OP über translabyrinthären Zugang

snowdog
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Re: OP über translabyrinthären Zugang

Beitrag von snowdog » 05.06.2019, 23:21

Liebe Astra, liebe Forenleser,

vorausschickend ein Hinweis an im Forum registrierte Mitglieder:

Es empfiehlt sich, den Besuch im Forum im angemeldeten Status abzuhalten.
Nur so kann man erkennen, ob z.B. VN (Vertrauliche Nachrichten) im Postfach
eingegangen sind. Das Stöbern im Forum ist nach wie vor unangemeldet möglich,
alle Forenbesucher können "nur lesend" unterwegs sein, aktive Mitglieder sollten
allerdings die gebotenen Kommunikationswege im Auge behalten.

In diesem Fall hat Astra zwei Beiträge am 27.Mai eingestellt, war darauf allerdings
nicht mehr "angemeldet" im Forum unterwegs. Das verwundert vielleicht, denn
beide Beiträge sind es wert, auf Reaktionen von Lesern/Betroffenen beobachtet
zu werden. Nun bedeutet dies nicht, das Astra nicht zwischenzeitlich das Forum/
das Thema/den Beitrag besucht hat, das Gegenteil wäre naheliegender -
der Eindruck des "nach Diktat verreist" lässt zumindest den Moderator irritiert
zurück. Also bitte am besten "immer angemeldet bleiben" aktivieren ! :)

Die beiden Beiträge "Bericht zur Entscheidungsfindung" und "Bericht zur Operation
und zum Verlauf danach
" seien allen Ratsuchenden zur gründlichen Lektüre empfohlen.
Aus der Perspektive der Erfahrungsberichtenden ist es Dir hervorragend gelungen,
die Chronologie der Vorgänge aufzuzeigen. Nicht alles trifft in gleichem Maße und
Umfang auf die individuelle persönliche Situation zu, zum Leitfaden im
Entscheidungsprozess können sie trotzdem werden.

Alles Gute für den weiteren Heilungsverlauf.

Beste Grüße
snowdog
snowdog (Moderator seit 4.12) Jg.62,m,verh.,2 Söhne,
AN re.5x8 mm,n-c. suboccipital AN-OP in Offenbach 4.08,
postoperativ Liquorfistel,keine Fazialisparese, einseitig taub,chron.Kopfschmerzen,jährl.Kontroll-MRT f.d.ersten 5 J.
Astra
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Re: OP über translabyrinthären Zugang

Beitrag von Astra » 09.06.2019, 15:14

Hallo Jacmary,
lieben Dank für Deine nette Rückmeldung!
Dir auch weiterhin alles Gute! Es tut mir leid für Dich, dass Du nachträglich noch ertaubt bist - trotz des sehr guten Chirurgen. :(
Liebe Grüße
Astra
Zuletzt geändert von Astra am 12.06.2019, 22:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Tinnitus beidseits; Hörsturz rechts 2003; Ertaubung 2007; Gangunsicherheit 2009; Vestibularisschwannom Zufallsbefund 2018 (2013/14); OP translabyrinthär März 2019;
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Re: OP über translabyrinthären Zugang

Beitrag von Astra » 09.06.2019, 16:31

Lieber Snowdog,
auch wenn es hoffentlich und wahrscheinlich nicht sehr viele Menschen geben wird, die meine Erfahrungsberichte 1:1 für sich nutzen können, so hoffe ich doch, dass die wenigen sich besonders freuen, lesen zu können, dass sie nicht allein sind und dass es gut laufen kann. Und diejenigen, auf die es nicht ganz zutrifft, können sich sicherlich einzelne Aspekte herausfiltern oder auf sich ùbertragen. Für mich war es immer sehr hilfreich, persönliche Schilderungen anderer Betroffener zu lesen - insbesondere wenn es gut lief.
Mir war es auch wichtig, meinen Bericht noch vor der Behandlung anzukündigen, um von vornherein klarzustellen, dass ich nicht nur bei positiven oder negativen Verlauf etwas zu schreiben beabsichtigte. Meine Entscheidung für einen bestimmten Weg bahnte sich damals bereits an.
Ich werde mich künftig immer einloggen, wenn ich meine Beiträge checke!
Auch Dir weiterhin alles Gute!
Liebe Grüße
Astra
Zuletzt geändert von Astra am 12.06.2019, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: OP über translabyrinthären Zugang

Beitrag von Astra » 09.06.2019, 17:14

Weitere Anmerkungen zum Verlauf:

Mir ist ganz durchgegangen, zu erwähnen, dass das störende Druckgefühl seit der OP verschwunden ist.


Entgegen meiner ursprünglichen Erwartung tendiere ich momentan eher dazu, meine Schwindeltherapie zu verlängern, als die Behandlung meiner Fascialisparesen. Mein Gehirn schafft es nach wie vor nicht, mir ein konstantes Bild meiner Umwelt zu vermitteln, wenn ich mich stärker bewege (schnelle Bewegungen, starke Kopfdrehungen oder Augenbewegungen, hüpfen, joggen und ähnliches). Auch fixieren sich bewegender oder weit entfernter Gegenstände, insbesondere aus eigener Bewegung heraus, fällt mir noch schwer. Nachdem der Schwindel nach der OP im Vergleich zu den Problemen 2009 sehr gering war, habe ich das Problem wohl unterschätzt. Jedenfalls hat sich meine Annahme, dass leichter Schwindel schneller wieder verschwindet als stärker, hat sich jedenfalls nicht bewahrheitet. Es sind gerade die Kleinigkeiten, mit denen ich kämpfe. Vielleicht spielt hier auch meine Entscheidung eine Rolle, meinen Gleichgewichtsnerv durchtrennen zu lassen. Einerseits kann ich nun einfache Balancierübungen besser, andererseits muss sich mein Gehirn nun auf eine neue Situation einstellen, weil es von rechts keine Sinnesinformationen mehr erhält. Vielleicht sind minimale vestibuläre Wahrnehmungen hier hilfreich, im Unterschied zu den (komplexeren) akustischen Wahrnehmungen, die beispielsweise beim Sprachverständnis eher als Störreize wirken.
Währenddessen bin ich in Sachen Gesichtslähmung bereits bei den Feinheiten angelangt. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass sie nicht störend sind. Allerdings lassen mich die Fortschritte hoffen, dass den Rest der Alltag heilt. Meine Therapeutin schätzt die eine Verordnung und auch mein Körpergefühl jedenfalls als ausreichend ein, um dann alleine klar zu kommen.

Was die Gesichtslähmung anbelangt, hänge ich momentan an einer Merkwürdigkeit: Nachdem meine rechte Augenbraue zunächst nicht hinauf wollte, wandert sie nun nachtss höher als die gesunde. Ich beobachte nun, was das bedeuten könnte. Meine Therapeutin konnte mir diese Frage leider auch nicht beantworten. Ich schwanke zwischen Übertraining und dem Versuch, Auge und Braue zu optimieren. Während sich das Lied besser schließen sollte, sollten die Braue und der Bereich darunter nach oben. Als die Augenbrauen bereits auf einer Höhe waren, hatte ich rechts noch ein Schlupflider. Jetzt ist das Schlupflider weg und die Braue manchmal zu hoch.

Es ist eine abenteuerliche Gradwanderung zurück zur Normalität ...
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