Großes Lob für die Marcus Klinik in Bad Driburg

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Kiki
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Großes Lob für die Marcus Klinik in Bad Driburg

Beitrag von Kiki » 18.01.2017, 21:50

Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich war für vier Wochen Reha-Patientin in der Marcus-Klinik in Bad Driburg (Nähe Paderborn/Teutoburger Wald) und möchte diese Klinik ausdrücklich loben.

Die Therapeuten waren erstklassig!!!

Ihnen habe ich meine schnellen Fortschritte zu verdanken. Ein herzliches DANKESCHÖN an die ausgezeichneten Therapeuten der Marcus-Klinik.

Ich hatte bis zu sieben Therapien pro Tag. Z.B. Logopädie, Physiotherapie Einzeltraining, Koordinationstraining in der Gruppe, Tai Chi, Ergotherapie, Wandertraining...

In der Marcus Klinik werden orthopädische und neurologische Patienten betreut. Mit meinem AN war ich dort nicht alleine. Es waren noch zwei weitere (sehr, sehr nette!!!) AN-Patienten in der Klinik. :D :D :D Wir konnten uns prima austauschen.
Die Klinik beschäftigt Diätassistenten. Eine Reha mit der Autoimmunerkrankung Zöliakie ist in der Marcus-Klinik kein Problem. Im Gegenteil. Man wird auch in dieser Hinsicht ausgezeichnet betreut. Das Spezialbrot steht morgens und abends (mit Folie geschützt) am Tisch. Beim Mittagessen kann man zwischen drei Gerichten wählen. Das Essen wird dann glutenfrei zubereitet. Um einen Diätfehler (der dann eine Unterbrechung oder einen Abbruch der Reha bedeuten würde) muss man sich als Zöliakiepatient (ausnahmsweise :roll: ) keine Sorgen machen.
Weihnachten und Silvester waren das Highlight. Die Tische wurden festlich dekoriert und ein drei Gänge-Menü serviert. SUPERSUPERTOLL!!!! Und an Neujahr gab es sogar einen Brunch.
Ich hatte ein Einzelzimmer mit Balkon. Es gibt eine Cafeteria, abendliche Veranstaltungen, man kann an Ausflugsfahrten teilnehmen, den Gräflichen Park besuchen...
In der Driburger Innenstadt findet man alles was man braucht. Es gibt Rewe, Lidl, Rossmann, Textilgeschäfte, einen Bioladen, einen Buchladen, ein Sportgeschäft...
Ich kann diese Rehaklinik sehr empfehlen.

Viele Grüße von Kiki

P.S.: Ich habe einen Wunsch: Die Reha ist kein Urlaub! Der Rehplatz ist teuer. Die Therapien sind wichtig - um wieder gesund zu werden. Sie finden von Montag bis Samstag statt. Wir hatten sogar an Heiligabend zwei Termine. Das man an den Therapien teilgenommen hat, muss man sich abzeichnen lassen. Und das ist auch richtig so. Wer Urlaub machen möchte, soll doch bitte eine Urlaubsreise buchen und nicht anderen den wichtigen Reha-Platz wegnehmen...
Elisif
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Re: Großes Lob für die Marcus Klinik in Bad Driburg

Beitrag von Elisif » 16.01.2021, 21:17

Ich war im Dez. 2020 in der Marcus Klinik unter den Bedingungen der Coronabeschränkungen. Natürlich kein Vergleich mit den Berichten aus vergangenen Zeiten. Mit den gebotenen Therapien war ich sehr zufrieden, die Betreuung von ärztlicher Seite war so, dass ich nach der Aufnahmeuntersuchung durch eine ganz neue, unerfahrene Assistentin erst 1 1/2 Wochen später mit einem (sehr erfahrenen) Oberarzt sprach und im weiteren Verlauf noch mit anlässlich der Abschlussuntersuchung einer anderen Assistentin und einem anderen Oberarzt. Also 4 Arztkontakte mit 4 verschiedenen Ärzten.. Den mir zur Entlassung angekündigten ausführlichen E-Bericht mit allen wichtigen Informationen (zur empfohlenen Dauer der AU und weiteren Therapien, Wiedereingliederung,..) habe ich bis heute, fast 4 Wochen später, noch nicht, ich bekam nur eine fast nichtssagende Entlasssungsmitteilung. Eine angedachte HNO-ärztllche Konsiliaruntersuchung wurde zunächst offenbar vergessen und kam auf den letzten Drücker noch zustande, war dann sehr gründlich. Die Moral ist, dass es sinnvoll ist, selbst nachzuhaken und sich nicht von dem Eindruck, dass sowieso schon alle zu viel am Hals haben, einschüchtern zu lassen; das ist aber schwer, wenn man selbst postoperativ noch gar nicht so plietsch ist... Das Pflegepersonal wirkte teils etwas gestresst oder überfordert und hinsichtlich meinerseits zumindest anfangs noch empfundener kognitiver Einschränkungen wenig verständnisvoll.
Die Therapieplanung an sich war etwas chaotisch, teils bis 6 Termine an einem Tag, an anderen Tagen nur 2.
Die Berücksichtigung diätetischer Einschränkungen war wie vorgeschrieben vorbildlich. Ich hatte schon im Vorfeld Kontakt mit der Küche und konnte mein eigenes selbstgebackenes Brot mitbringen (ich mag das glutunfreie Fabrikbrot nicht), das dort dann eingefroren und mir zugeteilt wurde.
Der Speisesaal ist allerdings für Leute mit Hyperakusis, von der ich geplagt bin, furchtbar, ist konnte mich da kaum unterhalten und war immer sehr schnell fertig mit dem Essen... Auch das Foyer ist sehr laut.
*1958; ED 8/20 nach Hörsturz AN li intra- und extrameatal 1,4x0,8x0,7 cm. Op 11/20 Prof. Ebner/Essen, Restgehör zunächst unverändert, am 3. postop. Tag jedoch Absturz, jetzt li taub. Fazialis jederzeit unbeeinträchtigt.
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