Akustikusneurinom - Hirntumor AN und Interessengemeinschaft IGAN

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 Betreff des Beitrags: Probleme beim Sehen: Bild wackelt
BeitragVerfasst: 12.01.2011, 17:04 
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Hallo alle zusammen,

bin im Nov. letzten Jahres in der HNO Mainz operiert wurden, habe noch keinen OP-Bericht, wußte gar nicht das man den beantragen kann.
Aber egal, habe nach der OP sehr starken Schwindel ( hatte vorher keinen) und sehr starke Sehprobleme, meine Augen wackelten hin und her so das ich kein klares Bild hatte und auch doppel Bilder hatte, worüber mich keiner aufklärte , dass das passieren kann, wurde langsam besser.

Schwindel leider noch vorhanden , vor allen beim hin und her bewegen des Kopfes.
Migräne vor der OP und jetzt jeden Tag nach der OP.
Habe das Gefühl, es wird von der Wirbelsäule ausgelöst, da der Kopf ja eingespannt wird.

Sonnenschein64 :|

_________________
2002HSTurz/2005MRT/2010MRT/Befund intraAKN re.
3mm/Tinnitus/pulsierend ab 2010/Druckgefühl im Ohr/
op. 12.11.2010 alles raus/ weiterhin Tinnitus/dauer Kopfschmerz/Nackenschmerzen/Sehstörungen/Hörverlust


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BeitragVerfasst: 13.01.2011, 12:28 
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liebe Sonnenschein64,

was den Schwindel nach Drehen des Kopfes angeht, ist es, glaube ich, normal...bei mir hat es fast ein halbes Jahr gedauert, bis ich sicher über die Straße laufen konnte, da dieses Hinschauen (rechts-links) vor dem Überqueren mir immer einen unsicheren Schritt verleiht hat. Es wurde mit der Zeit aber immer weniger...und ich konnte dann auch wieder schneller hin- und herschauen...
also ist sowas nach 2 Monaten völlig normal...es wird kompensiert werden...

Wegen den Schmerzen würde ich doch einen Termin bei einem Neurologen ausmachen oder bist Du da schon in Behandlung ? es ist, glaube ich, wichtig es sehr bald zu therapieren. Vor allem muß er einiges kontrollieren, da Kopfschmerzen nach einer solchen Op verschieden Ursachen haben können.
Nimmst Du aber schon Medikamente dagegen ?

alles gute und laß Dir Zeit..leider dauert es ein bißchen, bis man wirklich vollkommen fit ist...bleib zuversichtlich !! :D

liebe Grüße
vane

_________________
OP Mainz Aug.09, AN 22 mm, Schwindelattacke weg nach OP, Fazialisparese (nach 3,5 Mon. weitgehend zurückgebildet), Synkinesien (Mund-Auge),trockenes Auge, Ohr bei 70 dB+verzerrtes Signal, Grundgeräusch weg in stiller Umgebung, Kopf- und Gesichtschmerzen


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BeitragVerfasst: 13.01.2011, 16:24 
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Liebe sonnenschein64,

gehe auch davon aus, dass sich der Schwindel bei dir noch legen wird. Ich hatte das Thema "Schwindel und Sehstörungen auch lange nach OP" eröffnet für Patienten wie mich, die selbst nach über einem Jahr noch mit Schwindel zu kämpfen haben. Nach so kurzer Zeit musst du dir über eine mangelnde Schwindelkompensation noch keine Sorgen machen und auch die Wackelbilder sind anfangs normal. Du solltest jedoch die hier im Forum aufgeführten Schwindelübungen machen.

