Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Jacmary
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von Jacmary » 12.12.2019, 12:25

Ergänzung:
Hab noch mal gesucht.... eine gute Information bietet die Technikbroschüre (gedacht für den Hörgeräteakustiker) auf der Seite von Signia-pro.

Jacmary
1961, w., AN T2, 18 Mon. "wait and scan", suboccipitale OP 10/2018 in Tübingen (Prof. Tatagiba), post op hochgradige Schwerhörigkeit rechts, kein Tinnitus, Facialisschwäche nach wenigen Tagen zurückgebildet. AHB in Bad Krozingen.
Loriplum
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von Loriplum » 13.12.2019, 11:27

Hallo Jacmary,
danke für deine Hinweise und Motivation, ich werde mich im neuen Jahr nochmal da ran wagen. Bist du auch über Fielmann gegangen?
Letztes Jahr hatte ich nicht die Geduld, die es wohl braucht, um sich an so ein Gerät zu gewöhnen. Vielleicht dann ja jetzt, wo der "Leidensdruck" größer ist ;-)
LG Loriplum
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von Kram » 27.08.2020, 08:42

Hallo zusammen

Mein AN wurde anfang April 2020 operiert und seither bin ich rechts taub. Links habe ich eine mittlere Schwerhörigkeit, die aber bis vor der Operation kein Problem war. Jetzt sieht das aber anders aus...

Nach einigen Besuchen beim Akustiker habe ich nun eine BiCROS Versorgung (Signia Silk 5px) und bin seehr happy damit! Ich kann wieder ohne Untertitel zusammen mit der Familie Fern sehen, ich höre (und verstehe) es, wenn man mich von rechts anspricht und muss auch sonst nicht immer nachfragen. Schöner Nebeneffekt: Die Geräte sind praktisch unsichtbar! Die Batterien reichen für knapp vier Tage.

Was für mich erstaunlich war ist, dass ich jetzt nicht mehr das Gefühl habe, nur noch links zu hören. Schwierig zu erklären, aber wenn ich am rechten (tauben) Ohr kratze, habe ich wirklich das Gefühl, es auch rechts zu hören.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen es nicht optimal funktioniert. Aber meistens sind das Situationen, die auch für normal hörende schwierig sind.

Mein Fazit: Unbedingt ausprobieren.

Schöne Grüsse, Kram
Kram, Jg. 1972, m, verheiratet, zwei Töchter
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snowdog
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von snowdog » 22.09.2020, 21:10

Lieber Kram,

welcher Zeitraum lag denn zwischen der Operation (also einseitige Taubheit) und den
ersten Tests beim Akustiker ? Ich frage deshalb, weil bei bereits bestehendem Hörverlust
deines noch (rest)erhaltenen Hörvermögen die Hoffnung in Richtung eines stabilen
Zustands gehen könnte. Trat so etwas wie eine Gewöhnung an die veränderte Belastung ein ?
Ist die technische Rückgewinnung mit einer spürbaren Anstrengung verbunden ?

Hast Du auch andere BiCros Geräte testen können oder ist das wenig zielführend, da ja
jedes System seine Anpassungsphasen durchlaufen muss ? Gibt es bewusste "Offline"-Phasen,
die man zur Erholung braucht oder ist der Effekt nur im Dauerbetrieb wertvoll.

Ein sehr interessantes Thema und viele Fragen, mit hoffentlich vielen positiven
Erfahrungen und Hilfestellungen von und für Betroffene.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von Kram » 23.09.2020, 07:34

Hallo snowdog

Zwischen Operation und ersten Tests beim Akustiker lagen vier Monate. Ich hatte mich recht gut an die neue Situation gewöhnt. Aber im beruflichen und privaten Alltag war die Hörsituation einfach ungenügend.

Ich bin nicht sicher, ob ich Deine Fragen richtig verstehe. Eine Anstrengung empfinde ich nicht. Das tragen der Hörgeräte ist eher eine Entlastung, da das Hören nun viel besser ist. Die in-ear Geräte sind sehr angenehm zu tragen. Ich vermute, dass ich in ein paar Monaten nicht mehr jede Minute bewusst daran denke werde, dass ich sie trage.

Bei meinem Modell gibt es verschiedene Silikonaufsätze, die sich in Grösse und Form unterscheiden. In der ersten Phase musste ich ausprobieren, welcher Aufsatz am angenehmsten für mich ist, akustisch und auch vom Komfort her. In den ersten Wochen hatte ich empfindliche Druckstellen im Ohr. Jetzt, mit den "besten" Aufsätzen, ist dies überhaupt kein Thema mehr. Offline-Phasen mache/brauche ich darum keine. Ich habe nie das Gefühl, dass die Dinger "raus müssen" und ich eine Pause bräuchte.

Andere BiCros Geräte habe ich ehrlich gesagt nicht ausprobiert. Das Resultat mit dem Signia Silk stimmte für mich von Anfang an. Ich habe von anderen Leuten gehört, dass sie monatelang immer wieder Feineinstellungen und Justierungen beim Akustiker machen mussten, bis alles passte. Dies war bei mir nicht so. Für mich war das Ganze eine Art "plug and play" Erfahrung. Ich denke, dass der Anpassungsvorgang etwas sehr individuelles ist und auch sehr vom eigentlichen Hörproblem abhängt. Vermutlich habe ich einfach Glück :)

Schöne Grüsse
Kram
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von snowdog » 23.09.2020, 18:26

Hallo Kram,

Du hast die Fragen richtig verstanden, wie ich deinen Antworten entnehmen kann ;)

Deine positiven Erfahrungen sind ein wichtiges feedback für viele Betroffene,
gerade weil es die unterschiedlichsten Resultate beim „Ausprobieren“ gibt.

Dass Du einen Volltreffer beim ersten Versuch gelandet hast, ist um so erfreulicher.
Mit Anstrengung meinte ich ein empfundenes Belastungsgefühl, welches von der
neuen Hörsituation stammen könnte. Das verbliebene Hörvermögen wird ja auf
technischem Wege getunt, das Gehirn muss veränderte Signale verarbeiten.

Hinzu kommt die erwähnte individuelle Anpassung durch Gewöhnung, Einstellung
und Hörsituation. Leider ist die erhoffte Optimierung nicht immer wie gewünscht.
In deinem Fall aber offensichtlich sehr gut gelungen.

Alles Gute weiterhin.

Beste Grüße
snowdog
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Re: Cros-Hörgeräte und deren Einsatz - suche nach Erfahrungen

Beitrag von Manu » 24.09.2020, 13:25

Hallo zusammen,

nach nunmehr 10 Jahren seit der OP trage ich das 2. Gerät.
Nach Ablauf der 6 Jahre habe ich mich wieder auf die Suche begeben, unter anderem bei Phonak,
und bin wieder bei der Fa. Kind gelandet. Ehrlich gesagt bin ich fast immer ohne unterwegs, und trage sie
nur, wenn ich gezielt mit Personen zusammen komme. Wenn eine gewisse Geräuschkulisse vorhanden ist,
empfinde ich die Nutzung als sehr anstengend.Es mag Geräte geben , die das besser filtern, aber bei meinen
sind da die Grenzen schnell erreicht.Der Preis hat bei meiner Entscheidung natürlich auch einen Rolle gespielt.

Gruß Manu
1948, m. AN links von 4x4,5x3cm OP 07/2009 in Unikl. Düsseldorf durch Dr. Hänggi. Bestrahlung Resttumor im Gamma Knife Krefeld 11/2009.
einseitig taub,starkerTinnitus links
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