom ist ein Tumor, der Platz beansprucht, der für ihn im Kopf nicht vorgesehen und folglich nicht vorhanden ist. Er hat eine beachtliche Größe und erzeugt Druck im Kopf, behindert den Austausch des Hirnwassers und drückt (echt physisch, mechanisch, nicht irgendwie quasi) auf blutversorgende Gefäße und Nerven. Er ist nicht starr, sondern lose an den Nervenwänden aufgehängt bzw. mit diesen verwoben.
Da kann es nicht gut sein, ständig daran heftig zu rütteln, wie es beim holpernden Joggen passieren kann.
Ein Arzt würde das vermutlich anders begründen, aber ich wollte bildhaft schreiben.

Vielleicht gibt es dazu doch noch andere Meinungen.
Bleibe dennoch optimistisch und aktiv.
Beste Grüsse
ANFux
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)
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