Zu den Kopfschmerzen noch ein Gedanke: Wir Migräne-Patienten haben bei regelmäßiger Schmerzmittel-Einnahme (egal ob gegen Kopfschmerz oder wegen einer anderen Schmerzerkrankung) immer die Gefahr der Entwicklung eines Dauer-Kopfschmerzes durch Medikamentenübergebrauch! Es gibt nur wenige Schmerzmittel, die für uns nicht dieses Risiko bergen. Habe dir hierzu diesen Link eingefügt (die Kopfschmerzklinik Kiel hat insgesamt einen riesigen Info-Schatz im Internet) http://www.schmerzklinik.de/service-fue ... ehandlung/
Gegebenenfalls deinen Arzt darauf ansprechen!

Ich selbst hatte nach der OP auch viel Kopfschmerzen, z.T. extrem heftig - führe ich bei mir im Nachhinein aber auf Einnahme von Triptanen als Anfallsbehandlung zurück, die bei mir einen heftigen "Wiederkehrkopfschmerz" auslösen und insgesamt die Attackenfrequenz erhöhen. Heute - 2 Jahre nach der OP- hat sich die Migränelage nicht groß verändert, vielleicht sind die Anfälle etwas intensiver, aber nicht häufiger (leider immernoch 70-80 Tage im Jahr).

Also
:idea: Schwindel und Sehstörungen: Erstmal kein Grund zur Beunruhigung, auch wenn´s nervt :wink: . Aber üben!
:idea: Kopfschmerzen: Umgang mit Schmerzmitteln mit Arzt besprechen (Risiko "Migräne-medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz" ansprechen)

Kopf hoch, du stehst noch ganz am Anfang deiner Genesung! Wird mit ganz großer Wahrscheinlichkeit alles noch viel besser!!!

Viel Geduld wünscht dir
an

_________________
Jahrgang 1965;weibl.AN ca.1x1x1cm. OP 01/2009 Tübingen/Prof. Tatagiba. Ein Vestibularisast erhalten. Starke Hörminderung links. Tinnitus. Hyperakusis. Facialisparese nur noch leicht. Anhaltender Schwindel u. Sehstörungen. Migräne(schon vor OP).


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BeitragVerfasst: 15.01.2011, 18:10 
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Liebe Sonnenschein64,

das "Wackeln des Bildausschnittes oder Gesichtsfeldes", wie man es auch nennen will, ist eine normale Folge des Durchtrennens der Gleichgewichtsnerven während der Operation.

Deine OP war im November 2010 - das mußt Du nicht beunruhigt sein.
Ich habe in einem meiner ersten Beiträge meine Empfindungen beschrieben, als ob man mit einer Kamera auf dem Skihelm eine bucklige Abfahrtspiste herunterfährt.

Du solltest aber etwas tun, um Deinen Kopf zu lehren, damit umzugehen: Die Dreh- und Nickbewegungen mit dem Kopf, mit offenen und geschlossenen Augen, schnell, langsam usw. Siehe meine Beiträge zum Schwindel.

Ganz der alte Zustand wird sich evtl. nie mehr einstellen. Ich habe mir eben angewöhnt, vom Fahrrad abzusteigen, wenn ich von der Mitte der Straße aus nach links abbiegen will. Über den Kopf nach hinten schauen und fahren - kompliziert. Und an der Kreuzung mit dem Auto: Heute schaue ich eben zwei Male statt wie früher nur einmal nach links und nach rechts.

Man hat neue Bedingungen nach der OP, und darauf muß man sich in seinem "neuen Leben" einstellen.

Beste Grüße
ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)


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BeitragVerfasst: 08.02.2011, 12:17 
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Geburtsjahr: 1939
Liebe Forumsleser,

ab und zu (ehrlich gesagt: sehr oft) ist es zweckmäßig bis notwendig, im Forum einiges umzusortieren, weil nicht immer diszipliniert zum Thema geschrieben wird, aber auch deshalb, weil die Themen bzw. die Ausagen darin vernetzt werden müssen. So ein Fall liegt jetzt wieder vor.

