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 Betreff des Beitrags: AHB ambulant in Reha-Klinik Bad Hamm
BeitragVerfasst: 03.07.2011, 22:45 
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Hallo,

ich wollte euch nun noch von meiner 4-wöchigen AHB in der o. g. Klinik berichten die ich 2 Wochen nach der Krankenhausentlassung begonnen habe.
Ich wollte eine ambulante AHB machen, da ich doch lieber abends im eigenen Bett entspannen wollte (in vertrauter Umgebung sein) als weit weg bei einer stationären AHB.
Diese Reha Klinik wurde mir vom Sozialen Dienst des Clemens Hospitals rausgesucht.

Leider stellte sich heraus, dass der Fahrdienst der Reha Klinik nicht bis in meine Stadt fuhr. Nur eine Stadt weiter weg, dass heißt, ich musste zusehen, wie ich in die nächste Stadt komme, damit die mich von da an mitnahmen. Von mir bis zur Klinik wären es ca. 29km, und nur 25km im Umkreis fahren sie wohl. Also schonmal blöd gelaufen, da ich auf andere angewiesen war, die mich in die nächste Stadt brachten und es auch noch für mich Kosten verursachte die die Rentenversicherung nicht übernahm (sonst hätte ich eine stätionäre AHB nehmen müssen).

Ich habe also dort am Tag 4 Einheiten mit viiiiieeellll Pausen dazwischen gehabt. Wobei mir die meiste Zeit als Warten vorkam. Auf den Fahrdienst musste ich nachmittags dann auch noch 1 Stunde warten. Diese ganze Warterei hat mich in den 4 Wochen echt überllaunig gemacht (meine Freundin hat sich abends bedankt :lol: )

Zu den Übungen die ich dort gemacht/bekommen habe:
Das meiste war Bewegungstherapie/Muckibude, auch mal Bewegungsbad, Fahrradfahren, Laufband, Dehnungsübungen. Dann gab es noch Konzentrations- und Koordinationstraining, Enspannungstherapie und halt Logopadie. Leider waren die meisten Übungen nicht für mein Gesicht, zudem sollte ich auch noch an Ernährungsberatungsstunden und Kochstunden teilnehmen. So wo was frei war, wurde man unterbracht (kam ir so vor).
Für mein Gesicht wurde nicht jeden Tag was gemacht, was ich gar nicht verstehen kann, das war ja eigentlich der Hauptgrund warum ich eine AHB machen sollte/wollte.
So bekam ich ca. 3 Mal in der Woche logopädische Übungen, die auch teilweise mit so einem Massagerät (vibrierend) in meinem Gesicht, durchführt wurden. Nachdem ich mich bei einer Mitarbeiterin, die eigentlich im sportlichen Bereich tätig war, beschwert hatte, dass kaum was für mein Gesicht getan wird, hat sie nach Rücksprache mir angeboten, noch extra Übungen im Gesicht mit mir zu machen.
Diese Übungen fanden auch ca. 3xMal die Woche statt.
Das waren dann also 2 Einheiten die ich 5-6 Mal die Woche bekam (aber nicht jeden Tag, sondern manchmal an einem Tag beide Einheiten).
Und dafür den ganzen Stress mit der langen Hin und Rückfahrt.
Mittags gab es dann noch ein "kleines" (für mich zumindest) Mittagsessen, was so lala geschmeckt hat.

Zum guten Schluss sollte ich noch als gehelit entlassen werden. War für mich der größte Hohn überhaupt. Da habe ich mich dann wieder mal (wie so oft) beschwert, und in dem Entlassungsbericht wurde ich dann als arbeitsunfähig entlassen.

Fazit: Da hätte ich lieber Logopädiestunden direkt von meinen Hausarzt in meiner Stadt verschrieben bekommen, das hätte mir mehr gebracht wie die AHB. Diese Stunden mache ich nämlich jetzt 2 Mal die Woche.
Meine Fazialisparese hat den Grad IV hat sich durch die AHB kein bisschen verbessert.

Das Üben zu Hause fällt mir auch schwer, weil ich irgendwie nicht dran glaube das sich was verbessert. Bin leider ein total ungeduliger Mensch.
Ich trage noch jede Nacht einen Uhrglas Verband. Meine Auge bleibt ca. 1 Millimeter offen, wenn ich versuche die Augen zuzukneifen. Sonnenlicht kann ich immer noch nur mit Sonnenbrille ertragen und auf Augensalbe kann ich noch nicht verzichten. Wobei ich schon mal einen Tag hatte, wo ich das Gefühl hatte, dass ich Tränenflüssigkeit produziere, da musste ich nämlich erst abends Salbe reintun, weil ich es nicht gebrannt hat.

_________________
Viele Grüße
Holger73

1973 m, Diagnose AN rechts 3-4cm 3/2011, 4.05.2011 OP im Clemens Hospital Münster, AN kompl. entfernt, Facialisnerv erhalten, mittlere FP rechts, trockenes rechtes Auge, Hörverlust re. Ohr,


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BeitragVerfasst: 11.01.2012, 17:47 
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Wohnort: Oberderdingen
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Geburtsjahr: 1971
Hallo,

meine stationäre AHB wurde zuerst abgelehnt, ich solle eine ambulante AHB machen. Erst nach Widerspruch und Hilfe der Klink Heidelberg und meiner Hausärztin wurde die stionäre AHB genehmigt.

Dies führte zu eine Wartezeit von 4 Wochen. Was sich später als positiv erwies, da ich so schon gestärkt in die AHB gegangen bin. Direkt nach der OP hätte ich nicht die Kraft gehabt.

Gruß thomask

_________________
AN Diagnose am 29.05.08, OP am 05.06.2008 in Heidelberg,linksseitige Fazialispar., links taub, AHB (Reha) in Nordrach.
03.12 Op des Rezidiv mit anschliesender AHB.
12.14 kam überraschen eine Faszialispares auf der rechten Seite dazu


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