Deshalb kopiere ich an dieser Stelle in dieses Thema einen Auszug aus meinem Beitrag "Ein paar Tips für Geduld und Fleiß" aus dem Thema "Mein Zustand 5 Monate nach OP" in der Rubrik "Lebensqualität ...".
Es war ein Beitrag, der sich an unser Forumsmitglied an richtete, nachdem diese ihren Fall ausführlich dargelegt hatt.

Zitat:
Zum Augenreflex und der Tatsache, dass Dein „Blick immer noch bei jeder Bewegung wackelt“ noch ein paar Sätze. In meinem Erfahrungsbericht gleich am Beginn der Rubrik "Lebensqualität nach einer OP" habe ich u.a. geschieben:

Meine Empfindungen beim Gehen schilderte ich meinem Operateur damals so: Mir ist, als ob mein Kopf wie ein übermäßig großer Kürbis auf einem langen dünnen Besenstiel sitzt und beim Gehen wackelt, federt. Die Welt vor mir sehe ich so, wie sie eine Kamera sieht, die am Helm eines Skifahrers befestigt ist, der für das Fernsehen eine wellige Abfahrtspiste hinabfährt.

Ich habe mir wegen anfangs fehlendem Therapeuten selbst Uebungen dagegen ausgedacht und gemacht, mit Erfolg:

Ich habe mich zu Hause vor die Wand gestellt und ein Bild angeschaut. So hatte ich eine Senkrechte und eine Waagerechte (wenn das Bild gut aufgehängt ist). Nun habe ich den Kopf bewegt. Drehen um die Hals-Achse. Seitliches Neigen durch Beugen auf eine Schulter. Nach vorn kippen durch Fallenlassen und Heben des Kopfes. Alles mit wechselnder Schwierigkeit: Langsam, dann schnell. Mit offenen, dann mit geschlossenen Augen. Im Stand, dann immer eine ganze Körperdrehung. Das alles im fortgeschrittenem Zustand kombiniert, d.h. also als Schwierigstes auch mal schnell drehen mit geschlossenen Augen.
Ich habe die Zeit gemessen (einfaches Zählen reicht), die vergeht, wenn ich z.B. nach dreimaligem Kopfdrehen die Augen auf den senkrechten Bildrahmen fixiere, bis das Bild ruhig steht. Der Bilderrahmen zuckte eine Weile, bis er ein gerader, ruhiger Strich war. Genauer gesagt, hat mir meine Frau dabei geholfen. Durch das Notieren der Zeiten habe ich gesehen, dass ich durch Ueben besser wurde. Das ist moralisch sehr wichtig.

Diese Uebungen mögen manchem albern vorkommen, aber ich habe sie durch rationales Denken mir erarbeitet, und sie haben geholfen. Es kommt nicht auf besonders raffinierte Dinge an, sondern auf effektive. Wie ich in oben zitierten Beiträgen schon schrieb: Der Körper muss genügend oft in alle nur denkbaren Lagen und Situationen versetzt werden, dann lernt er auch wieder, damit umzugehen. Er lernt, die Fehlinterpretationen von einer kranken bzw. defekten Seite mit den richtigen Informationen der gesunden Seite und den anderen Informationen von Gelenken, Muskeln und Sehnen in Einklang zu bringen, sie richtig einzuordnen, so dass die körperliche nreaktionen wieder die alten sind. Geduld und Fleiss sind wichtiger als raffinierte Kombinationen mit irgendeinem patentierten Namen. Wie ich Dich einschätze, wirst Du es probieren. Ich wünsche Dir Erfolg.
Ende des Zitats.

Den Erfolg wünsche ich natürlich allen Lesern, nicht nur an.

Beste Grüße
ANFux

_________________
1939, m. '94 transtemp. OP (15 mm) in Magdeburg/Prof. Freigang, einseitig taub, kein Tinnitus, keine Fazialispar. Rehakur in Bad Gögging. '96-'04 im Vorstand d. VAN in D, seitdem Beratungen zum AN. Ab '07 Moderator, ab '08 Homepage-Verantwortl.(bis 2012)


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